DB bremst die Erwartungen
Bahnüberführung wird erst später realisiert

Die Überführung in Schameder wird neu gebaut – aber wohl später als ab 2022/2023, wie die Bahn auf Anfrage betont.
  • Die Überführung in Schameder wird neu gebaut – aber wohl später als ab 2022/2023, wie die Bahn auf Anfrage betont.
  • Foto: Björn Weyan
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

bw Schameder. Ganz so schnell, wie es die Gemeinde Erndtebrück in ihrer Mitteilung im Ausschuss für Bauen und Gemeindeentwicklung darstellte, wird wohl der Neubau der Eisenbahnüberführung in Schameder nicht vonstattengehen. Die Rede war von einer Realisierung des neuen Bauwerks in den Jahren 2022/23. Auf Anfrage unserer Zeitung betonte ein Sprecher der Bahn aber, dass eine Realisierung ab dem kommenden Jahr „eher unwahrscheinlich“ sei.

Nichtsdestotrotz: Die Bahn plant, die Eisenbahnüberführung über die Bundesstraße 62 in Schameder zu erneuern. Das bereits im Jahre 1888 hergestellte Bauwerk besteht aus Stampfbeton-Widerlagern und einem Gewölbe-Überbau. Die Bahnüberführung wurde zuletzt im Jahre 1957 mit einer Stahlbeton-Vorsatzschale instandgesetzt. Die Eisenbahnüberführung hat im Straßenbereich eine lichte Weite von 7,50 Meter und eine lichte Höhe von 5,90 Meter. „Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten hat die Deutsche Bahn sich gegen eine Instandsetzung des Bauwerks entschieden“, erläuterte der Bahnsprecher. Das Bauwerk soll an gleicher Stelle ersetzt werden.

"Kreuzungsmaßnahme mit Kostenbeteiligung Dritter"

Zu dieser sehr umfangreichen Baumaßnahme findet derzeit eine Abstimmung der Bahn mit Straßen NRW und der Gemeinde Erndtebrück statt. Aufgrund der fehlenden Fahrbahn- und Gehwegbreiten solle das Bauwerk aufgeweitet werden. Somit werde dies zu einer „Kreuzungsmaßnahme nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz mit Kostenbeteiligung Dritter“, wie der Bahnsprecher weiter erläutert.

Hierfür müsse dann eine Kreuzungsvereinbarung abgeschlossen werden und alle Kreuzungsbeteiligten müssten die Finanzierung ihres Anteils sichern. „Wir befinden uns derzeit in der Grundlagenermittlung. Erst nach Erstellen des Vorentwurfs sind erste Kostenschätzungen möglich. In diesem Zusammenhang muss auch das Bauverfahren und die daraus resultierenden Sperrzeiten für die Bahnstrecke und die Bundesstraße festgelegt werden“, stellt der Bahnsprecher weiterhin klar. Es gelte auch zu untersuchen, ob eine Kombination mit den anderen geplanten großen Baumaßnahmen auf der Strecke von Bad Laasphe bis Erndtebrück sinnvoll wäre.

Instandssetzung nicht wirtschaftlich

Hier denkt die Bahn etwa an die Sanierung des Leimstruther Tunnels oder auch den Neubau eines Kreuzungsbahnhof im Bereich von Saßmannshausen. Angesichts der zu erledigenden Meilensteine (Kreuzungsvereinbarung, Finanzierung der Anteile Dritter und das Baurecht) bremst die Deutsche Bahn die Erwartungen und hält eine Realisierung in den Jahren in 2022/23 für nicht machbar.

Einigkeit besteht indes, was die Ausführung angeht: Unter der zukünftigen Bahnüberführung soll es einen Straßenquerschnitt von 13,25 Meter geben, davon 3,23 Meter für einen Radweg, 7,50 Meter für die Fahrbahn und 2,50 Meter für den Gehweg. Die Durchfahrtshöhe soll 4,70 Meter betragen.

Die Gemeinde Erndtebrück wird an den weiteren Planungsschritten beteiligt und hat auch schon signalisiert, dass die abgeschlossene Planung im Bauausschuss vorgestellt werden sollte.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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