TuS Erndtebrück: Blasorchester Stadt Kreuztal spielt zum Jubiläum auf
Verein feiert 125. Geburtstag mit vielseitiger Musik

Das Blasorchester Stadt Kreuztal konzertierte begeisternd in der ev. Kirche Erndtebrück. Anlass: das 125-jährige Bestehen des TuS Erndtebrück.
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  • Das Blasorchester Stadt Kreuztal konzertierte begeisternd in der ev. Kirche Erndtebrück. Anlass: das 125-jährige Bestehen des TuS Erndtebrück.
  • Foto: Guido Schneider
  • hochgeladen von Claudia Irle-Utsch (Redakteurin)

schn Erndtebrück/Kreuztal. Ein ziemlich gut aufgelegter Tobias Schütte führte am Samstagabend durch ein hörenswertes Konzert des Blasorchesters Stadt Kreuztal - zu Ehren des TuS Erndtebrück. Der Turn- und Sportverein feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurde die ev. Kirche in Erndtebrück einmal mehr zum Konzertsaal. Das bunte und abwechslungsreiche Programm der Musiker aus Kreuztal machte gute Laune und war ein würdiger Auftakt für das Jubiläumsjahr. „Wir wollen jedem Geschmack etwas bieten“, kommentierte Schütte das Programm und brachte damit auf den Punkt, was in den kommenden zwei Stunden auf die Gäste zukommen sollte. Die Kreuztaler boten eine Mischung aus ganz klassischen Werken und modernen Interpretationen. Es war eben nicht das typische Klassikkonzert, das Blasorchester bewies Mut und belohnte sich und sein Publikum.

"Hallelujah" von Leonard Cohen wegweisend

Die Eröffnung bildete der „Grand March“ von Soichi Konagaya, bei dem sich gleich zeigte, wo das Blasorchester seine Stärken im wahrsten Wortsinne ausspielen kann. „Die Hochzeit des Figaro“ zeigte dann aber, dass man in Kreuztal auch die feinen, klassischen Klänge beherrscht, auch ohne Streicher auf der Bühne. Das „Hallelujah“ von Leonard Cohen zeigte endgültig, wo an diesem Abend die Reise hingehen sollte. Es waren die Brüche zwischen den Werken, die Unterschiedlichkeiten der Genres, die die Stärke dieses Konzerts ausmachten. Nach einem Stück aus der Popmusik ging es gleich wieder zurück in die italienische Oper. Das Finale von Gioachino Rossinis „Wilhelm Tell“ zeigte sich wieder sehr klassisch. Der „Libertango“ von Astor Piazzolla, "Schwerstarbeit" für das Saxophon, entführte nach Südamerika. Der erste Teil des Abends endete mit „Euphoria“ von Martin Scharnagl. Diese ganz moderne Polka schien wie für das Kreuztaler Blasorchester geschrieben.

"Ist das noch Bach?"

Der zweite Teil begann mit einem Paukenschlag. „Ist das noch Bach?", fragte Tobias Schütte. Denn die berühmte Toccata in d-Moll gab es in einer Rock-Version, uptempo gespielt und mit viel Druck. Gelungen und mutig. In die komplette Gegenrichtung ging es mit „Sound Of Silence“ von Simon & Garfunkel, hier wurde es ruhig und getragen. Aber auch hier zeigte das Orchester seine große Vielseitigkeit. Der „Sound Of Ireland“ aus der Feder von Militärmusiker Guido Rennert verbindet unterschiedliche, weltbekannte Themen der irischen Musik. Besonderes Highlight war hier das Intermezzo der Schlagzeuger an der Tischplatte, eine Imitation des klassischen irischen Stepptanzes.

Polka, Marsch und Turnerlied

Noch einmal ganz klassisch wurde es mit der Tritsch-Tratsch-Polka von Johann Strauß und dem Graf-Zeppelin-Marsch von Carl Teike. Den Abschluss bildete eine Symbiose aus „Oh When The Saints“ und Händels „Hallelujah“. Auch das war wieder ein mutiges Stück mit großem Unterhaltungswert
Nicht unerwähnt bleiben soll die Zugabe, das „Turnerlied“, das  die Gäste gleich zweimal einforderten.

Autor:

Guido Schneider aus Siegen

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