Dorfwettbewerb: gedämpfte Erwartungen in Birkefehl

Krüger pocht auf Versprechen in Sachen Ortsdurchfahrt

Birkefehl. Er war ein knappes Ding, der Kreiswettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden« im vergangenen Jahr. Als bestes Silberdorf des Kreises Siegen-Wittgenstein qualifizierte sich der Erndtebrücker Ortsteil Birkefehl für den Landeswettbewerb 2003, neben den Golddörfern Elsoff und Burbach-Holzhausen. So weit, so gut.

»Schwer, die Leute zu motivieren«

In Birkefehl haben die Vorbereitungen für den Besuch der Landeskommission längst begonnen: der traditionelle Frühjahrsputz, Aktivitäten im und am Dorfgemeinschaftshaus sowie ein neues Backhaus am Viehweg (siehe Extrabericht in der heutigen Ausgabe) sind nur einige Beispiele. Dennoch geht Ortsvorsteher Klaus Krüger mit gedämpften Erwartungen in den Landesentscheid, aus dem Birkefehl zuletzt als Silberdorf hervorging. Grund für den momentan nicht vorhandenen Optimismus des Ortsvorstehers ist die Tatsache, dass sich zum Thema Ortsdurchfahrt seit der Bereisung der Kreiskommission im Vorjahr nichts bewegt hat. »Es ist für mich unheimlich schwer, die Leute zu motivieren, wenn sich an der Straße nichts tut«, so Klaus Krüger gegenüber der Siegener Zeitung.

»So kommen wir keinen Schritt weiter«

Der Kritikpunkt des Kommunalpolitikers geht konkret dahin, dass den Birkefehlern bei der Bereisung durch die Kreiskommission versprochen worden sei, dass noch in diesem Jahr zumindest mit den Arbeiten begonnen werde. Seines Wissens nach sei noch nicht einmal mit die Ausschreibung des Auftrages über die Bühne gegangen. An die Sanierung der katastrophalen Ortsdurchfahrt knüpfe sich schließlich die Gestaltung des gesamten Dorfkerns: »So kommen wir auch nicht einen Schritt weiter.« Bedeute im Umkehrschluss, dass man der Jury im Juli wenig Neues zu präsentieren habe.

Damit nicht genug. Die Entsiegelung von privaten Grundstücken entlang der Straße sei eigentlich längst überfällig. Doch Baumaßnahmen seien erst zu realisieren, »wenn wir sehen, wie die Straße künftig verlaufen soll«. Der Ortsvorsteher appelliert daher an die verantwortlichen Straßenbauer, noch in diesem Jahr mit der überfälligen Maßnahme zu beginnen.

Baubeginn wohl erst im Jahr 2004

Doch daraus wird aller Voraussicht nach nichts. Wie Karl-Josef Fischer vom Siegener Landesbetrieb Straßenbau auf Anfrage der Siegener Zeitung erklärte, werde die Ausschreibung zwar noch in diesem Jahr vorgenommen, Baubeginn sei jedoch erst in 2004. Dann stünden auch die entsprechenden Mittel im Haushalt bereit. Fischer führte weiter aus, dass eine Umplanung notwendig gewesen sei – nach Abstimmungen mit der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein. Einige der Birken entlang der Ortsdurchfahrt – zwischen Friedhof und Dorfmitte – fielen nun der Baumaßnahme zum Opfer. Die Vorgehensweise sei aber mit der Gemeinde Erndtebrück so abgesprochen.

Horst Schneider hält Hintertür offen

Dies bestätigte Heinz-Adolf Stöcker, Bauamtsleiter in der Edergemeinde. Die Verwaltung sei immer von dieser Planung ausgegangen, so wie sie jetzt durchgezogen werde. Die Birkelbacher Maßnahme sei für 2002 und 2003 geplant gewesen, »Birkefehl wollten wir uns nächstes Jahr vornehmen«. Einen Hoffnungsschimmer lieferte gestern Abend Horst Schneider, verantwortlich für die Wirtschaftsförderung im Kreis Siegen-Wittgenstein, im Gespräch mit der SZ. Er werde sich noch einmal intensiv dafür einsetzen, ob nicht doch noch eine Möglichkeit bestünde, um in diesem Jahr mit der Maßnahme zu beginnen. Die Angelegenheit sei schließlich »eine unendliche Geschichte«.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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