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Heimatpreis in Erndtebrück verliehen
"Dorfbegegnungsplatz im Zeiche" auf Platz 1

Bürgermeister Henning Gronau (r.) überreichte Bernhard Motl, Sascha Roth, Carsten Dreisbach und Jörg Stöcker stellvertretend für den Heimat- und Verkehrsverein Schameder die Trophäe für Platz 1 beim Erndtebrücker Heimatpreis.
  • Bürgermeister Henning Gronau (r.) überreichte Bernhard Motl, Sascha Roth, Carsten Dreisbach und Jörg Stöcker stellvertretend für den Heimat- und Verkehrsverein Schameder die Trophäe für Platz 1 beim Erndtebrücker Heimatpreis.
  • Foto: Gemeinde
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

bw/sz Erndtebrück. Zum ersten Mal hat die Gemeinde Erndtebrück in diesem Jahr den Heimatpreis verliehen. Dieser ist eine Initiative der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, um in den Kommunen herausragendes Engagement von Menschen für die Gestaltung der Heimat vor Ort in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. „Die Bewerbungen für den Heimatpreis zeigen, was uns in Erndtebrück ausmacht: herausragendes Engagement und Vielfalt“, betont Bürgermeister Henning Gronau. „Die eingereichten Bewerbungen sind mit viel Herzblut erstellt worden – die Projekte dahinter richten sich an Jung und Alt.“ Die Gemeinde werde auch in den Folgejahren den Preis verleihen, um den vielen ehrenamtlichen Akteuren einmal Dank zu sagen. so Bürgermeister Henning Gronau.

bw/sz Erndtebrück. Zum ersten Mal hat die Gemeinde Erndtebrück in diesem Jahr den Heimatpreis verliehen. Dieser ist eine Initiative der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, um in den Kommunen herausragendes Engagement von Menschen für die Gestaltung der Heimat vor Ort in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. „Die Bewerbungen für den Heimatpreis zeigen, was uns in Erndtebrück ausmacht: herausragendes Engagement und Vielfalt“, betont Bürgermeister Henning Gronau. „Die eingereichten Bewerbungen sind mit viel Herzblut erstellt worden – die Projekte dahinter richten sich an Jung und Alt.“ Die Gemeinde werde auch in den Folgejahren den Preis verleihen, um den vielen ehrenamtlichen Akteuren einmal Dank zu sagen. so Bürgermeister Henning Gronau. NRW-Ministerin Ina Scharrenbach wird so zitiert: „Bei ‚Heimat‘ geht es um das Verbindende, um die Gemeinschaft und den Zusammenhalt. Nur eine Politik, die wertschätzt, was Menschen jeden Tag in unserem Land im Großen und vielmehr im Kleinen leisten, wird dazu beitragen, dass Heimat bewahrt und gleichzeitig für die Zukunft gestaltet werden kann.“

Dorfbegegnungsplatz im Zeiche

Da wegen der Corona-Pandemie keine Preisverleihung im großen Rahmen stattfinden konnte, übergab jetzt Bürgermeister Henning Gronau den Heimatpreis-Pokal persönlich in der jeweiligen Umgebung. Den 1. Preis erhält der Heimat- und Verkehrsverein Schameder für das Projekt „Dorfbegegnungsplatz im Zeiche“, das aus der Errichtung eines Heimathauses mit Glockenturm in einem ungenutzten Gefrierhaus und der Anlegung eines Bauergartens besteht. Viele Arbeitsstunden investierten die Bewohner der Ortschaft in das Gebäude: „Bei einer Vereinsgründung will man auch ein Heim haben“, sagt der langjährige Vorsitzende Bernhard Motl zur Errichtung der Heimatstube.

Neuer Turm für Heimathäuschen

Das frühere Frosthäuschen wurde entkernt, das Dach erneuert, Innen- und Außenarbeiten erledigt und die Umgebung angepasst. Heute dient das feine Heimathäuschen dazu, Vorstandssitzungen abzuhalten, gemeinsames Handarbeiten der Frauen, Heimatabende und das zur Tradition gewordene alljährliche Wichteln zu Weihnachten durchzuführen. Der über 90 Jahre alte Glockenturm ist zahlreichen Dorfbewohnern ans Herz gewachsen, viele verbinden damit noch heute Gedanken an den täglichen Schulgang. Deshalb wurde der Turm – inklusive einer neuen Glocke – von vielen Helfern und durch fachmännische Zimmerei- und Dachdeckerarbeiten wieder hergestellt. Ehemals bei der Schule in Schameder verortet, findet sich der historische Glockenturm nunmehr neben dem Heimathäuschen wieder

Errichtung des Heimatmuseums

Der 2. Preis geht an den Heimatverein Erndtebrück für die Errichtung des Heimatmuseums im alten Rathaus. Stellvertretend für den Verein nahmen Rainer Lückel, Lutz Körnert und Rolf Wenzel den Preis entgegen. Rainer Lückel erläuterte: „Mein Dank geht an alle, die die Arbeit des Heimatvereins würdigen und zur Verleihung des Heimatpreises beigetragen haben.“ Dass das Preisgeld in den Räumlichkeiten des Heimatmuseums sinnvoll eingesetzt werden soll, darin waren sich die drei Mitglieder einig.

"Rayquasa" schafft Kultur

Die junge Rockband „Rayquasa“ bekommt für die Gründung ihrer Band, mit der sie Integration und Kultur schafft, den 3. Preis. Dieser wurde authentisch im Proberaum von „Grandmamas Backside“ überreicht. Dieser Ort war gerade deshalb passend, da sich die Band um Sänger Roman Wunderlich fest vorgenommen hat, in die Fußstapfen von Bands wie „Bogga“ und „Grandmamas Backside“ zu treten. Die Texte der fünfköpfigen Band reichen von Umweltzerstörung über Computerspielsucht bis hin zum Thema Heimat. „Mit diesen Songs wollen wir uns zur Geltung bringen. Junge Stimmen werden oft nicht gehört – wir haben aber etwas zu sagen“, stellte Roman Wunderlich klar.

Verschiedene Kriterien

Die Projekte wurden anhand von sieben verschiedenen Kriterien mit bis zu drei Punkten durch eine Jury bewertet. Folgende Kriterien wurden dafür zuvor festgelegt: Heimat und Tradition, ehrenamtliches Engagement, Innovation, Zugänglichkeit und Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit, Möglichkeit zur Beteiligung und gesellschaftlicher Mehrwert. In der Jury saßen Heinz-Josef Linten (CDU), Tim Saßmannshausen (SPD), Detlev Rath (UWG) und Matthias Althaus (UWG) als politische Vertreter sowie Karl-Peter Rasche, Henrike Weiand, Heinz-Adolf Stöcker und Karl-Friedrich Müller aus der Bevölkerung der Edergemeinde. Die Preisgelder orientieren sich am Ergebnis der Punktevergabe durch die Jury.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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