»Das ist die beste Fördermöglichkeit«

Die AWo-Werkstatt in Schameder hatte beim Herbstfest am Samstag wieder volles Haus

BW Schameder. »Eigentlich«, erzählte Jörg-Michael Bald, »eigentlich ist die AWo-Werkstatt nur für maximal 120 Beschäftigte ausgerichtet.« Derzeit finden jedoch 177 Menschen in Schameder eine Arbeitsstelle in der Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt, die am Samstag wieder einmal mehr als 1000 Besucher zum Herbstfest anzog. Hier hatten die Beschäftigten einmal die Gelegenheit, ihre Berufe den Gästen näher zu bringen. Die Werkstatt kooperiert eng mit verschiedenen Firmen aus der heimischen Region, die teilweise sogar gesamte Produkttypen durch die AWo-Werkstatt herstellen lassen. Werkstattleiter Jörg-Michael Bald verwies – nur als ein Beispiel unter vielen – auf die Firma Arwei aus Wilnsdorf.

Lob an heimische Unterstützer-Firmen

Der Hersteller von Fußabstreifern hat eine Produktlinie entwickelt, welche ausschließlich in Schameder hergestellt wird. Die Firma übernimmt den Vertrieb, die Produktion liegt bei den Beschäftigten in der Werkstatt. »Die Firmen helfen uns, diese Arbeitsplätze auch mit Arbeit zu füllen«, betonte Jörg-Michael Bald. Und es sind wahrlich viele heimische Firmen, die einen Teil der Produktion nach Schameder auslagern, damit die Beschäftigten der AWo-Werkstatt eine nützliche Arbeit haben: »Wir versuchen, Arbeitskräfte an Unternehmen zu vermitteln.« Aus der Arbeitsstelle in der AWo-Werkstatt werde dann eine ausgelagerte Arbeit vor Ort: »Dies ist die beste Fördermöglichkeit«.

Die Landschaftspfleger haben viel zu tun

Denn das ist die eigentlich zentrale Aufgabe der Werkstatt: Hier soll jeder Beschäftigte nach seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten gefördert werden, mit ganz individuellen Aufgaben natürlich. Um dann in der Produktion der AWo-Werkstatt zu helfen, »qualitativ hochwertige Sachen herzustellen«, wie der Leiter feststellte. Oder in den Gruppen der Landschaftspflege mitzuarbeiten, die volle Auftragsbücher habe.

Neues Projekt mit Förderung angestoßen

Bei einer fast 50-prozentigen Überauslastung müssen die Mitarbeiter der Werkstatt auch neue Ideen entwickeln, um entstehende Platzprobleme zu lösen, beispielsweise durch ein neues Hochregal-Lager Und es gibt in der AWo-Werkstatt auch immer wieder neue Projekte. Hierzu zählte Jörg-Michael Bald in erster Linie die Teilnahme am Wettbewerb »Mensch und Natur«, der von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und dem ZDF ins Leben gerufen wurde. Auch die AWo-Werkstatt startete hierfür ein Projekt mit der Idee, mit behinderten Menschen anderen Menschen die Natur näher zu bringen. Aus dieser Idee entstand dann das Konzept eines »Natur-Erlebnis-Karussells«, das mit der Hilfe von Fördergeldern der Bundesstiftung nun realisiert werden soll. Jenes Projekt wurde aus mehreren hundert zur Förderung ausgewählt. »Mit der Unterstützung des Forstamts Hilchenbach fand sich der ideale Standort des Projekts«, erläuterte Jörg-Michael Bald: der direkt am Rothaarsteig liegende Kreuzungsbereich oberhalb des Spielplatzes auf dem Giller bei Lützel. Dem Bau des »Natur-Erlebnis-Karussells« stehe also nichts mehr im Wege, das Projekt soll bis Ende Mai des kommenden Jahres fertig gestellt werden.

Holzarbeiten gingen über die Ladentheke

Die Gäste des Herbstfests besichtigten die Produktion innerhalb der Werkstatt und schauten sich dabei auch die Schreinerei an. Aus dieser stammen viele Holzarbeiten, die über den Ladentisch gingen – von weihnachtlichen Accessoires bis hin zu Vogelhäuschen und Nistkästen. Verkauft wurden auch viele Handarbeiten beim Elternbasar, oder auch die Waffeln von den Landfrauen aus Rückershausen und Weide, oder unzählige Kuchenstücke. Alle Erlöse gingen natürlich an die Werkstatt selbst, schließlich wird ein elektrischer Hubwagen dringend benötigt. Damit die Arbeitsplätze in der AWo-Werkstatt auch künftig gesichert sind.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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