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Anbau beherbergt neue Lernküche in der Jause „Op’m Stupper“ / Positive Entwicklung in Stupperhof schreitet voran
Viel Platz zum Kochen und Backen

Geräumig und funktional ist die neue Küche in der Jause „Op’m Stupper“. Darüber freuen sich nicht nur Juline (l.) und Lydia (3. v. l.), zwei von acht Jugendlichen, die in der Wohngruppe in Stupperhof leben, sondern auch Wohngruppenleiter Jörg Höfer (2. v. l.) und Reinhard Geuecke (r.), Leiter des Olper Josefhauses.  Fotos: yve
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  • Geräumig und funktional ist die neue Küche in der Jause „Op’m Stupper“. Darüber freuen sich nicht nur Juline (l.) und Lydia (3. v. l.), zwei von acht Jugendlichen, die in der Wohngruppe in Stupperhof leben, sondern auch Wohngruppenleiter Jörg Höfer (2. v. l.) und Reinhard Geuecke (r.), Leiter des Olper Josefhauses. Fotos: yve
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yve ■ Nur wenige Gebäude befinden sich in dem kleinen Drolshagener Örtchen Stupperhof. Man könnte auch meinen, „da ist der Hund verfroren“. Dass dem nicht so ist, wissen Ausflügler, die die Jause „Op’m Stupper aufsuchen, die eingebettet ist in ein pädagogisches Gesamtkonzept der Jugendwohngruppe „Stupperhof“. Hier arbeiten Bewohner und Mitarbeiter des Josefshauses Olpe, heilpädagogisches Heim für Kinder und Jugendliche, Hand in Hand.

Vor nunmehr zwölf Jahren wurde die Scheune des Hofes zu einer rustikalen Gastronomieeinrichtung umgebaut, die an Samstagen und Sonntagen, an Feiertagen sowie zu Veranstaltungen öffnet. Offeriert werden neben Getränken Waffeln, Snacks oder Tortenspezialitäten, die an Wochenenden in der näheren Umgebung so nicht zu erwerben sind.

yve  Nur wenige Gebäude befinden sich in dem kleinen Drolshagener Örtchen Stupperhof. Man könnte auch meinen, „da ist der Hund verfroren“. Dass dem nicht so ist, wissen Ausflügler, die die Jause „Op’m Stupper aufsuchen, die eingebettet ist in ein pädagogisches Gesamtkonzept der Jugendwohngruppe „Stupperhof“. Hier arbeiten Bewohner und Mitarbeiter des Josefshauses Olpe, heilpädagogisches Heim für Kinder und Jugendliche, Hand in Hand.

Vor nunmehr zwölf Jahren wurde die Scheune des Hofes zu einer rustikalen Gastronomieeinrichtung umgebaut, die an Samstagen und Sonntagen, an Feiertagen sowie zu Veranstaltungen öffnet. Offeriert werden neben Getränken Waffeln, Snacks oder Tortenspezialitäten, die an Wochenenden in der näheren Umgebung so nicht zu erwerben sind. Das berichtete jedenfalls gestern Jörg Höfer, Leiter der Wohngruppe und der Jause. Doch die acht Mädchen und Jungen zwischen 14 und 21 Jahren, die abwechselnd im zweiwöchigen Rhythmus dem Personal helfen, mussten in der Küche allerdings unter sehr erschwerten Bedingungen wirtschaften.

„Meist war es einfacher für die Mitarbeiter, die Kuchen und die Torten zu Hause vorzubereiten“, berichtetet Reinhard Geuecke, Leiter des Josefhauses. Diese Zeiten gehören nun der Vergangenheit an. Im Zuge der Verlängerung des Mietvertrages hat Michael Hüttmann, der Eigentümer der Immobilie, einen Anbau errichten lassen, der nun eine nagelneue Küche beherbergt. Unterstützt wurde die Maßnahme mit 20 000 Euro von der Deutschen Postcode-Lotterie, die einen Teil der Einnahmen aus Losverkäufen für gemeinnützige Projekte vergibt. „Das war ein großer Geldsegen für uns“, freute sich Geuecke.

Mit dem Ausbau der Küche hin zu einer Lernküche wurde das nachhaltige Konzept der Wohngruppe weiter geschärft. Durch die Mitarbeit in und Mitverantwortung für die Jause erwerben die Jugendlichen Grundkompetenzen wie Pünktlichkeit, Höflichkeit, Verlässlichkeit, angemessene Ansprache in einem geschützen, aber dennoch offenen Rahmen.

Jetzt können die „Köche“ unter Anleitung selbst Speisen zubereiten, die über das bisherige Angebot hinausgehen und erhalten auch Rückmeldungen der Gäste. So sollen die Selbstwirksamkeit gesteigert und zentrale Kompetenzen und Fertigkeiten erlernt werden. Zudem, so erläuterte Reinhard Geuecke, stehe die neue Küche auch anderen Kindern und Jugendlichen des Josefshauses für gezielte Kochtrainings offen.

Das Angebot des „Stupperhofs“ richtet sich in der Regel an Jugendliche mit psychischen Belastungen und milieubedingten Beeinträchtigungen. Die Wohngruppe bietet den jungen Menschen einen entwicklungsfördernden und sicheren Raum mit klaren Strukturen und Kontinuität. „Wir bieten hier ein realistisches Lernumfeld an“, fasste der Leiter des Josefhauses das Konzept zusammen. Dass die Tätigkeit in der Jause dabei richtig Spaß machen kann, erzählten bei der Vorstellung der neuen Küche auch die Bewohnerinnen Lydia (21) und Juline (14). Für Lydia ist es in erster Linie wichtig, dass Ordnung herrscht. „Ich bin gerne in der Küche, allerdings wussten wir in der Vergangenheit nicht, wohin mit dem ganzen Geschirr.“ Selbst Lagermöglichkeiten seien nicht vorhanden gewesen. Auch im Service helfen die Mädchen gerne aus. „Ich finde es einfach schön, wenn die Kunden zufrieden sind“, erzählte Lydia.

Es ist bekannt, dass die Jause eine hohe Verweilqualität biete, so Geuecke. „Wir sind anerkannt im Sozialraum.“ Seinerzeit den Mut gehabt zu haben, aus einer Scheune Gastronomie zu machen, sei eine goldrichtige Entscheidung gewesen. Nach der Einweihung des neuen Spielplatz-Areals mit Rätselpfad im vergangenen Jahr ist mit dem Küchenanbau nun ein weiterer Meilenstein in der positiven Entwicklung des „Stupperhofs“ gesetzt worden.

Die Jause „Op’m Stupper“ öffnet ganzjährig an Samstagen von 14 bis 18 Uhr, an Sonntagen von 12 bis 18 Uhr sowie für Gruppen nach Vereinbarung.

Geräumig und funktional ist die neue Küche in der Jause „Op’m Stupper“. Darüber freuen sich nicht nur Juline (l.) und Lydia (3. v. l.), zwei von acht Jugendlichen, die in der Wohngruppe in Stupperhof leben, sondern auch Wohngruppenleiter Jörg Höfer (2. v. l.) und Reinhard Geuecke (r.), Leiter des Olper Josefhauses.  Fotos: yve
Die Wohngruppe „Stupperhof“ des Olper Josefhauses verfügt nun über einen Anbau, der eine neue Küche beherbergt.
Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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