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650 Quadratmeter eingerüstet
Innenrenovierung der St.-Clemens-Kirche in Drolshagen läuft

Pfarrer Markus Leber inmitten der zahlreichen Gerüste im neuen Kirchenteil der St.-Clemens-Pfarrkirche.
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  • Pfarrer Markus Leber inmitten der zahlreichen Gerüste im neuen Kirchenteil der St.-Clemens-Pfarrkirche.
  • Foto: mari
  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

mari Drolshagen.  Ende 2015 begannen die umfassenden Sanierungsarbeiten in der St.-Clemens-Pfarrkirche Drolshagen. Für die Kirchengemeinde eine große Herausforderung.
Das Gesamtvolumen wurde mit 1,75 Millionen Euro veranschlagt. Die Erzdiözese Paderborn gewährte einen Zuschuss von 950.000 Euro, so dass die Kirchengemeinde mehr als 800.000 Euro aufbringen musste.
Im ersten Bauabschnitt wurde bis Herbst 2016 der Innenraum der alten romanischen Basilika einer grundlegenden Sanierung unterzogen. Hierfür musste die Gemeinde 360.000 Euro stemmen, die durch großzügige Spenden zusammenkamen. Die Drolshagener nennen den alten Kirchenteil liebevoll „kleine Kirche“.

mari Drolshagen.  Ende 2015 begannen die umfassenden Sanierungsarbeiten in der St.-Clemens-Pfarrkirche Drolshagen. Für die Kirchengemeinde eine große Herausforderung.
Das Gesamtvolumen wurde mit 1,75 Millionen Euro veranschlagt. Die Erzdiözese Paderborn gewährte einen Zuschuss von 950.000 Euro, so dass die Kirchengemeinde mehr als 800.000 Euro aufbringen musste.
Im ersten Bauabschnitt wurde bis Herbst 2016 der Innenraum der alten romanischen Basilika einer grundlegenden Sanierung unterzogen. Hierfür musste die Gemeinde 360.000 Euro stemmen, die durch großzügige Spenden zusammenkamen. Die Drolshagener nennen den alten Kirchenteil liebevoll „kleine Kirche“. Sie hat rund 100 Sitzplätze und wird nach der Sanierung für Werktagsgottesdienste, Trauungen, Taufen und kleinere Beerdigungen genutzt.

Arbeiten laufen auf Hochtouren

Im Juli dieses Jahres wurde mit dem zweiten Bauabschnitt, der Innenrenovierung des neuen und wesentlich größeren Kirchenteils begonnen. Er wurde in den 60er-Jahren angebaut, weil seinerzeit die Basilika für die große Zahl der Gläubigen bei den Gottesdiensten nicht mehr ausreichte. Der 650 Quadratmeter große und 15 Meter hohe Raum wurde komplett eingerüstet. „Die vom Arnsberger Architekturbüro Clemens und Maas geplanten Arbeiten laufen derzeit auf Hochtouren“, sagte Küster Andreas Feldmann, der jeden Tag nach dem Rechten schaut. Die Handwerker sind dabei, die Decke zu reinigen. Die Vertäfelung, die wegen der sicheren Befestigung einer Überprüfung mit Bravour standgehalten hat, soll statt der früher braunen eine gräuliche Lasur erhalten, damit der Raum heller wird. Parallel werden die Wände gereinigt, an denen der Innenputz an vielen Stellen sehr brüchig oder abgebröckelt ist. Weiter werden neue Elektroleitungen gelegt.
Im linken Teil der Kirche, wo die Priestersakristei, die Messdienersakristei und das WC untergebracht waren, wurden einige Wände gebrochen und versetzt. „Wir haben die Räume anders aufgeteilt, um Platz für eine Behindertentoilette und einen Küsterraum zu schaffen. Deshalb wird die Priestersakristei kleiner“, erklärte Pfarrer Markus Leber.

