Erweiterung geplant
Ministerin Scharrenbach mit Millionen fürs Heimathaus Drolshagen

Ina Scharrenbach überreichte den Förderbescheid an Dr. Stephan Schlösser, den Vorsitzenden des Heimatvereins Drolshagen. Mit
dabei (v. l.) Vorstandsmitglied Georg Melcher, Jochen Ritter (MdL), die Vorstandsmitglieder Petra Lütticke und Winfried Behme sowie Bürgermeister Uli Berghof.
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  • Ina Scharrenbach überreichte den Förderbescheid an Dr. Stephan Schlösser, den Vorsitzenden des Heimatvereins Drolshagen. Mit
    dabei (v. l.) Vorstandsmitglied Georg Melcher, Jochen Ritter (MdL), die Vorstandsmitglieder Petra Lütticke und Winfried Behme sowie Bürgermeister Uli Berghof.
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win Drolshagen. „Ein besonderer Tag für den Heimatverein und ein besonderer Tag für die ganze Stadt Drolshagen“: Bürgermeister Uli Berghof (CDU) lehnte sich bewusst weit aus dem Fenster, als er am Donnerstag in einem kurzen Redebeitrag im Heimathaus Stellung zum Anlass der Zusammenkunft bezog. Seine Parteifreundin Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, hatte eine Menge Geld mit in die Rosestadt gebracht. Nicht in bar, aber in Form eines rechtswirksamen Förderbescheides, der dem Heimatverein Drolshagen 889.000 Euro einbringen wird. Damit sind 90 Prozent der Baukosten gedeckt, die anfallen werden, um das Heimathaus, den vielfältig genutzten ehemaligen Gasthof Bone mitten in der Stadt, einerseits zu erweitern, andererseits über eine Aufzugsanlage komplett barrierefrei erschließbar zu machen.

Heimathaus Drolshagen endlich barrierefrei

Der Vorsitzende des Heimatvereins, Dr. Stephan Schlösser, zeigte sich begeistert von der bisherigen Entwicklung der Pläne – mit Ausnahme der langen Zeit zwischen Antrag und Bewilligung sei bislang alles weit einfacher fortgeschritten als es der Vorstand je erwartet hätte.

Nachdem sie den Füllfederhalter auf seine Eignung für Linkshänder getestet hatte, trug sich die Ministerin ins Gästebuch der Stadt ein.
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„Mit der Übernahme von 90 Prozent der Kosten wird uns eine hohe Summe anvertraut, aber wir werden sie für die Bürger investieren“, so Dr. Schlösser. Der Verein baue nicht für sich, sondern für alle Drolshagenerinnen und Drolshagener. Zum einen werde das Heimathaus, das eine Kombination aus öffentlicher Bücherei, Archiv, Vereinsheim, Tagungsstätte, Bildungsort und Feierstätte ist, um dringend nötige Räume erweitert, zum anderen das Haus „endlich barrierefrei“, was ihm ein großes Anliegen sei, so der Vorsitzende.

Ministerin übergibt Förderbescheid persönlich

Die Ministerin hatte außer dem Förderbescheid, einem „Heimat-Zeugnis“ aus dem Förderprogramm „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen“, auch jede Menge Lob für den Heimatverein Drolshagen mitgebracht. Ein solcher Verein stehe für den Untertitel des Förderprogramms, „Wir fördern, was Menschen verbindet“, denn ohne Ehrenamt sei Drolshagen, sei ganz Nordrhein-Westfalen nichts.
Sie fahre selbst durchs Land, um die Förderbescheide zu überreichen, denn es sei ihr ein wichtiges Anliegen, die Menschen kennenzulernen, die hinter diesem Ehrenamt stehen, sich selbstlos für andere einsetzen und – direkt nach dem wichtigsten Gut, der Gesundheit, das zweitwichtigste, die Zeit, einbrächten für andere. „Ihr Heimatverein ist so ein verbindendes Element.“
Dann wurde sie kurz dienstlich und ließ Dr. Schlösser den Förderbescheid sofort unterschreiben: „Umso schneller ist das Geld dann bei Ihnen.“

Heimat sei nicht politisch zu definieren

Der im Kreis Olpe direkt gewählte Landtagsabgeordnete, Jochen Ritter (CDU), freute sich über die Aufnahme des Drolshagener Projekts in das Förderprogramm. Es sei ein Beweis dafür, dass die Regierungskoalition keineswegs politisch definiere, was unter dem Begriff Heimat zu verstehen sei, sondern vielmehr das aufgreife, was örtlich unter „Heimat“ verstanden werde. Bürgermeister Berghof hatte noch recherchiert, dass die Summe die höchste Förderung ist, die ein privates Projekt in der Stadt je erhalten hat.

Vor ihrem Besuch in Drolshagen hatte die Ministerin noch Station in Meggen, Saalhausen und Attendorn gemacht. Hier hatte es gleichfalls Förderungen für Heimatprojekte gegeben: in Meggen für die ehemalige Kraftzentrale der Grube Sachtleben, die saniert werden soll, was das Land mit 195.000 Euro unterstützt, in Saalhausen für die St.-Jodokus-Kirche, deren umfassende Sanierung vom Land mit 96.000 Euro Landesmitteln unterstützt wird, und in Attendorn für das geplante Ständehaus, das allein 520.000 Euro Fördersumme erhielt.

Den Besuch im Kreis Olpe rundete ein kleiner Umtrunk in der Gaststube des Drolshagener Heimathauses ab, verbunden mit der Einladung des Bürgermeisters, gern immer wieder nach Drolshagen zu kommen, „am liebsten mit solchen Förderbescheiden“.
Die Pläne zum Anbau können unter kurzelinks.de/avk4 abgerufen werden.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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