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Ärger mit Prinz Ludwig Ferdinand
Benfe hat immer mit offenen Karten gespielt

Ortsvorsteher Matthias Althaus (l.), hier mit Ortsvorsteher-Kollege Marc Stöcker, wehrt sich gegen die "Abrechnung" Pronz Wittgensteins mit der Ortschaft Benfe.
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  • Ortsvorsteher Matthias Althaus (l.), hier mit Ortsvorsteher-Kollege Marc Stöcker, wehrt sich gegen die "Abrechnung" Pronz Wittgensteins mit der Ortschaft Benfe.
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howe Benfe. Die Abrechnung Prinz Wittgensteins mit der Benfe will Ortsvorsteher Matthias Althaus nicht stehen lassen. Dieser Tage wandte er sich in einer Stellungnahme an die SZ-Redaktion und wehrte sich gegen die Berichterstattung unter dem Titel „685 000 Euro durch die Lappen“. Die Entscheidung, Klage einzureichen, sei weder vom Ortsvorsteher noch vom Heimatverein oder den Vorständen der anderen Vereine, sondern durch ein einstimmiges Votum der Benfer und Ludwigsecker Bürger, getroffen worden.
Angebot fragwürdigDiese Tatsache habe die Wittgenstein New Energy (WNE) nicht davon abgehalten, zu den diversen Gesprächen lediglich Vereinsvorsitzende und den Ortsvorsteher einzuladen. Es sei jetzt müßig, alle diese Gespräche und Angebote der WNE im Einzelnen wiederzugeben.

howe Benfe. Die Abrechnung Prinz Wittgensteins mit der Benfe will Ortsvorsteher Matthias Althaus nicht stehen lassen. Dieser Tage wandte er sich in einer Stellungnahme an die SZ-Redaktion und wehrte sich gegen die Berichterstattung unter dem Titel „685 000 Euro durch die Lappen“. Die Entscheidung, Klage einzureichen, sei weder vom Ortsvorsteher noch vom Heimatverein oder den Vorständen der anderen Vereine, sondern durch ein einstimmiges Votum der Benfer und Ludwigsecker Bürger, getroffen worden.

Angebot fragwürdig

Diese Tatsache habe die Wittgenstein New Energy (WNE) nicht davon abgehalten, zu den diversen Gesprächen lediglich Vereinsvorsitzende und den Ortsvorsteher einzuladen. Es sei jetzt müßig, alle diese Gespräche und Angebote der WNE im Einzelnen wiederzugeben. „Fakt ist jedoch, dass das Angebot des einen Gesprächs nach Prüfung der Einzelheiten, zum Beispiel beim Ederkopf mit Abriss, Entsorgung von kontaminiertem Baumaterial, Grundschulden, ganz abgesehen von ungeklärten Besitzverhältnisse, bis zum nächsten Termin schon kein Thema mehr war und ein neues fragwürdiges Angebot in den Ring geworfen wurde.“ Auch die im Artikel ausführlich beschriebenen Stromkostenersparnisse für die Bürger entbehrten jeder ordentlichen Grundlage. Matthias Althaus: „Weder wurde uns ein rechtssicherer Vertragsentwurf vorgelegt, noch haben wir jemals die versprochenen Bedingungen oder Kontakte des Stromanbieters erhalten, der für unseren günstigen Strom sorgen sollte.

Zu keinem Vorschlag der WNE wurde den Vertretern der Ortschaft jemals etwas Schriftliches ausgehändigt. Auch ein von der WNE zugesagter Vortrag aller Fakten im Rahmen einer Bürgerversammlung hat nicht stattgefunden.“ All diese Tatsachen hätten nicht dazu beigetragen, die Akzeptanz der Bürger für den Bau der Anlagen zu erhöhen. Dafür hätte man sich seitens der WNE vorher mit Benfe zusammensetzen sollen, statt 2016 zwei Tage vor Weihnachten ein solches Geschenk zu schicken. „Nachdem die Benfer alle fragwürdigen Angebote abgelehnt hatten, griff Prinz Ludwig Ferdinand zu entsprechenden Repressalien und kündigte den Vertrag mit dem Heimatverein zur Pflege des Benfer Steinbruchs, dessen Gelände er kurz vorher erworben hatte, ebenso wie das Forsthaus Ludwigseck.“ Eine neue, vom Heimatverein aufgestellte Sitzgruppe musste abgebaut und das Gelände zurückgebaut werden und das Benfer Meilerfest sei damit auch Geschichte, wofür sich sicher viele Wittgensteiner bei Prinz Ludwig Ferdinand bedanken würden.

"Warum jetzt dieser Artikel?"

„Man fragt sich aber doch, warum jetzt dieser Artikel mit Zahlen und Details erscheint, für dessen Veröffentlichung Prinz Ludwig Ferdinand dem Benfer Ortsvorsteher nach dem ersten Gespräch noch einen Maulkorb verpasst hat.“ Die WNE habe das Verfahren, nicht zuletzt durch den Klimawandel und die Ukraine-Krise begünstigt, gewonnen. Also, wozu jetzt noch mit Dreck werfen? Prinz Ludwig Ferdinand hätte längst mit dem Bau beginnen können. „Warum hat er dann immer wieder versucht, uns zu kaufen? Oder bleibt da doch die Angst, dass die Interessen der Bundeswehr durch einen Krieg in Europa doch noch höher bewertet werden?

Vielleicht ist es aber auch nur ein präventiver Einschüchterungsversuch, dass man bei einer Änderungsgenehmigung nicht so genau hinschaut“, vermutet Matthias Althaus. „Die damals genehmigten Anlagen werden nämlich nicht mehr gebaut.“ Abschließend würden die Benfer Bürger dazu nur sagen: „Wir haben immer mit offenen Karten gespielt, Rückgrat gezeigt und uns nicht kaufen lassen. Den Rechtsstreit hat Benfe verloren, aber wer der wahre Verlierer in finanzieller Hinsicht und im Ansehen ist, steht außer Frage.“

Ortsvorsteher Matthias Althaus (l.), hier mit Ortsvorsteher-Kollege Marc Stöcker, wehrt sich gegen die "Abrechnung" Pronz Wittgensteins mit der Ortschaft Benfe.
Westlich von Benfe baut Investor Prinz Wittgenstein in Kürz vier Anlagen. Gegen die hatte man in Benfe geklagt, die Klage wurde aber abgewiesen.
Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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