Altarraum wird erneuert

Daneben stehen die Sanierung und Neugestaltung des Eingangs an der Seite „Totenkeller“, die Erneuerung des Altarraums, des Fußbodens, die Neugestaltung der Beleuchtung, der Bau einer Außentreppe zur Orgelbühne, die als Notfalltreppe dienen soll, und die Überarbeitung der Bänke inklusive Polsterung auf der Agenda. Die Sitzplätze werden von vorher 400 auf 300 verringert. Der Pfarrer hofft, dass an Ostern 2021 der erste Gottesdienst in der neuen Kirche gefeiert werden kann, wenn die Corona-Maßnahmen es zulassen. Bis dahin soll auch die neue Orgel von der Firma Eisenbarth aufgebaut sein. Ursprünglich war geplant, die Orgel aus der Olper Pallottikirche zu übernehmen, was aber letztlich nicht zustande kam (die SZ berichtete am Freitag). Die Kosten für das neue Kircheninstrument in Höhe von 350 000 Euro hat ein Einzelspender übernommen, worüber der Pfarrer sehr dankbar ist.
Die Finanzierungslücke ist dennoch sehr groß und beläuft sich nach dem Spendeneingang von rund 42.000 Euro in diesem Jahr derzeit auf 266.283,33 Euro. Deshalb ist die Kirchengemeinde dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Spenden können unter dem Stichwort „Renovierung“ auf folgende Konten geleistet werden: Volksbank Olpe-Wenden-Drolshagen, IBAN: DE94 4626 1822 0031 9783 04; Sparkasse Olpe-Drolshagen-Wenden, IBAN: DE13 4625 0049 0005 0272 63.
Seit Beginn der Renovierung werden die Sonntagsgottesdienste im St.-Clemens-Haus und Taufen, Andachten und die Messe am Samstagmorgen in der kleinen Kirche gefeiert. „Im Clemenshaus, das für 300 Sitzplätze genehmigt ist, hatten wir zunächst 90 Plätze, durch die verschärften Maßnahmen jetzt aber nur noch 60 Plätze. In der kleinen Kirche haben wir Stühle in die freien Seitengänge gestellt, so dass dort ebenfalls bis zu 60 Gläubige zugelassen sind“, so Pfarrer Leber.
Doch er stelle mit Bedauern fest, dass es die Zahlen von früher bei weitem nicht mehr gebe. „Ein Teil der Gemeinde fehlt, darunter viele ältere Gemeindemitglieder. Ich befürchte, dass manche nicht wiederkommen, wenn Corona vorbei ist, was sehr traurig ist. Denn Gemeinde lebt vom Zusammenhalt, was auch die Vereine betrifft.“

Gewaltige Herausforderung

Es sei derzeit eine gewaltige Herausforderung, abzuwägen, wie man Kontakt halte und wen man besuche, meinte der Pfarrer. Das gelte auch innerhalb des Teams im Pastoralverbund. „Wenn einer von uns infiziert ist, muss der gesamte Pastoralverbund in Quarantäne, und es würde eine Notversorgung eingerichtet. Das an Allerheiligen oder Weihnachten wäre der Supergau.“
Für die Kirche sei es jedoch in diesen schwierigen Zeiten wichtig, präsent zu sein und wolle in ihrem Verantwortungsbereich Angebote machen, so auch für Allerheiligen und St. Martin. Pfarrer Leber: „Ich hoffe sehr, dass wir an Weihnachten Gottesdienst mit den Gläubigen feiern können. Der virtuelle Gottesdienst, wie wir ihn an Ostern hatten, war nicht nur für uns Geistliche sehr komisch. Er war ein Notbehelf, kann aber kein Normalfall sein.“

Pfarrer Markus Leber inmitten der zahlreichen Gerüste im neuen Kirchenteil der St.-Clemens-Pfarrkirche.
Die Priestersakristei wird verkleinert und macht Platz für ein behindertengerechtes WC.
Autor:

Marianne Möller

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