SZ

Förderung aus Dorferneuerungsprogramm
Auf die Nullrunde folgt ein warmer Geldregen

Die dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen im und am Heimatmuseum in Erndtebrück können starten. Aus dem Dorferneuerungsprogramm fließen in diesem Jahr die notwendigen Fördermittel für die entsprechenden Vorhaben.
  • Die dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen im und am Heimatmuseum in Erndtebrück können starten. Aus dem Dorferneuerungsprogramm fließen in diesem Jahr die notwendigen Fördermittel für die entsprechenden Vorhaben.
  • Foto: Björn Weyand (Archiv)
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tika Wittgenstein. Trotz erhöhter Ausgaben im Landeshaushalt – bedingt durch die Corona-Pandemie – fließen rund 24,8 Mill. Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm in NRW-weit 133 Dörfer. Davon profitieren auch Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen schüttet insgesamt 657 000 Euro für sechs Projekte in den drei Altkreis-Kommunen aus. Größter Profiteur ist die Edergemeinde, die im Vorjahr noch leer ausgegangen war. In diesem Jahr erhielten dort insgesamt zwei von drei Anträgen einen Zuschlag. Kreisweit erhalten die elf Kommunen in Siegen-Wittgenstein rund 1,498 Mill. Euro.

tika Wittgenstein. Trotz erhöhter Ausgaben im Landeshaushalt – bedingt durch die Corona-Pandemie – fließen rund 24,8 Mill. Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm in NRW-weit 133 Dörfer. Davon profitieren auch Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen schüttet insgesamt 657 000 Euro für sechs Projekte in den drei Altkreis-Kommunen aus. Größter Profiteur ist die Edergemeinde, die im Vorjahr noch leer ausgegangen war. In diesem Jahr erhielten dort insgesamt zwei von drei Anträgen einen Zuschlag. Kreisweit erhalten die elf Kommunen in Siegen-Wittgenstein rund 1,498 Mill. Euro. – Die Projekte in Wittgenstein im Überblick:

Bad Berleburg: Insgesamt 272 000 Euro erhält die Stadt Bad Berleburg aus dem Dorferneuerungsprogramm für drei Projekte – zwei davon sind kommunal (267 000 Euro), eines privat (5000 Euro). Die größte Summe fließt mit 210 000 Euro in die Neugestaltung des Dorfplatzes in Raumland. Weitere 57 000 Euro sind für die „energetische Sanierung einer dorfgemäßen Gemeinschaftseinrichtung als Beitrag zum Klimaschutz“ in Diedenshausen vorgesehen. Zudem fließen 5000 Euro für die Fassadensanierung eines ortsbildprägenden Gebäudes in Raumland – ein privates Projekt. Die Stadtverwaltung erfuhr am Mittwoch erst auf SZ-Anfrage von der Förderung. Und freute sich über die bewilligten Projekte, bedauerte dabei aber, dass die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Beddelhausen unberücksichtigt blieb. „Als Stadt Bad Berleburg halten wir das Vorhaben der Beddelhäuser nach wie vor für ein hervorragendes Projekt der Dorfentwicklung. Ich bin mir sicher, dass wir aufklären können, wie das Engagement in Beddelhausen doch noch zu einer guten Lösung geführt werden kann“, erklärte Bürgermeister Bernd Fuhrmann.

Bad Laasphe: Die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Puderbach profitiert durch das Dorferneuerungsprogramm. Insgesamt fließen 59 000 Euro in den barrierefreien Um- und Anbau einer dorfgemäßen Gemeinschaftseinrichtung. Das Projekt des Gemeinschaftsvereins Puderbach ist das erste, das aus dem Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK) Realisierung findet. „Gleichwohl gibt es zahlreiche weitere Ideen für Dorferneuerungsprojekte, die im Rahmen des IKEK-Prozesses entwickelt wurden. Sie waren im vergangenen Jahr noch nicht so weit gediehen, dass für sie Förderanträge gestellt werden konnten. Die Projektträger arbeiten aber kontinuierlich daran weiter, mit dem Ziel, in absehbarer Zukunft auch Fördermittel für ihre Vorhaben zu generieren“, erklärte die Pressesprecherin der Stadt Bad Laasphe, Ann Kathrin Müsse, die in diesem Zuge ausdrücklich das Engagement des Gemeinschaftsvereins Puderbach als „vorbildhaft“ lobte.

Erndtebrück: Die kleinste Kommune erhält den größten Förderbetrag im Altkreis Wittgenstein: Insgesamt fließen 326 000 Euro in die Gemeinde Erndtebrück – für zwei Projekte. Exakt 213 000 Euro sind für die Errichtung des geplanten multifunktionalen Dorfplatzes in Birkelbach vorgesehen. Ein Förderbescheid liegt nun auch für die dringend notwendige Sanierung des Dachs, der Fenster und der Fassade des Heimatmuseums in Erndtebrück vor. Dafür hat das Ministerium 113 000 Euro vorgesehen. Im Vorjahr war die Edergemeinde mit keinem ihrer Anträge berücksichtigt worden – nun fließen erhebliche Mittel in kommunale Projekte. Auf die Nullrunde folgt ein warmer Geldregen. „Das sind tolle Nachrichten. Im Vorjahr waren die Projekte noch nicht soweit entwickelt wie notwendig, die Arbeitskreise waren erst nach Antragsfrist mit ihrer Arbeit fertig“, erklärte Bürgermeister Henning Gronau. Nicht berücksichtigt hat das Ministerium den Antrag für die Sanierung und Umgestaltung der Außenanlage des Hallenbades in Erndtebrück. „Alle gestellten Anträge wurden als förderwürdig eingestuft. Allerdings mussten sie priorisiert werden. Ich gehe davon aus, dass aufgrund der Höhe der bewilligten Mittel – im Vergleich zu den Mitteln im Kreis Siegen-Wittgenstein – dieses Projekt nicht berücksichtigt werden konnte“, mutmaßte Henning Gronau, dem noch keine offizielle Begründung vorlag. Zugleich wertete er es aber als Erfolg, dass die beiden bewilligten Projekte eine Förderung von 85 statt wie zunächst vorgesehen 65 Prozent erhalten.

Ob indes der Antrag für die Außenanlage des Hallenbades für die kommende Förderkulisse vor einer Erneuerung steht oder ein anderer Fördertopf in Frage kommt, will die Verwaltung nun prüfen.

Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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