Die Schnitzeljagd fängt an

Nach der Lesung stellte sich Ralf Strackbein (l.), hier mit Gerhard Weiand, den Fragen des Publikums. Foto: vg
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vg Erndtebrück. Ein seltsamer Mord, eine Mondnacht auf dem Friedhof, Geräusche im Dickicht, ein Fremder mit Spaten, ein aufgeschaufeltes Grab und jede Menge Spannung machten jetzt die Lesung aus, mit der der Siegener Autor Ralf Strackbein am Donnerstagabend im Westfälischen Hof Erndtebrück gastierte.

Im 19. Teil seines Detektiv-Romans „Tristan Irle und der Grabräuber“ schickt Ralf Strackbein seinen Helden in die geheimnisvolle Welt der Freimaurerei (die Siegener Zeitung berichtete.) Und die Kostprobe, die der Autor den Erndtebrücker Zuhörern mit seiner Lesung gab, sollte ihre Wirkung nicht verfehlen. „Dieser Roman ist eine einzige Schnitzeljagd“, sagte der Autor nach der Lesung im Gespräch mit dem Publikum. Daher habe er zeitgleich mit dem Roman auch ein entsprechendes Notizbuch veröffentlicht, mit dem der Leser noch einmal alle aufgeführten Orte in Zeichnungen und Bildern nachvollziehen könne.

„Jedenfalls hat das Schreiben diesmal höllisch Spaß gemacht“, so der Autor mit einem spitzbübigen Grinsen. Die Recherchearbeit sei hingegen sehr umfangreich und bisweilen sehr schwer gewesen. Aber die Ideen seien ihm beim Schreiben einfach nur so zugeflogen. „Ich habe die einzelnen Orte zum Beispiel abgefahren und hatte direkt die Dialoge vor Augen, die die entsprechenden Personen aus dem Roman hier sprechen könnten. Ich musste eben nur alles schnell genug aufschreiben.“

Natürlich sei er auch einmal bei der Recherche an einen Punkt gekommen, an dem zunächst kein Weiterkommen möglich war. „Aber als Literaturwissenschaftler weiß man sich da sehr gut zu helfen.“ Schließlich habe die Universität Siegen ja eine hervorragende Bibliothek und auch das Internet sei ja eine nicht zu unterschätzende Hilfe. Für die genaueren Details zu Ritualen und Symbolen der Freimaurerei suchte Ralf Strackbein sogar das Gespräch mit dem Meister vom Stuhl von der Siegener Freimaurerloge „Zu den drei eisernen Bergen“, Professor Dr. Ernfried Obermeier. „In meinem Roman heißt die Loge aber ,Zu den drei eisernen Gruben’“, so Ralf Strackbein. Ohnehin seien Ähnlichkeiten des Romaninhalts mit wirklichen Personen, Vereinen, Gruppierungen und Institutionen wie immer rein zufällig.

„Aber alle Orte sind real“, machte der Autor deutlich. Man könne sich zum Beispspiel einen Spaß machen und alle aufgeführten Lokalitäten aufsuchen und mit dem Roman und dem Notizbuch in der Hand auf den Spuren von Tristan Irle wandeln. „Aber heben Sie keinen Sargdeckel an“, warnte der Autor augenzwinkernd.Ob er denn auch schon eine Idee für den 20. Tristan-Irle-Roman habe, wollte einer der Zuhörer wissen. „Ja, es gibt da sehr viele Ideen“, gab der Autor zur Antwort - aber eines wolle er schon verraten: „Marlowe, der Kakadu von Tristan Irle, wird nächstes Jahr auf jeden Fall im Mittelpunkt stehen.“Auch sei geplant, einen Bildband über alle 20 Tristan-Irle-Geschichten herauszubringen. „Ich führe diesbezüglich auch schon Gespräche mit einem Fotografen.“ Aber inwieweit sich dieses Projekt bis nächstes Jahr verwirklichen lasse, müsse man abwarten.Den 19. Roman „Tristan Irle und der Grabräuber“ ist übrigens auch in der Geschäftsstelle der Siegener Zeitung, Poststraße 34, zu erwerben. Die nächste Lesung von Ralf Strackbein in Wittgenstein findet am Mittwoch, 11. November, um 19.30 Uhr, in der Stadtbücherei Bad Berleburg statt.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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