Vier Wochen für kompletten Park
Arbeiten am Ederauen-Park laufen auf Hochtouren

Mit äußerster Sorgfalt tragen die Arbeiter vor Ort den Terraway-Belag auf, der nach Möglichkeit bis Mittwoch alle Wege im Ederauen-Park überziehen soll.
  • Mit äußerster Sorgfalt tragen die Arbeiter vor Ort den Terraway-Belag auf, der nach Möglichkeit bis Mittwoch alle Wege im Ederauen-Park überziehen soll.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

ll Erndtebrück. Auf die Worte folgen nun Taten: Nachdem Investor und Ideengeber Jörg Schorge kürzlich im Rahmen eines Pressegesprächs angedeutet hatte, dass die Arbeiten am Ederauen-Park in Erndtebrück zeitnah fortgesetzt werden (SZ berichtete), rollen seit Montag die Bagger.
Arbeiter der ausführenden Firma Achinger Garten und Freiräume bringen zurzeit die Spezialbeschichtung für die Wege, den sogenannten „Terraway-Belag“, auf. Dieser Belag entsteht durch die Verklebung von Edelsplitten mit einem speziellen Terraway-Binder. Das Gemisch wird ähnlich einem Estrich eingebaut und ist ebenso wasserdurchlässig wie umweltverträglich.

Schweres Gerät und Handarbeit

Bis Mittwoch, so zeigte sich Vorarbeiter und „Bauleiter“ Andreas Root am Montagmittag optimistisch, sollen alle Wege im Park komplett beschichtet sein. Dass dabei nicht nur schweres Gerät benötigt wird, verdeutlichen auf den Knien arbeitende Fachleute vor Ort, die feinsäuberlich den Belag am Rand der Natursteinbeschichtung aufbringen und Dehnungsfugen einarbeiten, damit der Belag später nicht aufplatzt. Eine Millimeterarbeit, die große Sorgfalt verlangt. Überhaupt hat der Terraway-Belag so seine Besonderheiten. Ganz entscheidend für einen reibungslosen Arbeitsablauf sind etwa die Witterungsbedingungen. So sind nicht nur dauerhafte Außentemperaturen von mindestens 10 Grad und mehr erforderlich (und zwar tagsüber und nachts), sondern auch Trockenheit spielt eine große Rolle.

Vier Wochen für den gesamten Park

„Bei Regen wird sonst der Harz aus dem Belag rausgespült“, erläuterte Andreas Root. Sollte das Wetter plötzlich umschlagen, müsse man die Wege unbedingt abdecken, um den Belag vor Feuchtigkeit zu schützen. Einen noch größeren Wettlauf mit der Zeit stellen wiederum die Außentemperaturen dar. Sollte das Thermometer unter die 10-Grad-Marke sinken, müsse man die Arbeiten unterbrechen. Dann könnte man erst im kommenden Frühjahr das Auftragen des Terraway-Belags wiederaufnehmen.
„Aber davon gehen wir nicht aus“, beruhigte Root. Eher im Gegenteil: „Wenn das Wetter mitspielt und auch die sonstigen Gegebenheiten allesamt passen – sprich niemand kurzfristig krankheitsbedingt ausfällt – dann sollten die Arbeiten im gesamten Park in rund vier Wochen erledigt sein“.
Zu diesen weiteren Arbeiten gehören laut Andreas Root unter anderem noch das Aufstellen von Bänken und das Installieren eines Sonnensegels im vorderen Teil des Parks. „Ich rechne mit einer Eröffnung auf jeden Fall noch in diesem Jahr“, zeigt sich der Vorarbeiter optimistisch.
Das würde zweifelsohne auch Investor Jörg Schorge freuen, der scherzhaft bereits angekündigt hatte, zur Parkeröffnung notfalls mit dem Schneepflug zu kommen. Bleibt das Wetter in den kommenden Tagen stabil, wäre diese Ankündigung buchstäblich Schnee von gestern.

Der Spezialbelag „Terraway“ Das Terraway-Wegesystem ist speziell zur Herstellung von hochfesten und gleichzeitig hohlraumreichen, sowie luft- und wasserdurchlässigen Belägen für Leichtverkehrswege entwickelt worden. Der Terraway-Belag entsteht durch die Verklebung von Edelsplitten mit einem speziellen Binder. Das Gemisch wird ähnlich einem Estrich eingebaut. Durch den TerraWay-Belag wird das Niederschlagswasser direkt in die darunter befindliche Ausgleichsschicht geleitet wo es, je nach Untergrund, sofort oder verzögert versickert. Durch den Belag erfolgt so auch eine Entspannung der Abflusssituation. Insbesondere wird jedoch der Lebensraum von Pflanzen und Baumwurzeln nicht gestört, der Gasaustausch im Boden nicht behindert und der Boden erhält den natürlichen Niederschlag. Anwendungsbereiche sind unter anderem Geh-, Rad- und Wanderwege, Spielflächen in Schulhöfen oder Kindergärten, Terrassen, Parkwege oder Parkplätzen, Freibereichen von Bädern oder Thermen sowie Zufahrten und Gehbereiche in Krankenhäusern, Sanatorien und Altenheimen.
Autor:

Lars Lenneper

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