SZ

Kleinste SGV-Hütte im Kreis Olpe
"Strunzkuchen" in herrlicher Landschaft

Das von der SGV-Abteilung Drolshagen gepachtete Areal ist jeden 1. Sonntag im Monat beliebte Anlaufstation für Wanderer, Radfahrer und Familien.
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  • Das von der SGV-Abteilung Drolshagen gepachtete Areal ist jeden 1. Sonntag im Monat beliebte Anlaufstation für Wanderer, Radfahrer und Familien.
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yve Drolshagen-Benolpe. Auf Schusters Rappen bewegen sich an diesem frühen Nachmittag Paare, kleine Gruppen und Familien. Bei der Anfahrt in Richtung Benolpe sehe ich nicht nur Wanderfreunde, auch Rad- und Motorradfahrer begegnen mir. Offenbar haben alle ein gemeinsames Ziel – die Hütte der SGV-Abteilung Drolshagen. Umgeben von altem Baumbestand liegt sie ausgeschildert inmitten herrlicher Landschaft im Bereich „Hepper“, zu erreichen über die Benolper Dorfstraße Am Hofgarten.

„Das ist die kleinste SGV-Hütte im ganzen Kreis Olpe“, verrät mir Angela Eck, die mit Agatha Rottmann und Karl-Heinz Maiworm das Vorstandsteam der SGV-Abteilung bildet.

yve Drolshagen-Benolpe. Auf Schusters Rappen bewegen sich an diesem frühen Nachmittag Paare, kleine Gruppen und Familien. Bei der Anfahrt in Richtung Benolpe sehe ich nicht nur Wanderfreunde, auch Rad- und Motorradfahrer begegnen mir. Offenbar haben alle ein gemeinsames Ziel – die Hütte der SGV-Abteilung Drolshagen. Umgeben von altem Baumbestand liegt sie ausgeschildert inmitten herrlicher Landschaft im Bereich „Hepper“, zu erreichen über die Benolper Dorfstraße Am Hofgarten.

„Das ist die kleinste SGV-Hütte im ganzen Kreis Olpe“, verrät mir Angela Eck, die mit Agatha Rottmann und Karl-Heinz Maiworm das Vorstandsteam der SGV-Abteilung bildet. Es ist der erste Sonntag im August, die Temperaturen sind angenehm, die Sonne scheint, nur zeitweise wird sie von harmlosen Wolken verdeckt, beruhigend plätschert der Bachlauf im Hintergrund – bestes Wanderwetter für den Auftakt der neuen SZ-Serie über bewirtschaftete Hütten im Kreis Olpe.

"Beim Umbau ist das
Maximum erzielt worden."

Angela Eck
im SGV-Vorstandsteam

Agatha Rottmann möchte frischen Kaffee besorgen. Sie reiht sich in die lange Schlange ein, die sich plötzlich vor der Ausgabe bildet. Die Besucher tragen Tortenstücke, Kuchen, Kaltgetränke und Würstchen zu den Tischen unter der urigen Remise. Freie Plätze gibt es kaum noch, auch nicht an den Stehtischen. „Das liegt an unserem ,Strunzkuchen’“, lacht Angela Eck. „Das ist der beste weltweit, von den Waffeln aus der Hütte ganz zu schweigen“, wirbt sie euphorisch für die Backkünste ihrer Mitstreiter.

Beim Umbau Maximum erzielt 

Das muss ich mir anschauen. Durch einen Seiteneingang betrete ich das mit Schiefer verkleidete Häuschen. „Es ist schon fast alles weg“, sagt jemand in der Küche. Per Knopfdruck öffnet sich dann eine Luke, die zum Keller führt. Aus der kühlen Tiefe muss immer wieder Getränke-Nachschub nach oben befördert werden. Der Service läuft wie am Schnürchen. Auf kleinstem Raum, auf etwa 10 Quadratmetern, „ist Hightech verarbeitet“, erzählt Angela Eck. „Beim Umbau ist wirklich das Maximum erzielt worden.“

Agatha Rottmann und Angela Eck vom Vorstandsteam (v. l.) vor der kleinsten SGV-Hütte im Kreis Olpe.
  • Agatha Rottmann und Angela Eck vom Vorstandsteam (v. l.) vor der kleinsten SGV-Hütte im Kreis Olpe.
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Seit den 1960er-Jahren steht das kleine Gebäude hier, seinerzeit errichtet, um die Wasserversorgung in der Drolshagener Ortschaft Benolpe sicherzustellen. Erst im Jahr 2007 wird aus dem Wasserhäuschen die SGV-Hütte. „Vorher waren wir nicht sesshaft“, informiert Agatha Rottmann und zeigt auf das Dach. Das alte sei über 40 Jahre der Witterung ausgesetzt gewesen und habe dringend erneuert werden müssen. Erfolgreich hätten sich die SGVler um eine Leader-Förderung beworben. Mit der neuen Schiefereindeckung sei der Erhalt der kleinsten SGV-Hütte im Kreis nun langfristig gesichert. Dank des Zuschusses säumen nun auch Naturerlebnistafeln zu den Themen „Heimische Singvögel“, „Waldvögel“, „Heimische Tiere“, „Greifvögel“ und „Bäume“ den Aufgang zur Raststation mit transportabler Sanitäranlage.

Grüne Läden öffnen jeden ersten Sonntag im Monat

Jeden ersten Sonntag im Monat öffnen sich die grünen Läden an den kleinen Fenstern der SGV-Hütte. Von 14 bis 18 Uhr bewirtschaften wechselnde Teams der Abteilung Gäste. „Das sind nicht nur Wanderer“, erzählt Angela Eck. „Wir haben mit der Mountain-, E-Bike- und Walking-Gruppe auch Unterabteilungen, „Jeder macht dann seinen Lieblingskuchen, die Biker werfen auch gerne den Grill an.“

Vor der Ausgabe bildet sich am Sonntag eine lange Schlange, die hausgemachten Kuchen und Torten sind begehrt.
  • Vor der Ausgabe bildet sich am Sonntag eine lange Schlange, die hausgemachten Kuchen und Torten sind begehrt.
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Christa Bitsching schwört auf Philadelphia-Torte. Heute steht sie nicht in der Küche, sie genießt mit ihrer Freundin die Köstlichkeiten der anderen. Mit den beiden Frauen am Tisch sitzen Generationen, Kinder haben sich für Waffeln und Schokoladenkuchen entschieden, Eltern und Großeltern genießen die kleine Auszeit bei Kaffee, Weizenbier, Pils oder Radler. Sämtliche Einnahmen fließen dieses Mal nicht in die Vereinskasse, sondern sind für die Opfer der verheerenden Flutkatastrophe bestimmt. Die Kasse klingelt.

Beliebte Anlaufstation ist Teil des neuen Jausenpfads

Es ist ein ständiges Kommen und Gehen an der beliebten Anlaufstation. Sie liegt am Wanderweg A 9 und ist Teil des neuen „Jausenpfads“, auf dem vier bewirtschaftete Einkehrmöglichkeiten im Drolshagener Land erreicht werden können.

Eine davon ist der „Treffpunkt Alter Bahnhof“ in Hützemert – gelegen am längsten Radfahrtunnel in NRW und am Bergischen Panoramaweg. Der zweite Teil der SZ-Serie führt zu diesem ehemaligen Stationsgebäude, das die Dorfgemeinschaft in nur dreizehnmonatiger Umbauzeit in ein Dorfhaus und eine Raststätte für Einheimische und Reisende umfunktioniert und dabei das historische Ambiente außen wie innen mit Augenmaß erhalten hat.

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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