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Familie Weiand investiert 800.000 Euro
Barrierefreier Wohnraum im Erndtebrücker Ortskern

Eckehard Hof (Berge Bau), Carsten Weiand, Henrike Weiand, Gerhard Weiand und Bürgermeister Henning Gronau (v. l.) stellten die Pläne für den Wohnungsneubau im Ortskern von Erndtebrück vor.
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tika Erndtebrück. Der letzte Blick auf ihr altes Schmuckkästchen war es noch nicht – aber einer der letzten. Denn ab Montag steht eine tiefgreifende ästhetische Veränderung im Ortskern von Erndtebrück an. Und damit heißt es nach über 50 Jahren Abschiednehmen für Henrike Weiand und ihren Ehemann Gerhard Weiand. Dort, wo bis Januar 2019 die Buchhandlung Weiand ein halbes Jahrhundert lang die Edergemeinde mit Schreibwaren, Büchern und Spielzeug versorgte, sollen im kommenden Jahr fünf barrierefreie Wohnungen bezugsfertig sein – in einem Neubau. „Das Haus habe ich unheimlich geliebt, aber jetzt ist Zeit für etwas neues“, erklärte Henrike Weiand am Mittwoch im Rahmen der Vorstellung der Pläne für den Abriss des Altbaus und die Errichtung des neuen Gebäudes.

tika Erndtebrück. Der letzte Blick auf ihr altes Schmuckkästchen war es noch nicht – aber einer der letzten. Denn ab Montag steht eine tiefgreifende ästhetische Veränderung im Ortskern von Erndtebrück an. Und damit heißt es nach über 50 Jahren Abschiednehmen für Henrike Weiand und ihren Ehemann Gerhard Weiand. Dort, wo bis Januar 2019 die Buchhandlung Weiand ein halbes Jahrhundert lang die Edergemeinde mit Schreibwaren, Büchern und Spielzeug versorgte, sollen im kommenden Jahr fünf barrierefreie Wohnungen bezugsfertig sein – in einem Neubau. „Das Haus habe ich unheimlich geliebt, aber jetzt ist Zeit für etwas neues“, erklärte Henrike Weiand am Mittwoch im Rahmen der Vorstellung der Pläne für den Abriss des Altbaus und die Errichtung des neuen Gebäudes. Ein Vorhaben, das filigrane Handwerkskunst erfordert.

Der Neubau war im Vorfeld geprägt von zahlreichen Hürden, doch nun liegt die Abrissgenehmigung vor – die Baugenehmigung wiederum soll in den nächsten Tagen eintreffen. „Wir haben im vergangenen Jahr – am 8. August – einen Bauantrag gestellt. Jetzt dürfte dem nichts mehr im Wege stehen“, erklärte Gerhard Weiand vielsagend. Denn die Familie Weiand muss zahlreiche Details berücksichtigen. Für den Abriss direkt an der Bundesstraße 62 steht in den kommenden Wochen eine Straßensperrung an. Beim Abriss selbst – dieser beginnt mit dem Entkernen am kommenden Montag – muss das Nebengebäude unbeschädigt bleiben. Zudem steht das Gebäude direkt an der Eder, es muss also während des Baus und grundsätzlich vor Hochwasser geschützt sein. „Die letzten Abstimmungen für den Abbruch sind gerade eben getroffen worden“, erklärte Eckehard Hof. Der Vertreter des bauausführenden Unternehmens Berge Bau aus Leimstruth hob die Schwierigkeiten, die die Maßnahme birgt, hervor – aber auch die Bedeutung des Vorhabens. „Das ist eine tolle Herausforderung, aber bautechnisch schwierig, weil sehr viel zu beachten ist“, konstatierte Eckehard Hof, der zugleich dankbar war, dass die Bauherren sämtliche Arbeiten an Handwerker aus der Gemeinde Erndtebrück vergeben haben.

Immerhin investiert die Familie Weiand rund 800.000 Euro in das Projekt. „Dieses Volumen und die Wertschöpfung bleiben damit in Erndtebrück, das ist toll“, erklärte Henning Gronau. Der Bürgermeister der Gemeinde Erndtebrück hob zugleich hervor, dass beim Bau der ortsbildprägende Charakter erhalten bleiben soll: „Bei einem solchen Grundstück im Ortskern ist es wichtig, das Gebäude in diesen zu integrieren.“ Sofern die Baugenehmigung dann vorliegt, soll die Bauphase Ende Juni starten. Den Ideengebern selbst war es wichtig, barrierefreie Wohnungen vom untersten Geschoss bis zum Dachgeschoss zu schaffen. An einen Parkplatz Eder-seitig schließt sich ein Zugang in den Keller an, von dem aus jede Wohnung im Rollstuhl per Aufzug erreichbar ist. Während sich der Haupteingang an der B62 befindet, sind die Wohnungen jeweils mit Balkon als solche rückseitig ausgerichtet, um ein ruhiges Wohnen – abgeschirmt vom Verkehrslärm – zu ermöglichen.

Insgesamt sind fünf Wohnungen geplant, vier davon mit einer Fläche zwischen 42 und 48 Quadratmetern, die fünfte im Dachgeschoss soll 80 Quadratmeter bieten. Geplant ist, dass die Wohnungen im April oder Mai 2021 bezugsfertig sind. „Wir haben bereits alles vermietet“, erklärte Gerhard Weiand. Gerade für Senioren sei der entstehende Wohnraum reizvoll, da die Nahversorgung gesichert sei – und letztlich Geschäfte und Arztpraxen sowie Apotheken fußläufig zu erreichen sind. „Wir hätten doppelt so groß bauen können“, konstatierte Gerhard Weiand, dessen Familie etwas neues im Ortskern entstehen lässt. Und offenkundig auch etwas dringend benötigtes.

Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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