Agrarreform in Kooperation mit den Landwirten umsetzen

Eckhard Uhlenberg erklärte CDU-Agrarpolitik in Schameder

BW Schameder. Es ist mal wieder Wahlkampf. Am übernächsten Sonntag wird das neue Europaparlament gewählt, zudem stehen in Nordrhein-Westfalen ja bald Kommunal- und 2005 auch Landtagswahlen an. Grund genug für Eckhard Uhlenberg, den Wittgensteiner Landwirten die agrarpolitischen Vorstellungen der NRW-CDU vorzustellen. Die konventionelle Landwirtschaft müsse weiterhin im Mittelpunkt stehen, so die zentrale Aussage des Vorsitzenden des Landesagrarausschusses der Christdemokraten.

Die Direkt- sowie auch die Regionalvermarktung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen seien nicht das Allheilmittel, fügte der Soester Landwirt bei seinem Vortrag in Schameder hinzu. Denn der Agrarstandort Nordrhein-Westfalen, nach Niedersachsen und Bayern das wichtigste Agrarland in der Republik, müsse für den nationalen und den europäischen Markt produzieren können. »Reformen in der Agrarpolitik sollten in Kooperation mit den Landwirten erarbeitet werden«, erläuterte Eckhard Uhlenberg, was derzeit vernachlässigt werde. »Die Landwirtschaft hat nur Perspektiven, wenn der Berufsstand, der landwirtschaftliche Unternehmer, einbezogen wird.« Welche Auswirkungen die derzeit anlaufende Agrarreform auf die heimische Landwirtschaft haben wird, konnte Eckhard Uhlenberg jedoch nicht voraussagen. Dies werde erst die nächste Zeit zeigen, vor allem im Bereich der Grünlandprämien. Wichtig sei die weiterhin bestehende Koppelung der Milchprämie an den landwirtschaftlichen Betrieb und eben nicht an die Fläche. Darüber hinaus zeigte sich Eckhard Uhlenberg einverstanden mit der Fusion der beiden Landwirtschaftskammern im Bundesland. Man müsse den Veränderungen Rechnung tragen, andererseits seien aber die massiven Mittelkürzungen sowie die Einführung einer separaten Landesforstverwaltung nicht der richtige Weg.

Das Thema FFH-Gebiete umschiffte Eckhard Uhlenberg in seinem Vortrag, bei den 26 Zuhörern stand dies aber sehr wohl auf der Agenda. Man dürfe nicht, so der Tenor, wie in Nordrhein-Westfalen geschehen die FFH-Räume pauschal mit Naturschutzgebieten gleichsetzen. »Die Detailfragen sollte nicht Brüssel lösen«, forderte Eckhard Uhlenberg, der einige Kritik an der Union und an der Spitze der Kreisverwaltung zurückwies.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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