Auch die Kinder reisten nach Kamerun

In der evangelischen Kirch in Erndtebrück waren es über 50 Kinder, die sich aus Anlass des Weltgebetstags auf die Reise nach Kamerun machten. Unter anderem wurden geheimnisvolle Masken gebastelt.  Foto: ab
  • In der evangelischen Kirch in Erndtebrück waren es über 50 Kinder, die sich aus Anlass des Weltgebetstags auf die Reise nach Kamerun machten. Unter anderem wurden geheimnisvolle Masken gebastelt. Foto: ab
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ab Erndtebrück. Jeden ersten Freitag im März feiern die Menschen fast überall auf der Welt den Weltgebetstag. Und jedes Jahr feiern die Kleinen am darauf folgenden Samstag den Weltgebetstag der Kinder. Also war am Samstagnachmittag eine Menge los, auch in der Erndtebrücker Kirche. Kurz nach Mittag hatten über 50 Kinder zwischen vier und zehn Jahren viel Spaß mit dem Programm. Eingeladen hatte das 14 Frauen starke Team, das den Nachmittag bei zwei Vorbereitungstreffen gestaltet hatte. Sabine Menn, Marie Schmallenbach und Alena Herling waren zuvor sogar in Soest gewesen, um sich mit Anregungen und Tipps für den Weltgebetstag der kleinen Leute zu versorgen.

Los ging es mit mit viel Musik, denn in Kamerun in Afrika tanzen und singen die Menschen sehr gern. Die Kinder zogen in die Kirche ein und durften tanzen, klatschen und natürlich mitsingen. „Tse tse kule“ hieß das afrikanische Lied, bei dem einfach niemand still sitzen konnte. Nachdem sich die Mitarbeiterinnen vorgestellt hatten, ging es weiter mit ganz schön vielen Informationen über Kamerun. Aber gelangweilt hat sich niemand, denn zwei freche Puppen stellten das Land vor. Salim, der Austauschschüler aus Kamerun, berichtete über sein Land und wie die Leute dort leben. Überrascht erfuhren die Kinder so, dass der Kakao eine Pflanze ist, die in Kamerun wächst und dass dort nicht etwa mit großen Maschinen wie Mähdreschern geerntet wird, sondern mit der Hand. Dabei wurden Bilder aus Kamerun gezeigt, vom Regenwald, von den Tieren der Savanne und auch von Kindern, zum Beispiel in einer Schule.

Anschließend lernten die jungen Gäste ein neues Lied aus Afrika und einen Tanz kennen. Ganz schön anstrengend war das, so dass die Bastelaktion danach wie gerufen kam. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Jedes Kind bastelte sich eine geheimnisvolle Maske und außerdem eine Rassel aus Holz und Kronkorken. Damit ließ es sich noch viel besser singen und tanzen, und die selbst hergestellten Musikinstrumente kamen bei einem weiteren Lied sofort zum Einsatz. „Danke Gott“ oder „Mungo dei“ hieß es und die Kinder sangen aus vollem Hals den afrikanischen Text.

Mittlerweile waren schon zwei Stunden vergangen und die ganze Aufregung machte die Gäste hungrig. Der kamerunische Orangen-Teekuchen wurde von den heißhungrigen Musikern nur zu gern verspeist und auch das Obst kam gut an. Da man nach dem Essen etwas Ruhe gebrauchen kann, bekamen die Kinder etwas ganz Besonderes geboten. Sabine Menn erzählte eine so genannte Rückengeschichte. Dafür setzten sich alle kleinen Gäste in einem Kreis auf den Boden und massierten sich gegenseitig den Rücken.

Paulus und Silas waren zwei Pünktchen auf dem Rücken, beim Erdbeben, das ihr Gefängnis zum Einsturz brachte, ruckelten sich die Kinder an den Schultern. Nach der Entspannungszeit wurde dann nochmal musiziert. Dafür hatten sich die jüngeren Mitarbeiterinnen etwas ausgedacht: Auf die Melodie von „We Will Rock You“ rappten die fünf Mädchen eine Nacherzählung der Geschichte von Paulus und Silas. Dabei sangen die Kinder den Refrain kräftig mit und klatschten im Takt. So klang der spannende Nachmittag aus. Und die Kinder kamen nicht nur mit Rasseln und Masken nach Hause, sondern auch mit vielen neuen Eindrücken und voller Geschichten. Und die Kollekte, die jedes Jahr gesammelt wird, geht dieses Mal an ein Heim in Kamerun für Kinder und Jugendliche mit körperlicher und geistiger Behinderung. Auch Waisen und obdachlose Kinder erhalten hier eine Unterkunft. Sie werden in Rechnen, Schreiben und Lesen unterrichtet, bekommen zudem Ausbildungsmöglichkeiten und medizinische Hilfe.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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