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CDU-Gemeindeverband mit deutlichem Votum
100 Prozent für Steffen Haschke

CDU-Gemeindeverbandschef Rolf Duchardt gratulierte gestern dem Bürgermeisterkandidaten Steffen Haschke zum eindeutigen Votum. Mit im Bild: Steffen Haschkes Lebensgefährtin Julia Schwope und Fraktionsvorsitzender Heinz-Josef Linten (v. r.). Foto: Holger Weber
  • CDU-Gemeindeverbandschef Rolf Duchardt gratulierte gestern dem Bürgermeisterkandidaten Steffen Haschke zum eindeutigen Votum. Mit im Bild: Steffen Haschkes Lebensgefährtin Julia Schwope und Fraktionsvorsitzender Heinz-Josef Linten (v. r.). Foto: Holger Weber
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howe Erndtebrück. Deutliche Worte bei seiner Vorstellung, deutliches Votum im Anschluss: Der CDU-Gemeindeverband Erndtebrück demonstrierte gestern große Geschlossenheit und stimmte zu 100 Prozent für Steffen Haschke als Bürgermeisterkandidat. Wenn am 13. September 2020 die Wahl ansteht, dann soll der 43-jährige Birkefehler nach dem Willen der Christdemokraten ins Rathaus einziehen und den amtierenden Verwaltungschef Henning Gronau (SPD) ablösen. Steffen Haschke gab am Montagabend in der Pulverwaldgaststätte bei Bauers eine starke Figur...

howe Erndtebrück. Deutliche Worte bei seiner Vorstellung, deutliches Votum im Anschluss: Der CDU-Gemeindeverband Erndtebrück demonstrierte gestern große Geschlossenheit und stimmte zu 100 Prozent für Steffen Haschke als Bürgermeisterkandidat. Wenn am 13. September 2020 die Wahl ansteht, dann soll der 43-jährige Birkefehler nach dem Willen der Christdemokraten ins Rathaus einziehen und den amtierenden Verwaltungschef Henning Gronau (SPD) ablösen. Steffen Haschke gab am Montagabend in der Pulverwaldgaststätte bei Bauers eine starke Figur ab.

In seiner 20-minütigen Rede ließ er zunächst seinen Lebenslauf Revue passieren: 43 Jahre, Vater dreier Kinder, zeitlebens in der Gemeinde Erndtebrück gelebt, in den Kindergarten in Birkelbach gegangen, die Grundschule Birkelbach besucht und auf das Städtische Gymnasium nach Bad Laasphe gewechselt. Steffen Haschke absolvierte seine Ausbildung zum Industriekaufmann, bildete sich zum Industriefachwirt weiter und arbeitet seit 2013 bei den Erndtebrücker Eisenwerken. In den Vereinen ist er heimisch, hat das Trikot der Sportfr. Birkelbach getragen und 150 Spiele für den SV Schameder absolviert.

Beim Schießverein Tell Birkefehl war er König und Kaiser, lange Zeit war er in der Burschenschaft aktiv. Seit 1993 singt er beim MGV Sangeslust, ist dort seit 2008 Vorsitzender. 1999 startete Steffen Haschke mit der Kommunalpolitik, seit 2014 sitzt er im Gemeinderat. „Mein Entschluss steht fest. Wir können gemeinsam was bewegen“, wandte sich der 43-Jährige an die 22 CDU-Mitglieder des Gemeindeverbands. „Erndtebrück und die Menschen sind es wert, sich reinzuknien und die Ärmel hochzukrempeln.“ Er wolle ein Bürgermeister sein, der sich aktiv mit den Ideen einbringe und für alle Bürger des Kernorts und der Dörfer da sei. „Viele Ideen werde ich mit dem Gemeindeverband als Team besprechen.“ Die finanzielle Situation Erndtebrücks sei „miserabel“. Steffen Haschke sprach von einem „gefühlten Stillstand und einer Perspektivlosigkeit“. Mit Herz und Verstand müsse man da rauskommen. Und: „Wir müssen alle Möglichkeiten nutzen, um die Belastung der kommenden Generationen nicht zu erhöhen.“

Gefragt seien alle gemeinsam: Verwaltung, Politik, Unternehmer, Ehrenamtler und Bürger. Für ihn gehörten regelmäßige Gespräche zwischen Gewerbe und Politik zum Alltag. Erndtebrück biete Arbeitsplätze und müsse als Wohnort attraktiv sein, um junge Leute hier zu halten. Das Ehrenamt werde stark praktiziert. Die Vereine identifizierten sich mit Erndtebrück und hätten einen hohen Anteil am gesellschaftlichen Leben. „Diese Ehrenamtler müssen wir stärken“, forderte Steffen Haschke. Seine Vision: In 2030 sei Erndtebrück „lebenswert, liebenswert“, mit gesicherten Finanzen, mit guter Verkehrsanbindung, mit ordentlicher Schullandschaft, mit Unternehmen und einem gesicherten Bundeswehrstandort sowie mit zufriedenen Menschen.

Mehrfach machte Steffen Haschke am Montagabend deutlich, dass die kommenden Aufgaben nur gemeinsam angegangen werden könnten. „Wir als CDU müssen auch wieder auf die anderen zugehen.“ Das Gegeneinander bringe einen nicht zum Ziel. „Die sachliche Auseinandersetzung soll vor allem stehen.“ Viele Bürger schauten darauf, so der Bürgermeisterkandidat der Erndtebrücker CDU, welches Personal der Bürgermeister hinter sich habe. „Ich möchte unsere Fraktion so aufstellen, dass hinter dem Bürgermeister eine starke Fraktion steht“. Man müsse sich am Bürger orientieren. Das zeige das Beispiel „KAG“ ganz deutlich. „Die Änderungen des KAG können nicht das Ende der Fahnenstange sein“, formulierte Steffen Haschke eines seiner politischen Themen. „Es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung geschehen. Aber es muss noch mehr kommen.“ Steffen Haschke deutlich: „An einer vollständigen Abschaffung führt in NRW kein Weg vorbei.“ Und es könne nicht sein, dass jede noch so kleine Straße „mit allem Zipp und Zapp“ ausgebaut werde. „Wir müssen uns an die örtlichen Verhältnisse anpassen und uns von den Bürgern leiten lassen.“ Er wolle die Bürger ehrlich mitnehmen. Und wann immer kritisiert werde, dürfe man sich nicht ins Schneckenhaus verkriechen, sondern müsse sich der Kritik stellen. „Vor uns liegt noch ein weiter Weg“, wandte sich der Birkefehler an seine christdemokratischen Freunde. „Als Bürgermeister will ich kein typischer Politiker sein.“ Er suche den offenen und kontroversen Dialog mit den Bürgern. Und er wolle für Erndtebrück antreten und die Dinge gemeinsam anpacken, gemeinsam für ein attraktives Erndtebrück und gemeinsam wolle man die Wahl in 2020 gewinnen.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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