SZ

Beitrag zum Klimaschutz
Apotheke nutzt Sonnenenergie und E-Mobilität

Steffen Busch hat das Thema Klimaschutz bei seiner Apotheke auf die Agenda gehoben.
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vc Erndtebrück. Die Brücken-Apotheke liegt im Herzen von Erndtebrück. Von hier aus steuert ein Elektro-Fahrzeug tagtäglich die Kunden mit Medikamenten an. Inhaber ist Apotheker Steffen Busch, der das Thema Klimaschutz bei seiner Apotheke auf die Agenda gehoben hat. Im SZ-Interview verrät er seine Überzeugung – der nächste Teil der Weltretter-Serie.

Herr Busch, warum haben Sie sich für regenerative Energien interessiert?
Bei uns hat es konkret angefangen, als das letzte Lieferfahrzeug in die Jahre gekommen war. Da kam der erste Gedanke an ein Elektroauto. Das erachteten wir als vernünftige Lösung. Dann kam noch der Wunsch hinzu, dass wir das E-Auto nicht mit Kohlestrom laden wollten, sondern mit Solarenergie.

Wie nutzen Sie ihr Elektroauto?

vc Erndtebrück. Die Brücken-Apotheke liegt im Herzen von Erndtebrück. Von hier aus steuert ein Elektro-Fahrzeug tagtäglich die Kunden mit Medikamenten an. Inhaber ist Apotheker Steffen Busch, der das Thema Klimaschutz bei seiner Apotheke auf die Agenda gehoben hat. Im SZ-Interview verrät er seine Überzeugung – der nächste Teil der Weltretter-Serie.

Herr Busch, warum haben Sie sich für regenerative Energien interessiert?
Bei uns hat es konkret angefangen, als das letzte Lieferfahrzeug in die Jahre gekommen war. Da kam der erste Gedanke an ein Elektroauto. Das erachteten wir als vernünftige Lösung. Dann kam noch der Wunsch hinzu, dass wir das E-Auto nicht mit Kohlestrom laden wollten, sondern mit Solarenergie.

Wie nutzen Sie ihr Elektroauto?
Unser E-Auto wird im Lieferdienst eingesetzt. Wir bringen damit Medikamente zu unseren Kunden. Da kommen am Tag rund 100 bis 150 Kilometer zusammen – der Wagen schafft aber auch 200 am Tag. Der Wagen ist jetzt vier Jahre alt und hat aktuell 80 000 Kilometer auf der Uhr. Das Fahrzeug ist so, wie wir es einsetzen, wartungsärmer als ein vergleichbarer Verbrenner. Jeden Morgen hat der Wagen, wenn es möglich ist, nun Sonne im Tank.

Solarenergie für Notstromversorgung

Wie hoch ist die Leistung ihrer Solaranlage und wie ist die Anlage aufgebaut?
Die Anlage hat rund 20,8 Kilowatt Peaks Leistung und besteht aus 78 Paneelen auf einem Flachdach. Die Paneele sind nach Osten und Westen ausgerichtet. Üblich wäre ja eine Süd-Ausrichtung. Aber das wollen alle, um mittags maximale Energiemengen in das Netz einspeisen zu können. Uns war es aber wichtig, nicht nur einzuspeisen, sondern möglichst unsere eigene Energie konstant erzeugen zu können. Das war eine ganz bewusste Entscheidung. Hinzu kommen noch eingebaute Leistungsoptimierer, die dafür sorgen, dass sich die Anlage nicht abschaltet, wenn ein Element beschattet ist.

Wie haben sie den Nutzen der Solaranlage optimiert?
Wichtig ist uns, die eigene Energie nutzen zu können. Dank eines Speichers im Keller können wir in Spitzenzeiten und in der Nacht den Bedarf abpuffern. Hinzu kommt die Funktion des Speichers als Notstromversorgung. Dieser 8 Kilowatt starke Speicher hat eine Besonderheit. Er kann sofort als Notstromversorgung für unsere Apotheke einspringen. Damit kann ich meine Kühlung und einen Computer laufen lassen. Noch gab es den Fall nicht, aber als ich zum Beispiel vom Gasleck in Bad Berleburg und der damit verbundenen Abschaltung des Stromnetzes hörte, war ich froh, dass ich den Speicher in der Hinterhand habe. Es kam für mich nicht zum Tragen, aber ich habe dann im Fall der Fälle nicht so eine absurde Situation.

Investition rechnet sich

Lohnen sich die Investitionen und gibt es Förderungen?
Du musst investieren, das ist klar. Schon allein das Elektroauto hat sich gerechnet. Und ich habe meine Stromkosten von 500 Euro auf unter 125 Euro im Monat gesenkt und bekomme dann noch die Einspeisevergütung für die Solarenergie, die ich im Sommer in das Netz abgeben kann. Über die KfW-Bank gab es noch ein vergünstigtes Finanzierungsangebot. Die Förderung war aber keine Motivation. Ich finde, wenn du in erneuerbare Energien investierst, macht man das besser nicht von der Förderung abhängig. Nur so werden Entscheidungen für Maßnahmen getroffen, die am Ende etwas bringen. Es muss sich ja rechnen – und das tut es auch.

Was war Ihre Motivation, in erneuerbare Energien zu investieren?
Der Klimawandel ist in aller Munde. Die Investitionen waren auch der Versuch, hier einen vernünftigen Beitrag zu leisten. Unabhängig vom wirtschaftlichen Nutzen fragen mich meine Kinder auch, was ich dazu beitragen kann.

Haben Sie noch weitere Maßnahmen für den Klimaschutz geplant?
Man plant ja immer weiter. Im vergangenen Jahr haben wir das Gebäude dämmen lassen, um weniger Wärme abzugeben, und dabei die Fassaden saniert. In naher Zukunft wollen wir noch die Beleuchtung effektiver gestalten. Auch der Umstieg auf eine Pelletheizung ist geplant. Mir ist auch klar, dass Öl nicht mehr der Stand der Technik ist. Wir überlegen immer mal wieder, was man verbessern kann. Die Vielfalt der Maßnahmen ist letztlich entscheidend.

Steffen Busch hat das Thema Klimaschutz bei seiner Apotheke auf die Agenda gehoben.
78 Paneele sorgen auf einem Flachdach für regenerative Energie. Die Anlage ist sowohl nach Osten als auch nach Westen ausgerichtet.
Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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