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Geschäftsbetrieb läuft weiter
Baufirma Müsse muss Insolvenz anmelden

Das Balder Bauunternehmen Müsse ist eine Institution in Wittgenstein. Der Betrieb befindet sich allerdings in einer schwierigen Situation, der vorläufige Insolvenzverwalter hat die Regie übernommen.
  • Das Balder Bauunternehmen Müsse ist eine Institution in Wittgenstein. Der Betrieb befindet sich allerdings in einer schwierigen Situation, der vorläufige Insolvenzverwalter hat die Regie übernommen.
  • Foto: Timo Karl
  • hochgeladen von Martin Völkel (Redakteur)

vö Balde. Diese Nachricht kurz vor dem Winter ist ein Schock für das Wittgensteiner Handwerk und die Baubranche in der Region: Das Amtsgericht Siegen führt seit Mittwoch ein Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen des Bauunternehmens Müsse in Balde. Dies geht aus einer öffentlichen Bekanntmachung des Gerichtes hervor. Zuletzt verdichteten sich Informationen über wirtschaftliche Schwierigkeiten des Traditionsbetriebes, weil es nach SZ-Informationen Probleme mit der Zahlungsfähigkeit gegeben haben soll. Der Gang zum Amtsgericht in Siegen war offenbar nicht mehr abzuwenden. Müsse ist der zweitgrößte Wittgensteiner Betrieb in der Baubranche.

Wie die SZ erfuhr, läuft der Geschäftsbetrieb auf jeden Fall weiter.

Balde. Diese Nachricht kurz vor dem Winter ist ein Schock für das Wittgensteiner Handwerk und die Baubranche in der Region: Das Amtsgericht Siegen führt seit Mittwoch ein Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen des Bauunternehmens Müsse in Balde. Dies geht aus einer öffentlichen Bekanntmachung des Gerichtes hervor. Zuletzt verdichteten sich Informationen über wirtschaftliche Schwierigkeiten des Traditionsbetriebes, weil es nach SZ-Informationen Probleme mit der Zahlungsfähigkeit gegeben haben soll. Der Gang zum Amtsgericht in Siegen war offenbar nicht mehr abzuwenden. Müsse ist der zweitgrößte Wittgensteiner Betrieb in der Baubranche.

Wie die SZ erfuhr, läuft der Geschäftsbetrieb auf jeden Fall weiter. Die Geschäftsführung wollte sich am Donnerstag nicht zur aktuellen Situation äußern, über die die Belegschaft informiert wurde. Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Gregor Bräuer will sich am Freitag erklären, wie seine Kanzlei auf SZ-Anfrage mitteilte. Der Düsseldorfer Jurist, der sich in den beiden vergangenen Tagen in die Zahlen und Daten einarbeitete, kennt das Unternehmen bis ins Detail. Er begleitete Müsse ab Dezember 2014 durch das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Seinerzeit war zudem eine renommierte Wirtschaftskanzlei mit im Boot. Im Dezember 2014 – also vor ziemlich genau fünf Jahren – hatte die Geschäftsführung diesen Weg gewählt, um den Betrieb grundlegend zu sanieren und neu aufzustellen.

Ein Weg, der durchaus von Erfolgen gekennzeichnet war. Denn einiges deutete darauf hin, dass das Bauunternehmen gestärkt aus der Talsohle herauskommen könnte. Die charakteristischen grünen Baufahrzeuge und Maschinen waren auf zahlreichen Baustellen in der Region und darüber hinaus zu sehen. An der hohen Qualität der ausgeführten Arbeiten, Termintreue, Zuverlässigkeit und der großen Motivation der Mitarbeiter hatten ohnehin nie Zweifel bestanden.

Warum es nach der viel versprechenden Entwicklung und durchaus optimistischen Prognosen jetzt erneut zu einer Schieflage gekommen ist, darüber kann nur spekuliert werden. Mit seiner rund 85-jährigen Erfahrung ist die Firma Müsse im Industrie- und Kommunalbau tätig und übernimmt Bauprojekte für Endkunden. Das mittelständische Bauunternehmen ist anerkannter Ausbildungsbetrieb und beschäftigte 2014 rund 70 Mitarbeiter.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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