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Freiwillige Feuerwehr Erndtebrück
Die Hilfe für die Bevölkerung ist ihr Hobby

Der ehemalige Kommandeur der Hachenberg-Kaserne, Oberst a. D. Dieter Beck (3. v. l.), hat viel für die sehr gute Zusammenarbeit von Bundeswehr und Feuerwehr getan. Als Dank erhielt der Erndtebrücker die Ehrenmedaille des Deutschen Feuerwehr-Verbands und stehenden Applaus der Erndtebrücker Truppe.
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  • Der ehemalige Kommandeur der Hachenberg-Kaserne, Oberst a. D. Dieter Beck (3. v. l.), hat viel für die sehr gute Zusammenarbeit von Bundeswehr und Feuerwehr getan. Als Dank erhielt der Erndtebrücker die Ehrenmedaille des Deutschen Feuerwehr-Verbands und stehenden Applaus der Erndtebrücker Truppe.
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  • hochgeladen von Björn Weyand (Redakteur)

bw Erndtebrück. Ein von der Zahl der Einsätze genommen etwas ruhigeres Jahr liegt hinter der Freiwilligen Feuerwehr Erndtebrück – war deren Zahl im Jahre 2018 zum ersten Mal dreistellig, summierten sich die Einsätze im vergangenen Jahr auf 86. Freilich gab es für die Kameraden deswegen nicht weniger zu tun, wie bei der Jahresdienstversammlung am Samstagabend im Casino der Hachenberg-Kaserne deutlich wurde. So zählte Wehrführer Karl-Friedrich Müller beispielsweise eine Vielzahl an Fortbildungen auf, die von den Feuerwehrleuten aus der Edergemeinde absolviert wurden. Nicht umsonst standen zahlreiche Beförderungen auf der Tagesordnung.

bw Erndtebrück. Ein von der Zahl der Einsätze genommen etwas ruhigeres Jahr liegt hinter der Freiwilligen Feuerwehr Erndtebrück – war deren Zahl im Jahre 2018 zum ersten Mal dreistellig, summierten sich die Einsätze im vergangenen Jahr auf 86. Freilich gab es für die Kameraden deswegen nicht weniger zu tun, wie bei der Jahresdienstversammlung am Samstagabend im Casino der Hachenberg-Kaserne deutlich wurde. So zählte Wehrführer Karl-Friedrich Müller beispielsweise eine Vielzahl an Fortbildungen auf, die von den Feuerwehrleuten aus der Edergemeinde absolviert wurden. Nicht umsonst standen zahlreiche Beförderungen auf der Tagesordnung. Der Wille zur Ausbildung zeigt eines auch ganz deutlich: „Nicht die Ausrüstung und die Fahrzeuge sind unser Hobby, sondern unser Hobby ist es, den Bürgern der Gemeinde zu helfen“, sagte Karl-Friedrich Müller.

Der Dank von Bürgermeister Henning Gronau war der Truppe dafür gewiss: „Ich kenne nur hilfsbereite Feuerwehrleute mit dem Blick für den Nächsten.“ Er lobte den selbstlosen Einsatz der Kameraden, die ein herausragendes Ausbildungsniveau unter Beweis stellten. Ein Dank gelte indes auch den Familien und den Betrieben, die den Feuerwehrleuten die Rückendeckung für die Ausübung des Ehrenamtes geben. Die Gemeinde wird die Feuerwehr dabei ebenfalls weiterhin tatkräftig unterstützen, wie der Rathaus-Chef berichtete. Die Drehleiter ist bestellt und soll im Mai ausgeliefert werden. In den kommenden Tagen erhält die Erndtebrücker Feuerwehr aber bereits eine Leih-Drehleiter aus Kreuztal.

Die Planungen für den Umbau des Gerätehauses in Schameder schreiten voran, ein Bauantrag soll bis Jahresende gestellt werden, sodass mit einem Baubeginn dann 2021 zu rechnen ist. Auch der Parkplatz in Birkelbach am Gerätehaus ist in Vorbereitung. Der Brandschutzbedarfsplan, im vergangenen Jahr neu beschlossen, solle konsequent abgearbeitet werden, verriet Karl-Friedrich Müller. Für 2021 steht ein Tanklöschfahrzeug auf dem Plan, für 2022 das Löschfahrzeug für Birkefehl und für 2023 der Einsatzleitwagen. Da ist es kein Wunder, dass die Gemeinde Erndtebrück nicht mit der Feuerschutzpauschale des Landes in Höhe von rund 41 000 Euro auskommen kann. Die Kommune ist mit den Investitionen für die Feuerwehr schon so erheblich in Vorleistung getreten, dass diese Feuerschutzpauschale erst 2039 wieder genutzt werden könnte – und auch nur ohne Investitionen in den kommenden Jahren. Doch weitere Ausgaben stehen ja noch an, etwa in neue Einsatzkleidung für Atemschutzgeräteträger, die sich zukünftig nach dem Einsatz an Ort und Stelle umziehen sollen und nicht mit den verrußten Klamotten in das Gerätehaus zurückfahren sollen. Weiterhin ein aktuelles Thema bleibt auch die Wasserversorgung im Gemeindegebiet: Da gilt es, gegen Engpässe vorzugehen.

Die Zahl der aktiven Feuerwehrleute ist im vergangenen Jahr noch einmal gestiegen auf 160 Männer und Frauen (Löschzug 1: 50; Birkelbach: 30; Birkefehl: 21; Womelsdorf: 20; Schameder: 33; Balde: 6). Das waren drei mehr als 2018. Wie eigentlich in jedem Jahr mahnte der Wehrführer eine höhere Zahl einsatzbereiter Atemschutzgeräteträger an – 66 waren es 2019, nochmals zwei weniger als im Vorjahr. „Das ist immer ein Sorgenkind“, sagte Karl-Friedrich Müller. Ganz im Gegensatz zur Unterstützung aus der Bevölkerung: Die Zahl aller Mitglieder stieg auf 1055, vor allem sind es mehr fördernde Mitglieder geworden im vergangenen Jahr (von 682 auf 746). „Insgesamt sind bei uns in Erndtebrück damit 14 Prozent der Bevölkerung in der Feuerwehr“, hob Karl-Friedrich Müller einen eigentlich sagenhaften Wert hervor. Und 2,4 Prozent der Bevölkerung sind sogar in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv.

Die Kinderfeuerwehr hat sich etabliert und legte trotz mehrerer Übergänge in die Jugendfeuerwehr noch einmal von 55 auf 59 Jungen und Mädchen zu. In der Jugendfeuerwehr blieb die Zahl mit 26 stabil, die Abgänge in die aktive Feuerwehr wurden durch Zugänge von der Kinderfeuerwehr ausgeglichen. Etwas „bremsen“ wollte der Wehrführer die Kameraden bei den Ausrückezeiten, die durch die Bank weg nochmals verbessert wurden. Spitzenreiter ist die Löschgruppe Birkelbach mit einer unglaublichen durchschnittlichen Ausrückezeit von 2:42 Minuten. Karl-Friedrich Müller bat indes: „Übertreibt es bitte nicht.“

Unterm Strich lobte der Wehrführer die Truppe, die 365 Tage im Jahr rund um die Uhr bereit stehe, der Bevölkerung zu helfen: „Auf euch ist jederzeit Verlass!“

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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