Caritas-Heim Erndtebrück: Baubeginn im Herbst 2003

»Projekt mit geänderten Rahmenbedingungen fortsetzen«

Erndtebrück. In der Siegener Zeitung war es bereits nachzulesen: Der Bau des Caritas-Seniorenheims in Erndtebrück wird sich aufgrund der Haushaltssperre beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe verzögern. Gestern nutzten Bürgermeister Heinz-Josef Linten und Thomas Griffig, Geschäftsführer des Caritasverbandes Siegen-Wittgenstein, bei einem Pressegespräch die Gelegenheit, um die Bevölkerung über den Stand der Dinge zu informieren.

Kernaussage: Das 5-Mill.-e-Projekt wird kommen, jedoch später als ursprünglich geplant. »Baubeginn im Herbst nächsten Jahres, das wäre unser Wunsch«, gab Thomas Griffig Einblick in die Planungen. Wegen der Haushaltssperre und der geplanten Änderung des Landespflegegesetzes zum 1. Juli 2003 befinde man sich »in einem rechtlichen Vakuum, das wir füllen müssen«. Derzeit gebe es allerdings noch keine Entscheidung, doch zumindest ein Eckpunktepapier, »von dem wir davon ausgehen, dass es so umgesetzt wird«, erklärte der Caritas-Geschäftsführer. Derzeit befinde sich das Grundstück noch im Besitz der Firma Buderus-Klute, »wir hätten im Herbst gekauft, doch haben aufgrund der Rechtsunsicherheit zunächst davon abgesehen«, berichtete Thomas Griffig.

Das ist auch der Grund dafür, warum Gemeinde Erndtebrück und Caritasverband als Träger bislang keinen Durchführungsvertrag abgeschlossen haben. »Dass funktioniert nur mit dem Eigentümer des Grundstückes«, gab Bauamtsleiter Heinz-Adolf Stöcker zu bedenken. Bürgermeister Heinz-Josef Linten brachte die Variante ins Gespräch, »dass unter Umständen die Firma Buderus-Klute in Vorleistung tritt und wir das Problem so aus der Welt schaffen«. Nach der Bürgerbeteiligung liege es dann in der Hand des Fachausschusses bzw. des Gemeinderates, Baurecht zu schaffen. Bauamtsleiter Heinz-Adolf-Stöcker sagte, dass mehrere Bürger ihre Bedenken gegen das Projekt vorgebracht hätten, »es handelte sich jedoch um keine wesentlichen städtebaulichen Aspekte«.

Bürgermeister Heinz-Josef Linten kam zu einem vorläufigen Fazit: Das Wegbrechen der Mittel des Landschaftsverbandes sei sehr schmerzlich für das Vorhaben gewesen, doch die Einrichtung sei nicht in Gefahr, unterstrich der Verwaltungsleiter. »Das Projekt wird im nächsten Jahr fortgesetzt, aber zu geänderten Rahmenbedigungen«, meinte Heinz-Josef Linten. Im Klartext bedeute dies, so Caritas-Geschäftsführer Thomas Griffig, dass die ursprünglich geplante Fläche von 3300 auf rund 3000 Quadratmeter reduziert werde. »Den Platz sparen wir aber nicht bei den Zimmern ein. Wir werden mit dem Architekten eine gewisse Kreativität entwickeln, so dass der Nutzer keine Einbußen hinnehmen muss«, stellte Griffig klar.

In dem »Haus mit offener Kommunikation« mit 66 Plätzen, so der Caritas-Verantwortliche, sollen 50 bis 60 Arbeitsplätze – in Voll- und Teilzeit – entstehen. Die Bauzeit liege zwischen eineinhalb und zwei Jahren, so dass im Jahr 2005 die ersten Senioren einziehen könnten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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