Auf der Birkefehler Höhe: reichlich Arten im Fernglas

NABU und Biologische Station beobachteten Zugvögel

schn Birkefehl. Jeder weiß, dass viele Vögel im Herbst in den Süden ziehen, um dort zu überwintern. Doch welche Vogelarten ziehen bei uns durch und woran erkennt man sie überhaupt. Die Aktiven des NABU und die Mitarbeiter der Biologischen Station Rothaargebirge beobachten Zugvögel mit den Augen des Profis, der sich mehr für Zugrouten und Tierzahlen interessiert, aber an vielen Tagen, wenn sie ihre Fernrohre aufbauen, laden sie interessierte Bürger ein, mit zu kommen und etwas über die Tiere zu lernen. Einer der besten Orte dafür ist das Funkfeuer auf der Birkefehler Höhe.

Von dort hat man freie Sicht über weite Teile Wittgensteins und damit über eine wichtige Route der Zugvögel. Denn viele Arten orientieren sich an markanten Landmarken oder fliegen entlang von Tälern. Wer viele Zugvögel sehen will, der sollte kein Langschläfer sein, über Mittag gibt es nämlich ein Loch, in dem am Himmel nicht viel los ist. Viele kleinere Vogelarten starten schon in der Morgendämmerung, um ihren Feinden zu entgehen. Die großen Vögel, wie zum Beispiel die Greifvögel, brauchen Thermik, um lange Strecken fliegen zu können. Deswegen beginnen sie ihr Tagwerk erst, wenn die Luft warm genug ist, um auf ihr zu gleiten. 15 Interessierte waren zusammen mit Michael Frede, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Biologischen Station, und Thomas Müsse, NABU, auf die Birkefehler Höhe gefahren, um nach Zugvögeln Ausschau zu halten. Sechs Mitglieder der biologischen Initiative Oberhundem waren mit von der Partie. Da bei ihnen, aufgrund eines anderen Schwerpunkts in der Arbeit, keine Zugvogelbeobachtungen gemacht werden.

Auch sie hörten genau zu, als Michael Frede erklärte, worauf man achten muss. Große Vögel kann man auch während des Fluges an ihrer Zeichnung erkennen, die kleinen Zugvögel aber kann man in der Höhe nur an ihren Rufen und ihrem Flugverhalten identifizieren. Was Frede bisher noch nicht bestätigen konnte war, dass der Vogelzug in diesem Jahr durch den besonders heißen Sommer früher als normal eingesetzt hätte. Allerdings würden in Wittgenstein keine regelmäßigen Beobachtungen durchgeführt, die genaue Aufschlüsse geben würden. Von Morgen um acht Uhr, als es noch recht kühl war, bis mittags um 12 konnten die Teilnehmer viele verschiedene Vogelarten beobachten. Doch wer viel sehen will, braucht Geduld, gute Kleidung und ein ordentliches Fernglas. Ein bisschen was hat die Vogelbeobachtung vom Jagen. Genau hinhören, was um einen herum passiert und dann schnell reagieren: So wird man die meisten Vögel zu Gesicht bekommen und am Samstag bekamen die Teilnehmer einige Arten vor die Ferngläser.

Leider keinen Roten Milan oder Schwarzstorch – wie erhofft – aber trotzdem interessante Arten: Rauchschwalbe 126 Exemplare, Baumpieper 106 Exemplare, Schafstelze 26 Exemplare, Mehlschwalbe sechs Exemplare, Heckenbraunelle fünf Exemplare, Kormoran vier Exemplare, Misteldrossel zwei Exemplare, Habicht ein Männchen, Sperber zwei Exemplare, Wanderfalke ein Exemplar, Baumfalke ein Exemplar, Rohrweihe ein Weibchen, Girlitz ein Exemplar und ein durchziehender Falter, ein Admiral.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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