AWo will offenes Seniorenzentrum

Erndtebrücker Haus soll mit Laaspher Einrichtung kooperieren / »Verknüpfung zur Region«

Erndtebrück. Das Erndtebrücker Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt (AWo) soll ein offenes Haus werden. Diese Absicht bekräftigte Wolfgang Altenbernd, Geschäftsführer des AWo-Bezirks Westliches Westfalen, gestern bei einem Pressegespräch in der gerade fertig gestellten Einrichtung. Die Heimaufsicht des Kreises habe das Haus bereits abgenommen, mit Interessenten sei vereinbart, dass Mitte November die ersten Bewohner einziehen könnten. Wolfgang Altenbernd machte gestern zudem deutlich, dass er persönlich das Soldatenheim und damit die Gemeinde Erndtebrück bestens kenne. »Dass wir jetzt mit einem Seniorenzentrum hierhin zurückkommen, bewerte ich als normalen Vorgang.«

Leiter des Erndtebrücker Seniorenzentrums wird Hans Joachim Mikuszies, der bereits seit 1. Oktober 1998 an verantwortlicher Stelle für das Bad Laaspher Fritz-Heinrich-Seniorenzentrum zuständig ist. »Die Einrichtungen in Bad Laasphe und Erndtebrück werden eng miteinander kooperieren«, erläuterte Wolfgang Altenbernd. Dies betreffe vor allem den hauswirtschaftlichen Bereich. Das Erndtebrücker Haus sei lediglich mit einer Aufbereitungsküche ausgestattet. Momentan sei man dabei, so der Bezirksgeschäftsführer, Personal einzustellen. In welcher Größenordnung dies passiere, sei natürlich von der Belegung der Einrichtung abhängig. Um im gleichen Atemzug zu betonen, »dass wir viele Anfragen von Menschen vorliegen haben, die ihre Angehörigen gern nach Erndtebrück zurückholen möchten«. Daher sei er auch davon überzeugt, dass die Kapazität mit 72 Betten perspektivisch gesehen passe. Bei voller Belegung könnten in der Edergemeinde nach Schätzungen der Arbeiterwohlfahrt rund 30 Vollzeitstellen geschaffen werden, wobei viele Mitarbeiter wohl eine Teilzeitbeschäftigung finden werden.

Investor des Projektes ist das Wittener Unternehmen Buderus-Klute. Die Baukosten belaufen sich auf rund sechs Mill. e. 3350 Quadratmeter Nutzfläche verteilen sich auf drei Geschosse. Die Ausstattung des AWo-Seniorenzentrums orientiert sich an modernsten Erkenntnissen im Bereich der Arbeit mit älteren Menschen. Das Haus verfügt über eine hochwertige Einrichtung, ein Notrufsystem, seniorengerechte Bäder, Telefon- und TV-Anschluss in den Zimmern, ein Café sowie Multifunktionsräume. Die Bewohner können zwischen Ein- und Zweibettzimmern wählen.

»Wichtig ist uns, dass wir eine Verknüpfung zur Region herstellen«, sagte Wolfgang Altenbernd. Wilhelm Schmidt, der Vorsitzende des Ortsheimatvereins Erndtebrück, habe bereits angeboten, Bilder und Ausstellungstücke aus den Bereichen Forst- und Landwirtschaft sowie Handwerk als Dauerleihgaben zur Verfügung zu stellen. Der Geschäftsführer nutzte gestern die Gelegenheit, die Kompetenz der Arbeiterwohlfahrt in der Seniorenarbeit unter Beweis zu stellen: »Stationäre Altenpflege ist unser Schwerpunkt.«

Erndtebrück sei die 55. Einrichtung im Bezirk Westliches Westfalen, 6000 Beschäftigte seien für 7500 Bewohner zuständig. Gerade in den vergangenen eineinhalb Jahren sei erheblich expandiert worden.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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