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"Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem“
Ritterschlag für Drolshagener

Pfarrer Markus Leber mit den neuen Rittern des „Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem“, Elmar Huhn, Thomas Grütz und Volker Römer (v. l.).
  • Pfarrer Markus Leber mit den neuen Rittern des „Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem“, Elmar Huhn, Thomas Grütz und Volker Römer (v. l.).
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

mari Drolshagen/Fulda. Im Fuldaer Dom St. Salvator wurden jetzt Thomas Grütz aus Belmicke sowie Elmar Huhn und Volker Römer aus Drolshagen mit dem Ritterschlag durch Dr. Reinhard Kardinal Marx in den päpstlichen „Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem“ aufgenommen. Alle drei engagieren sich seit vielen Jahren im Pastoralverbund Drolshagen. Thomas Grütz (44) ist Kirchenmusiker der St.-Clemens-Pfarrgemeinde und engagiert sich ehrenamtlich über die sonntäglichen Gottesdienste hinaus bei Konzerten und anderen kirchlichen Veranstaltungen. Elmar Huhn (55) und Volker Römer (58) wirken engagiert im Kirchenvorstand mit.
Als Katholik bewährtDie Aufnahme in den Laienorden ist für die drei eine besondere Ehre. „Man kann sich nicht bewerben, sondern wird von etablierten Mitgliedern vorgeschlagen.

mari Drolshagen/Fulda. Im Fuldaer Dom St. Salvator wurden jetzt Thomas Grütz aus Belmicke sowie Elmar Huhn und Volker Römer aus Drolshagen mit dem Ritterschlag durch Dr. Reinhard Kardinal Marx in den päpstlichen „Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem“ aufgenommen. Alle drei engagieren sich seit vielen Jahren im Pastoralverbund Drolshagen. Thomas Grütz (44) ist Kirchenmusiker der St.-Clemens-Pfarrgemeinde und engagiert sich ehrenamtlich über die sonntäglichen Gottesdienste hinaus bei Konzerten und anderen kirchlichen Veranstaltungen. Elmar Huhn (55) und Volker Römer (58) wirken engagiert im Kirchenvorstand mit.

Als Katholik bewährt

Die Aufnahme in den Laienorden ist für die drei eine besondere Ehre. „Man kann sich nicht bewerben, sondern wird von etablierten Mitgliedern vorgeschlagen. Voraussetzung ist, dass man sich als katholischer Christ bewährt hat und bereit ist, die katholischen Aktivitäten und Einrichtungen im Heiligen Land in besonderer Weise zu fördern“, so Thomas Grütz, der auch dem Kammerchor Olpe als musikalischer Leiter vorsteht.„Ich finde es sehr wichtig, Gutes in diesem Land zu tun, das Zentrum unseres Glaubens ist. Wir unterstützen in Form von Hospizen das Katholische Patriarchat und die Ausbildung aller Kinder, egal ob katholisch, muslimisch oder jüdisch. Dadurch hoffen wir zu erreichen, dass Kinder, die in die gleiche Klasse gehen, später nicht aufeinander schießen“, sagte Volker Römer.

Zahlreiche Voraussetzungen erfüllt

„Bis zur Aufnahme vergehen drei Jahre. Vor der Investiturfeier ist man ein Jahr Gast und ein Jahr Kandidat“, berichtete Elmar Huhn. „Nach dieser Zeit erfolgte der Vorschlag zur Aufnahme, dem sich ein Bewerbungsgespräch mit dem leitenden Kontur und einer zweiten Person anschloss. Danach wurden wir eingeladen zum Konturtreffen in Meschede. Die Komturei hat dann über unsere Eignung entschieden. Zudem mussten wir einen Lebenslauf schreiben, der Ortspfarrer ein Zeugnis und der Bischof des Erzbistums eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen. Anschließend wurden die Vorschläge im Vatikan in Rom vom Papst über den Großmeister genehmigt.“

Orden mit 30.000 Mitgliedern

Markus Leber, Leitender Pfarrer des Pastoralverbunds Drolshagen, begleitete Thomas Grütz, Elmar Huhn und Volker Römer zur Investiturfeier in Fulda, die im Dom unter strengsten Corona-Bedingungen stattfand. Er ist wie Monsignore Bernhard Schröder und Kirchenvorstandsmitglied Paul Meurer selbst weltlicher Ritter im „Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem“. Die Kontakte zum päpstlichen Orden und zum Heiligen Land entstanden durch Altpfarrer Udo Linke (†), der ebenfalls dem päpstlichen Laienorden angehörte. Gemeinsam mit 13 weiteren Männern und Frauen erhielten Thomas Grütz, Elmar Huhn und Volker Römer den Ritterschlag, verbunden mit dem Gelöbnis, der Übergabe der Ordensinsignien (Jerusalemkreuz) und des Ordensmantels durch Kardinal Marx, Großprior der Statthalterei. Sie gehören nun zu den weltweit rund 30.000 Mitgliedern in 58 Statthaltereien, 1460 sind aus Deutschland.

Keine politischen Ziele

Der Orden mit Sitz im Vatikan ist entstanden aus einer spätmittelalterlichen Pilgerbewegung. Er verfolgt keine politischen Ziele. Vielmehr übernimmt die Gemeinschaft katholischer Frauen (Ordensdamen) und Männer (Ritter) seit 150 Jahren als päpstliche Institution unter Leitung eines Kardinal-Großmeisters besondere Aufgaben im Heiligen Land mit Schwerpunkt in Israel, Jordanien und Palästina. Die Mitglieder setzen sich ein für die Sicherung der religiösen Heimat der Christen, vor allem im Lateinischen Patriarchat von Jerusalem, und tragen zur Finanzierung seiner rund 60 Pfarreien und Einrichtungen bei. Ebenso fördern sie im Heiligen Land das Zusammenleben der Christen mit Muslimen und Juden und unterstützen Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, Altenheime und Menschen in Not.

Reise ins Heilige Land

Thomas Grütz hat bislang einmal das Heilige Land besucht, Elmar Huhn war schon mehrmals dort. Die Reise ins Heilige Land ist auch für Volker Römer ein fester Plan. „Momentan geht es ja durch Corona nicht, aber ich hoffe, dass ich in den nächsten zwei bis drei Jahren reisen kann.“ Er weiß von Thomas Grütz und Elmar Huhn, wie sehr sie von dem Land fasziniert sind, in dem Jesus geboren wurde, gelebt und gewirkt hat und gestorben ist. „Wenn man einmal da war, muss man einfach wieder hin. Man nimmt das Land mit seinen jahrtausendalten Kulturstätten mit allen Sinnen auf“, beschreibt Elmar Huhn seine Eindrücke. „Das Land ist kein Museum, es ist ein kultureller, alter Lebensraum mit viel Geschichte, durch den das christliche Leben in Westeuropa geprägt wurde.“

Autor:

Marianne Möller

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