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Letzter Halt: Auktionshaus
Die BEG will Bahnhofsgebäude versteigern

Das ehemalige Empfangsgebäude des Erndtebrücker Bahnhofs soll am 10. Dezember versteigert werden.
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vc/sz Erndtebrück. Dass bei diesem Thema erneut Dampf im Kessel ist, freut wohl nicht nur Eisenbahnfreunde. Wie die Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft (BEG) und die Gemeinde Erndtebrück am Montag mitteilten, soll das ehemalige Bahnhofsgebäude nebst Güterschuppen versteigert werden. Seit 2017 haben die BEG und die Gemeinde zuletzt nach einem neuen Investor gesucht. Die Hoffnung: Der „vorzugsweise lokale Investor“ solle das stadtbildprägende und zentral im Ortskern gelegene Empfangsgebäude erwerben und sanieren.
Kein Investor zu finden
Der potentielle Investor hätte eine Immobilie vorgefunden, die stellenweise mit Netzen abgesichert ist, damit keine Gebäudeteile auf die Bahnhofsstraße oder ins Gebäudeinnere fallen können.

vc/sz Erndtebrück. Dass bei diesem Thema erneut Dampf im Kessel ist, freut wohl nicht nur Eisenbahnfreunde. Wie die Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft (BEG) und die Gemeinde Erndtebrück am Montag mitteilten, soll das ehemalige Bahnhofsgebäude nebst Güterschuppen versteigert werden. Seit 2017 haben die BEG und die Gemeinde zuletzt nach einem neuen Investor gesucht. Die Hoffnung: Der „vorzugsweise lokale Investor“ solle das stadtbildprägende und zentral im Ortskern gelegene Empfangsgebäude erwerben und sanieren.

Kein Investor zu finden

Der potentielle Investor hätte eine Immobilie vorgefunden, die stellenweise mit Netzen abgesichert ist, damit keine Gebäudeteile auf die Bahnhofsstraße oder ins Gebäudeinnere fallen können. Die Funktion als Empfangsgebäude des Bahnhofs hat das Gebäude bereits 2017 eingebüßt. DB Netz AG und die DB Station&Service AG hatten umfassend investiert, einen neuen Zugang zu den Bahnsteiganlagen geschaffen und auch die Stellwerkstechnik umfassend modernisiert.

Zeitgleich hat die Gemeinde Erndtebrück begonnen, dass unterhalb der Berliner Straße befindliche ehemalige Grundstück der Bahn in einen Park-Ride-Parkplatz umzubauen. Wie die DB Netz AG als Eigentümerin und die BEG ausführten, konnten sie trotz gemeinsamer Suche und intensiver Beratung und Unterstützung der Gemeinde keinen Investor gefunden. „Daher gehen DB Netz AG als Eigentümerin und die BEG nun den Weg der Grundstücksauktion“, heißt es in der Pressemitteilung. „Das Auktionshaus und ich sehen in der Immobilie Potenzial. Das ist der einzige Bahnhof in NRW, den wir jetzt in der Auktion haben. Bei zahlreichen anderen Standorten haben wir gemeinsam mit den Kommunen Lösungen gefunden“, so Carsten Kirchhoff, Handlungsbevollmächtigter der BEG.

Historisches Gebäude kommt unter den Hammer

Die DB Netz AG hatte das Empfangsgebäude bereits vor mehr als zehn Jahren für entbehrlich erklärt. Danach wurde der Gebäudekomplex bereits das erste Mal verkauft: Zwei Investoren aus Siegen-Wittgenstein hatten die Immobilie erworben, die Sanierung aber „aus persönlichen Gründen“, so schreibt die BEG, nicht umsetzen können. Sechs Jahre später erwarb die BEG die Immobilie dann auf Wunsch der Gemeinde Erndtebrück erneut.

Nun kommt das ehemals stolze Gebäude erstmals unter den Hammer: Die „Westdeutsche Grundstücksauktion“ wird die Auktion durchführen. Das Auktionshaus ist unter www.wdga-ag.de im Netz zu finden. Dort ist der Bahnhof bereits eingestellt. Die Auktion findet als Live-Stream-Veranstaltung unter der besagten Internetadresse oder wahlweise vor Ort im Hilton Cologne Hotel, Marzellenstraße 13-17, in Köln statt. Als Auktionslimit sind 29.000 Euro angegeben.
,,Erhaltenswert und sanierungsfähig''
Das in den Jahren 1914 bis 1916 errichtete Empfangsgebäude Erndtebrück zeichnet sich durch seine Empfangshalle und die klassizistische Fassade aus. „Entsprechend seinem Standort an einem Kreuzungsbahnhof mehrerer Strecken wurde das Gebäude schon zu seiner Bauzeit größer als viele andere Empfangsgebäude in Wittgenstein ausgelegt“, berichtet die BEG. Das Gebäude verfügt laut Mitteilung im Erd- und Obergeschoss über rund 675 Quadratmeter Nutzfläche sowie weitere 220 Quadratmeter im Güterschuppen.

In der Mitteilung wird erwähnt, dass das Gebäude „in den letzten Jahren weitgehend leer stand.“ Trotz dieser Situation sei das Gebäude aber aus Sicht der Gemeinde und der BEG gerade aufgrund seiner städtebaulichen Bedeutung und der „guten bauzeitlichen Grundbausubstanz“ erhaltenswert und sanierungsfähig.

Autor:

Christian Völkel

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