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Ederfeldstraße in Erndtebrück
Beruhigung durch Teller, Kissen oder Schwellen?

Der Erndtebrücker Bauausschuss hatte Ende September einen Ortstermin in der Ederfeldstraße. Zwischen der Realschule und dem Kindergarten ist eine Verkehrsinsel den Anwohnern ein Dorn im Auge.  Archivfoto: Björn Weyand
  • Der Erndtebrücker Bauausschuss hatte Ende September einen Ortstermin in der Ederfeldstraße. Zwischen der Realschule und dem Kindergarten ist eine Verkehrsinsel den Anwohnern ein Dorn im Auge. Archivfoto: Björn Weyand
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bw Erndtebrück. Eigentlich sollen die bepflanzten Verkehrsinseln ja in der Ederfeldstraße in Erndtebrück dafür sorgen, dass der motorisierte Verkehr langsamer fährt. Das Ziel erreichen sie aber offenbar nicht, wie zwei Anwohner bei einem Ortstermin des Bauausschusses im September verrieten. Nach der Besichtigung war es im Ausschuss einhellige Meinung, dass die Gemeinde etwas tun muss, um den Verkehr besser zu beruhigen. Für die Sitzung des Bauausschusses am Mittwoch, 19. Februar, unterbreitet die Verwaltung nun einige Vorschläge. Beginn der Sitzung ist um 17.30 Uhr.

Zur Erinnerung: Im September forderten die beiden Anlieger Rainer Kiehl und Benjamin Weber, die Verkehrsinsel müsse weg und vielleicht durch eine Schwelle ersetzt werden.

bw Erndtebrück. Eigentlich sollen die bepflanzten Verkehrsinseln ja in der Ederfeldstraße in Erndtebrück dafür sorgen, dass der motorisierte Verkehr langsamer fährt. Das Ziel erreichen sie aber offenbar nicht, wie zwei Anwohner bei einem Ortstermin des Bauausschusses im September verrieten. Nach der Besichtigung war es im Ausschuss einhellige Meinung, dass die Gemeinde etwas tun muss, um den Verkehr besser zu beruhigen. Für die Sitzung des Bauausschusses am Mittwoch, 19. Februar, unterbreitet die Verwaltung nun einige Vorschläge. Beginn der Sitzung ist um 17.30 Uhr.

Zur Erinnerung: Im September forderten die beiden Anlieger Rainer Kiehl und Benjamin Weber, die Verkehrsinsel müsse weg und vielleicht durch eine Schwelle ersetzt werden. Die Probleme sind vielfältig: Die Ederfeldstraße ist durchaus stark befahren – dies liegt nicht nur an der Realschule, sondern vielleicht auch an der Abkürzung von der Bundesstraße 62 zur Kaserne. Leider halten sich nicht alle Pkw-Fahrer an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Hinzu kommt Lkw-Verkehr, der die Straße zusätzlich in einen schlechteren Zustand versetzt. „Es rauscht morgens hier her“, berichtete Rainer Kiehl. Steine fliegen bei den gefahrenen Geschwindigkeiten durch die Gegend. „Die Straße löst sich auf“, betonte der Anwohner und nannte als Grund dafür auch die einseitige Befahrung. Inzwischen sind hier solche Wellen drin, dass es Fahrzeuge gibt, die schon aufsetzen. „Es muss ja nicht erst etwas passieren“, meinte Rainer Kiehl und hatte auch die Sicherheit der hier herlaufenden Realschüler im Sinn.

Seit Ende September hat sich die Verwaltung ihre Gedanken gemacht, um eine Lösung für die Ederfeldstraße zu präsentieren. Bei der Wahl der baulichen Elemente gelte es, ein besonderes Augenmerk auf die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, auf die Langlebigkeit sowie auch auf die generelle Funktionstauglichkeit zu legen. Die Vorschläge aus dem Rathaus der Edergemeinde lauten:

Variante „Kölner Teller“: Hierbei werden halbrunde Metallkörper auf den Fahrbahnbelag geklebt. In verschiedenen Berichten im Internet wird nach der Funktionstauglichkeit dieser Hindernisse gefragt. Subjektiv stellen die Teller demnach keinen wesentlichen Nutzen dar. Nur wenige Verkehrsteilnehmer verringern demnach ihre Geschwindigkeit. Außerdem wird von einem enormen Lärmpegel berichtet.

Variante „Berliner Kissen“: Sie dienen einer effektiven Verkehrsberuhigung und Geschwindigkeitsreduzierung. Der Einbau ist sowohl aufgedübelt, aufgeklebt als auch einasphaltiert mit einem Rampenstein möglich. Diese Kissen sollen schonend für Fahrzeuge sein und dabei wenig Lärm verursachen, heißt es in der Vorlage.

Variante „Temposchwellen“: Temposchwellen sind laut Verwaltung angenehm zu passieren und verlangsamen dennoch spürbar den Straßenverkehr. Die schwarz-gelben Temposchwellen sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, sehr robust und dank ihrer gelben Reflexstreifen auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut sichtbar, heißt es weiter.

Die Verwaltung schlägt vor, die Anwohner bei der Wahl der Variante einzubinden und stellt dahingehend auch fest: „Objektiv betrachtet birgt jede Variante Vor- und Nachteile“ – für den fließenden Verkehr, für die Anlieger, die vielleicht mehrfach am Tag die Schwellen befahren müssen und für die direkten Anlieger in Bezug auf Lärm durch die Verkehrsberuhigung und auch den Lärm durch das Abbremsen und durch das Beschleunigen vor und nach der Schwelle. Je nach Wahl der Verkehrsberuhigung fallen Kosten von 3000 bis 5000 Euro an. Die Kosten für den Rückbau der Pflanzinsel mit Fahrbahnerneuerung werden auf circa 35.000 Euro geschätzt. Mittel für die Maßnahme könnte es frühestens im Haushalt 2021 geben. Problem: 2021 steht aufgrund der Haushaltslage für die Unterhaltung von Straßen, Wege und Brücken nur noch ein Betrag von 50.000 Euro parat.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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