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IKEK in Erndtebrück
Die ersten Projekte haben bereits Fahrt aufgenommen

In privater Trägerschaft soll auf diesem Gelände im Ortskern mit Unterstützung durch die Gemeindeverwaltung das Projekt „Ederauenpark“ realisiert werden.
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  • In privater Trägerschaft soll auf diesem Gelände im Ortskern mit Unterstützung durch die Gemeindeverwaltung das Projekt „Ederauenpark“ realisiert werden.
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bw Erndtebrück. Mit umfangreicher Bürgerbeteiligung startete die Gemeinde Erndtebrück im Mai 2017 in den Prozess zur Erstellung eines Integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK), im Sommer folgten drei Zukunftswerkstätten in Schameder, in Birkelbach und im Kernort – ebenfalls mit einer positiven Beteiligung aus der Bürgerschaft. Die Bürger diskutierten sehr intensiv in Arbeitsgruppen, beurteilten Entwicklungsbedarfe und trugen Vorschläge und konkrete Projektideen für die Weiterentwicklung „ihrer“ Ortsteile an Themenwänden zusammen....

bw Erndtebrück. Mit umfangreicher Bürgerbeteiligung startete die Gemeinde Erndtebrück im Mai 2017 in den Prozess zur Erstellung eines Integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK), im Sommer folgten drei Zukunftswerkstätten in Schameder, in Birkelbach und im Kernort – ebenfalls mit einer positiven Beteiligung aus der Bürgerschaft. Die Bürger diskutierten sehr intensiv in Arbeitsgruppen, beurteilten Entwicklungsbedarfe und trugen Vorschläge und konkrete Projektideen für die Weiterentwicklung „ihrer“ Ortsteile an Themenwänden zusammen. Hier standen folgende Fragen im Vordergrund:

• „Welche Aufgabenschwerpunkte sehen wir für die positive Weiterentwicklung unserer Ortsteile und für die gesamte Gemeinde in den kommenden Jahren, insbesondere angesichts der Herausforderungen des demografischen Wandels?“

• „Welche Maßnahmen und Projekte wollen wir dafür vorrangig anpacken?“

„Mit diesem IKEK entwickeln wir eine grundsätzliche Zukunftsgestaltung unserer Ortsteile. Es soll eine Richtschnur für die Entwicklung der kommenden Jahre sein, auf die sich konkrete Vorhaben und Projekte stützen können“, betonte Bürgermeister Henning Gronau seinerzeit. Auch für die Jugendlichen gab es einen eigenen Workshop im Jugendtreff „Login“, in dem sie ihre Ideen einbringen konnten. Im Dezember 2017 stellte Jens Steinhoff vom begleitenden Institut für Regionalmanagement (IfR) die Ergebnisse des Prozesses vor, die schließlich im März 2018 im fertigen IKEK mündeten: ein 110 Seiten starkes Entwicklungskonzept für Erndtebrück. Danach wurde es aber still um das IKEK. Und was ist draus geworden?

Alles nur ein „Papiertiger“, der längst in der Schublade verschwunden ist? Mitnichten, das stellte die Gemeinde Erndtebrück jetzt auf Anfrage der SZ klar. „Dass der Begriff IKEK als solcher nicht mehr täglich im Raum Erndtebrück präsent ist, ist sicherlich damit zu begründen, dass die einzelnen Projekte und deren Umsetzung nun mehr im Fokus stehen als das zugrundeliegende Konzept“, hieß es in einer Stellungnahme aus dem Rathaus.

Der IKEK-Prozess habe zunächst dazu gedient, mittels Bürgerbeteiligung und externer Analyse die Bestandsaufnahme des gesamten Gemeindegebietes anzufertigen sowie kurz-, mittel- und langfristig in verschiedenen Handlungsfelder die Entwicklungsziele zu entwickeln, die durch konkrete Projekte umgesetzt werden können. Weiter hieß es: „In der Zwischenzeit konnten die Gemeindeverwaltung, kirchliche Einrichtungen, bürgerschaftliche Vereinigungen und private Akteure verschiedene Projekte auf den Weg bringen oder gar umsetzen, die in enger und guter Zusammenarbeit gemeinsam entwickelt wurden.“ Die Gemeinde nannte folgende Projekte:

• Weiterentwicklung und Umnutzung des Kirchhügels: Seitens der Kirchengemeinde wurden die Planungen bereits weit vorangetrieben. Derzeit befindet sich die Kirchengemeinde mit der Gemeinde in engem Austausch, um die Umsetzung des Projektes weiter zu konkretisieren.

