Verstromung der Modelpalette

Für Peugeot soll 2023 zum „elektrischen Jahr“ werden

2023 hat Peugeot zu seinem „elektrischen Jahr“ erklärt. Es beginnt mit dem e-208, der mehr Leistung (115 kW/156 PS) und Reichweite (400 km) erhält.

2023 hat Peugeot zu seinem „elektrischen Jahr“ erklärt. Es beginnt mit dem e-208, der mehr Leistung (115 kW/156 PS) und Reichweite (400 km) erhält.

Es läuft nicht immer alles reibungslos, wenn eine Automarke unter ein neues Konzerndach schlüpft. Das bekommen mitunter Ingenieure zu spüren, deren Modellentwicklungen weit fortgeschritten und dann für den Papierkorb sind. So erging es dem Opel-Team, das 2017 den Corsa fast fertig hatte. Mit der Eingliederung in den PSA-Konzern im selben Jahr wurde jedoch entschieden, die neue Corsa-Generation jetzt auf die fertig entwickelte CMP-Plattform der Franzosen zu stellen. Aus heutiger Sicht das Beste was den Rüsselsheimern passieren konnte.

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In einer ähnlichen Situation befindet sich derzeit Peugeot (und in Folge sicher auch Citroën und DS). Seit Anfang 2021 regiert die neue Konzernmutter Stellantis. Zu ihr gehören neben den PSA-Marken unter anderem auch Fiat, Abarth, Alfa Romeo, Jeep, Dodge, RAM und Maserati. Stellantis-Chef Carlos Tavares verfolgt dabei eine neue Plattformstrategie. Zukünftig sollen elektrische Pkw-Modelle, je nach Segmentgröße, entweder auf der sogenannten STLA Small, Medium oder Large stehen.

Plattform für die größeren E-Peugeots noch unklar

Diese Entscheidung dürfte erheblichen Einfluss auf die noch unter PSA entwickelte, neue Elektroarchitektur eVMP (Electric Vehicle Modular Platform) haben. Auf ihr sollten ab 2024 erste Modelle des D-Segments (Mittelklasse und höher) stehen. Bei Peugeot wären dies die nächsten Generationen des 5008 und 508. Auf welcher Plattform beide Modelle letztlich vom Band laufen werden, bleibt Spekulation. Gut möglich, dass Stellantis aus Kostengründen die eVMP in der STLA Large wird aufgehen lassen.

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Peugeot wird die erste Marke von Stellantis sein, die die neue Generation von Mild-Hybridantrieben der Gruppe einführt. Zunächst profitieren Käufer eines 3008 und 5008 davon.

Peugeot wird die erste Marke von Stellantis sein, die die neue Generation von Mild-Hybridantrieben der Gruppe einführt. Zunächst profitieren Käufer eines 3008 und 5008 davon.

Als sicher gilt zumindest, dass der nächste 5008 erneut eine siebensitzige Konfiguration, aber erstmals einen Elektroantrieb haben wird. Eine Elektrifizierung war bislang aufgrund des platzraubenden Sitzkonzepts nicht möglich. Der Marktstart soll Ende 2024 sein. In Diskussion ist zudem, den 5008, immerhin das Flaggschiff-SUV der Löwenmarke, mit Brennstoffzellenantrieb zu versehen. Erfahrungen sammelt Peugeot hier in Kooperation mit Opel. Im LCV-Segment (Light Commercial Vehicle) haben beide bereits Wasserstofflieferwagen auf der Straße.

Noch im kommenden Jahr wird Peugeot den neuen 3008 der Öffentlichkeit präsentieren, in den Verkauf geht das Kompakt-SUV dann im Frühjahr 2024. Debüt wird auch hier der vollelektrische Antrieb haben. Als Basis könnte die STLA-Medium-Architektur dienen. Alle drei STLA-Plattformen laufen unter dem Namen „e-Native“.

Das Jahr beginnt mit dem e-208

2023 hat Peugeot zu seinem „elektrischen Jahr“ erklärt. Es beginnt mit dem e-208, der mehr Leistung (115 kW/156 PS) und Reichweite (400 km) erhält. Das chic gestylte Modell hat sich in Europa zum meistverkauften E-Auto im B-Segment gemausert, fährt auf Platz eins unter den Stromern in Frankeich und hat sich seit Einführung 2019 rund 110.000-mal verkauft.

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Dem e-208 folgen Mitte des Jahres der e-308 und e-308 SW. Letzterer könnte zum ersten elektrischen Kombi eines europäischen Herstellers werden, falls dem nicht Opel mit den Astra-e Sport Tourer zuvorkommt. Im e-308 steckt ein neu entwickelter 54-kWh-Akku, gut für über 400 Kilometer Reichweite und nicht zuletzt das Resultat eines effizienten Antriebs. Der Stromverbrauch soll bei rund 14 kWh/100 km liegen.

Dem e-208 folgen Mitte des Jahres 2023 der e-308 und e-308 SW.

Dem e-208 folgen Mitte des Jahres 2023 der e-308 und e-308 SW.

Peugeot wird die erste Marke von Stellantis sein, die die neue Generation von Mild-Hybridantrieben der Gruppe einführt. Zunächst profitieren Käufer eines 3008 und 5008 davon, später auch jene des 2008, der das 48-Volt-System mit seinem Facelift im Sommer 2023 erhält.

Mit der Einführung des Mildhybrids kommt ein neuer Dreizylinder-Turbobenziner mit 100 kW/136 PS plus Doppelkupplungsgetriebe (DSG) zum Einsatz. Peugeot verspricht 15 Prozent weniger Verbrauch. Langsames E-Fahren soll bis zu einem Kilometer möglich sein. Später wird das DSG durch ein e-DSG ersetzt. Die Produktion baut Stellantis derzeit in Mirafiori auf.

Seine Messe-Premiere feierte jüngst der 408 auf dem Pariser Autosalon. Bei der 4,70 Meter langen Coupé-Limousine setzt Peugeot auf Design und Avantgarde.

Seine Messe-Premiere feierte jüngst der 408 auf dem Pariser Autosalon. Bei der 4,70 Meter langen Coupé-Limousine setzt Peugeot auf Design und Avantgarde.

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Seine Messepremiere feierte jüngst der 408 auf dem Pariser Autosalon. Bei der 4,70 Meter langen Coupé-Limousine, die im kommenden Frühjahr auf den Markt kommt, setzt Peugeot auf Design und Avantgarde sowie zunächst auf zwei Plug-in-Hybride. Mit der vollelektrischen Version e-408 ist jedoch Anfang 2024 zu rechnen. Es wäre dann die Nummer fünf der versprochenen fünf Stromer.

Nicht auf den Salon geschafft hat es das Concept Car „Inception“. Bei der Studie soll es sich um die Vorschau eines elektrischen Kompaktmodells handeln, der 2025 kommen könnte. Das City-Car steht auf der STLA-Small-Architektur. Peugeot plant, den „Inception“ nun Anfang Januar zu präsentieren.

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