Drehleiter bald ausgedient?

Besser konnte es nicht laufen: Erndtebrück entschied sich für den Kauf eines Teleskopmasts, der sein Können bereits unter Beweis gestellt hat. Gestern stellten Bürgermeister Karl-Ludwig Völkel (l.), Feuerwehr-Chef Karl-Friedrich Müller (r.) und sechs Kameraden die Errungenschaft mit den vielen Vorteilen gegenüber der Drehleiter vor. Foto: howe
  • Besser konnte es nicht laufen: Erndtebrück entschied sich für den Kauf eines Teleskopmasts, der sein Können bereits unter Beweis gestellt hat. Gestern stellten Bürgermeister Karl-Ludwig Völkel (l.), Feuerwehr-Chef Karl-Friedrich Müller (r.) und sechs Kameraden die Errungenschaft mit den vielen Vorteilen gegenüber der Drehleiter vor. Foto: howe
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howe Erndtebrück. Mit der gestrigen Übergabe der Zertifikate und Urkunden hat die Feuerwehr Erndtebrück ihren Teleskopmast TM 30 offiziell in Dienst gestellt. Bürgermeister Karl-Ludwig Völkel und Erndtebrücks Gemeindebrandmeister Karl-Friedrich Müller übergaben den Kameraden, die sich eigens für das Fahrzeug haben ausbilden lassen, die Urkunden. Dietmar Born, Heinrich Hoffmann, Patrick Hoffmann, Uwe Hilbig, Michael Lückel und Rüdiger Schuppener weilten im Juli gemeinsam mit Erhard Afflerbach von der Verwaltung eineinhalb Tage zur Ausbildung bei der Herstellerfirma in Italien.

Der Teleskopmast hat seine Fähigkeiten und Möglichkeiten sowie Vorteile gegenüber der herkömmlichen Drehleiter bereits unter Beweis gestellt. Die Normvorgaben von 240 Sekunden halten die Feuerwehrmänner aus Erndtebrück mit dem Teleskopmast ein, damit stehen sie auch in punkto Einsatzzeiten der Drehleiter in nichts nach. Bei den Übungen hat sich gezeigt, dass der großräumige Korb mit seiner 400 Kilogramm-Auslastung hervorragend zur Rettung von Menschen geeignet ist. Auch die Stützbreite ist von 2,20 Meter bis 5,70 Meter variabel ausfahrbar. Mehr noch: Vorteil gegenüber der Drehleiter ist, dass das 9,50 Meter lange und somit viel kürzere Fahrzeug sogar ohne Stützen einsatzfähig ist - damit wiederum ist die Freiwillige Feuerwehr Erndtebrück in der glücklichen Lage, auch in den für Wittgenstein typischen, engen Straßen ohne Komplikationen einsatzbereit zu sein. Mit einem Wendekreis von unter zehn Metern liefert der Teleskopmast auch hier den Beweis einer einwandfreien Anschaffung.

Wofür, das machte gestern Karl-Friedrich Müller im SZ-Gespräch deutlich: „155 Feuerwehrleute und 14 Fahrzeuge stehen für 8000 Einwohner zur Verfügung, um dem Brandschutzbedarfsplan gerecht zu werden.“ Ob sich in gar nicht all zu ferner Zukunft, wenn etwa in den Nachbarkommunen Bad Laasphe und Bad Berleburg aus Altersgründen Neuanschaffungen der Drehleiter anstehen, für die günstigere und effektive Variante eines Teleskopmastes entschieden wird, bleibt abzuwarten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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