Kreisfeuerwehrverband Siegen-Wittgenstein
Beim Leistungsnachweis ist Allround-Talent gefragt

Die Erndtebrücker Feuerwehr richtete am Samstag den 43. Leistungsnachweis des Kreisfeuerwehrverbands (KFV) Siegen-Wittgenstein aus. Mit dabei waren 527 Teilnehmer in 73 Gruppen oder Staffeln. Hier im Bild ist die Löschgruppe Girkhausen. Fotos: schn
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  • Die Erndtebrücker Feuerwehr richtete am Samstag den 43. Leistungsnachweis des Kreisfeuerwehrverbands (KFV) Siegen-Wittgenstein aus. Mit dabei waren 527 Teilnehmer in 73 Gruppen oder Staffeln. Hier im Bild ist die Löschgruppe Girkhausen. Fotos: schn
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schn Erndtebrück. „Toll, wie die Erndtebrücker das hinbekommen haben“, meinte Dietmar Kalteich, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbands (KFV) Siegen-Wittgenstein, im SZ-Gespräch. Die Freiwillige Feuerwehr Erndtebrück hatte die Ausrichtung des jährlichen Leistungsnachweises übernommen. Der Kreisfeuerwehrverband seinerseits hatte die Großveranstaltung aber von zwei auf einen Tag reduziert. Eine Herausforderung für die Gastgeber, wie Dietmar Kalteich zugab.

Knapp 530 Teilnehmer hatten sich zum Leistungsnachweis angemeldet, insgesamt gingen 73 Einheiten aus dem gesamten Kreisgebiet an den Start. Das waren einige Gruppen weniger als in den Vorjahren. Durch Schichtdienst und flexiblere Arbeitszeiten könnten weniger Gruppen und Staffeln an einem Samstag antreten, das sei bisher durch den Freitag aufgefangen worden, so Dietmar Kalteich. Allerdings, das gab Kreisbrandmeister Bernd Schneider zu bedenken, müssten an beide Tagen auch genug Ausbilder und Schiedsrichter zur Verfügung stehen. Das sei an einem Tag leichter zu erreichen. Mit dem Ablauf war Bernd Schneider schon zur Mitte des Tages zufrieden. Neben dem guten Wetter hatte die Feuerwehr einmal mehr Glück mit dem Ort des Geschehens.

Die Hachenberg-Kaserne bietet beste Voraussetzungen. „Wir sind heute Morgen hier reingekommen und es ging gleich los. Wartezeiten gibt es nicht und wir können alles entzerren und haben Platz“, stellte Bernd Schneider fest. Dietmar Kalteich schob noch einen nach: „Und wir mussten Erndtebrück nicht völlig lahmlegen.“ Man brauche schon große Flächen, die nicht an jedem Standort zur Verfügung stünden.

Dank der guten Kontakte der Erndtebrücker Feuerwehr zur Bundeswehr stehe die Kaserne als Übungsgelände zur Verfügung, was die Sache sehr erleichtere, da war man sich im Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes einig. Neben den erwähnten Stationen auf dem Hachenberg war der sportliche Teil im Pulverwaldstadion zu absolvieren, den Abschluss feierte man in der Schützenhalle am Weihergründchen. „Diesmal ist alles sehr kompakt, das spart viele Wege“, machte Dietmar Kalteich im SZ-Gespräch deutlich. Für die meisten Einheiten begann der Leistungsnachweis mit dem praktischen Teil. Wer sich nicht schon im Vorfeld für eine Übung in der technischen Hilfe angemeldet hatte, der musste sich einem Löschangriff stellen.

Damit es nicht nur das Abspulen eines eingeübten Ablaufes ist, wird das Szenario ausgelost. Zudem werden die Positionen vom Gruppenführer bis zum Maschinisten zugelost. „Es geht darum, dass jeder Teilnehmer jede Position beherrschen muss. Im Einsatz muss es ja auch funktionieren“, erklärte Dietmar Kalteich. Auch wenn die Übungen des Leistungsnachweises stark formalisiert sind, ist das Geschehen im Einsatz nicht viel anders. Allerdings werden im Alltag einige Abläufe anders gehandhabt, wie es die reine Lehre der Dienstvorschrift vorgibt, wie die Schiedsrichter feststellten. So läuft heute vieles über Funk, schon auf der Anfahrt wird der Einsatz soweit es geht vorbereitet und Aufgaben werden verteilt.

Doch gerade bei Großeinsätzen zeige sich immer, wie wichtig es sei, dass alle Kameraden die Grundlagen beherrschten, war sich zum Beispiel der stellvertretende Kreisbrandmeister Dirk Höbener sicher. Nach dem praktischen Teil standen ein Fragebogen, die Knoten und Stiche und Übungen in der Ersten Hilfe auf dem Programm, Letzteres unter den Augen von Kreisfeuerwehrarzt Daniel Bald. Als Statisten für die stabile Seitenlage waren Teile der Erndtebrücker Jugendfeuerwehr im Einsatz. Herzdruckmassage und Beatmung wurden an Dummys geübt.

Die Prüfer an den Stationen schauten genau auf die Handgriffe und fragten bei halbherzigen Antworten auch schon mal bohrend nach. Auf der Sportanlage des TuS Erndtebrück im Pulverwald war zum krönenden Abschluss ein Staffellauf zu absolvieren, natürlich in Einsatzbekleidung. Der Leistungsnachweis ist eine freiwillige Angelegenheit für die aktiven Einheiten. Dennoch wird er in vielen Löschgruppen und Zügen sehr ernst genommen. So übten einige Einheiten noch am Freitagabend für den Samstag. Insgesamt soll die Veranstaltung nicht nur den Leistungsstand der Feuerwehren überprüfen, sondern auch Ansporn sein. Das funktioniert im Kreisfeuerwehrverband Siegen-Wittgenstein sehr gut.

Zum 43. Mal nahmen Ulrich Bald aus Richstein und Klaus-Peter Schneider aus Schameder teil – und sie waren bei allen Austragungsterminen des Leistungsnachweises in all den Jahren dabei. Bei den Gesamtwertungen mit jeweils null Fehlern belegten die Einheiten Langenholdinghausen-Meiswinkel, Würgendorf II sowie Dahlbruch II die ersten drei Plätze Im Rahmen der Urkunden-Verteilung dankte Kreisbrandmeister Bernd Schneider dem Vorsitzenden des Ausschusses „Schulung/Leistungsnachweis“, Ralf Schneider, für die 26. und letzte Ausrichtung eines solchen Leistungsnachweises.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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