Paten des Rosengartens sind verärgert
Bücher herausgerissen und verbrannt

Antje-Laues Oltersdorf ist froh, dass am alten Friedhof Literatur und Blütenpracht zusammentreffen. Für den oder die Vandalen hätte sie schon eine nützliche Aufgabe.
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  • Antje-Laues Oltersdorf ist froh, dass am alten Friedhof Literatur und Blütenpracht zusammentreffen. Für den oder die Vandalen hätte sie schon eine nützliche Aufgabe.

  • Foto: Christian Völkel
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vc Erndtebrück. Die Gemeinde Erndtebrück und der Sponsor Westnetz haben erst im April einen neuen Bücherschrank aufgestellt. Der Standort im Rosengarten am alten Friedhof gilt seitdem als Treffpunkt für Lesefreunde und Rosenliebhaber. „Leider gibt es Zeitgenossen, die ehrenamtliches Engagement nicht zu schätzen wissen und auf solche Bemühungen mit Zerstörungswut reagieren“, berichtete Antje Laues-Oltersdorf verärgert im Gespräch mit der SZ. Denn am Wochenende wurden einige Bücher beschädigt oder zerstört.

Bisher war Vandalismus kein Thema

Die Erndtebrückerin engagiert sich nicht nur für den Rosengarten. Zusammen mit ihrer Mutter Irmlind Laues betreut sie auch den neuen Bücherschrank am alten Friedhof. Entdeckt wurde das Malheur am Samstagmittag: „Die Bücher fanden sich direkt an der Kapelle. Ich gehe nicht davon aus, dass die Bücher dort wesentlich länger gelegen haben. Ein Buch war in drei Teile gerissen, ein Exemplar angekokelt und ein Band zu nass, um ihn wiederzuverwenden. Der Schaden war nicht immens, aber es ist schade, dass Menschen so etwas machen. Dabei wird der Rosengarten sehr gut genutzt – von Bürgern aller Generationen, die übrigens ihren Müll vorbildlich mitnehmen. Das Thema Vandalismus spielte bei uns bisher keine Rolle“, berichtet die Rosenfreundin.

Mit Blick auf den oder die Täter wüsste die Erndtebrückerin schon gerne, wer dahintersteckt. „Diejenigen würde ich gerne ein paar Mal im Rosengarten den Rasen mähen lassen. Das ist nämlich recht anstrengend.“

Das Projekt Bücherschrank ist ein Erfolg

Abgesehen vom aktuellem Vandalismus präsentiert sich das Projekt Bücherschrank allerdings als Erfolg. „Der öffentliche Bücherschrank im Rosengarten alter Friedhof wird sehr gut angenommen und bereitet vielen Menschen Freude“, erläutert Antje Laues-Oltersdorf. Schon nach wenigen Tagen hätte eine gute Fluktuation der Bücher stattgefunden. „Seitdem wechselt die Literatur ständig. Das ist eine richtig gute Sache.“

Zerstörte Bücher wie dieses entfachten jetzt den Zorn von Antje Laues-Oltersdorf. Vandalismus sei bisher kein Thema im Rosengarten gewesen.
  • Zerstörte Bücher wie dieses entfachten jetzt den Zorn von Antje Laues-Oltersdorf. Vandalismus sei bisher kein Thema im Rosengarten gewesen.
  • Foto: privat
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Der installierte Bücherschrank soll als Tauschsystem für Bücher gelten, die von den Nutzern kostenlos abgegeben und eben auch mitgenommen werden können. An diesem Standort treffen seitdem Botanik und Literatur aufeinander. Auf der einen Seite der Rosengarten mit über 400 verschiedenen Rosensorten, auf der anderen ein bunter Mix an Literatur. Der Bücherschrank ist rund um die Uhr geöffnet, besteht aus wetterfestem Cortenstahl und besitzt selbstschließende Türen. So sind alle Bücher immer vor Regen geschützt.

Das untere Fach ist übrigens für Kinderbücher gedacht und so angeordnet, dass kleinere Bürger der Gemeinde die Bücher gut erreichen können. Im Schrank finden Interessierte Krimis, Romane, Sachbücher und eben Kinderliteratur.

Antje-Laues Oltersdorf ist froh, dass am alten Friedhof Literatur und Blütenpracht zusammentreffen. Für den oder die Vandalen hätte sie schon eine nützliche Aufgabe.
Zerstörte Bücher wie dieses entfachten jetzt den Zorn von Antje Laues-Oltersdorf. Vandalismus sei bisher kein Thema im Rosengarten gewesen.
Autor:

Christian Völkel

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