• Aufwertung der Außenbereiche Bahnhof und Mühlenweg: Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der Leader-Region Wittgenstein hat dem Förderprojekt „Alter Bahnhof, Neues Umfeld – Einstiegsportal Erlebnisorte Eder-Radweg“ bereits zugestimmt. Eine Zustimmung durch die Bezirksregierung ist noch erforderlich.

• Errichtung von W-LAN-Hotspots an öffentlichen Begegnungsstätten: Mit dem City-W-LAN in Erndtebrück wurde bereits ein erstes Projekt realisiert. Der Ortskern verfügt bereits über öffentliches W-LAN.

• Funktionale und bauliche Modernisierung der Mehrzweckhalle Birkelbach: Für dieses Vorhaben konnten Fördermittel in Höhe von rund 292 000 Euro eingeworben werden. Derzeit werden baurechtliche Abstimmungen vorgenommen. Der Maßnahmenbeginn soll 2020 erfolgen.

• Modernisierungsmaßnahmen am Dorfgemeinschaftshaus Röspe: Die Dorfgemeinschaft in Röspe kann dank Fördermitteln aus dem Heimatscheck eine Aufwertung der Außenanlage realisieren. Weitere Fördermittel zur Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses sollen mit der Verwaltung akquiriert werden.

• Projekt „Draußen für alle“ auf dem geplanten dorfzentralen Platz: Auf Initiative des Dorfvereines in Birkelbach wurde mit Beteiligung der Dorfgemeinschaft die Idee des Dorfgemeinschaftsplatzes entwickelt. Dorfverein und Verwaltung arbeiten derzeit im regelmäßigen Austausch an einem Umsetzungsbeginn 2020.

• Generationsübergreifende öffentliche Aktivfreizeitangebote: In privater Trägerschaft soll mit Unterstützung durch die Gemeindeverwaltung das Projekt „Ederauenpark“ realisiert werden. Für eine Teilmaßnahme des Gesamtprojektes wurde durch die LAG Wittgenstein bereits ein positiver Beschluss gefasst, sodass dieses Projekt mit Unterstützung von Leader-Mitteln im kommenden Jahr voraussichtlich begonnen werden könnte.

• Schneller flächendeckender Ausbau von leistungsfähiger Breitbandverbindung in allen Ortsteilen: Ende 2019 werden nahezu alle Erndtebrücker Haushalte Anschluss an das Breitbandnetz angeschlossen sein und somit über mindestens 50 Mbit/Sekunde verfügen. Hierbei wird jede Ortschaft mit Glasfaser erreicht und ein Leitungsnetz von rund 35 Kilometer dann neu geschaffen sein.

• Verbesserung von Straßen und Wegen: Im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens Womelsdorf werden in Womelsdorf und Birkelbach Wirtschaftswege saniert. Auch eine Aufwertung der Ortskerne und ein damit verbundener Neubau von Straßen im Rahmen der Flurbereinigung ist bereits eingeleitet.

Weitere Projekte befinden sich für die kommenden Jahre noch in Planung. Auch in Zukunft sei die Verwaltung daran interessiert, den Weg weiterzugehen und noch zahlreiche Projekte zu realisieren. Hierzu werden die Bürger auch immer wieder in regelmäßigen Abständen mit einbezogen.

In privater Trägerschaft soll auf diesem Gelände im Ortskern mit Unterstützung durch die Gemeindeverwaltung das Projekt „Ederauenpark“ realisiert werden.
Die Kirchengemeinde will ihre Arbeit hier auf dem Kirchhügel konzentrieren.
Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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