Neue Bezeichnung vom Rat besiegelt
Edergemeinde heißt nun „Luftwaffenstandort“

Erndtebrück darf auf seinem Ortsschild die Zusatzbezeichnung „Luftwaffenstandort“ tragen. Das hat der Rat der Gemeinde am Donnerstagabend in seiner Sitzung einstimmig beschlossen. „Garnison“ kam dagegen überhaupt nicht infrage.
  • Erndtebrück darf auf seinem Ortsschild die Zusatzbezeichnung „Luftwaffenstandort“ tragen. Das hat der Rat der Gemeinde am Donnerstagabend in seiner Sitzung einstimmig beschlossen. „Garnison“ kam dagegen überhaupt nicht infrage.
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howe Erndtebrück. Große Einigkeit herrschte am Donnerstagabend im Erndtebrücker Gemeinderat über die passende Zusatzbezeichnung auf dem Ortsschild. Am Ende votierten die Mitglieder – gleich welcher Couleur – einstimmig für den Vorschlag „Luftwaffenstandort“. Damit ist der Namenszusatz auf dem Ortsschild in trockenen Tüchern. Eine Dreiviertel-Mehrheit hätte es gebraucht. „Andernfalls hätten wir keinen Beschluss“, formulierte Bürgermeister Henning Gronau eingangs der Diskussion.

Luftwaffenstandort passe am besten

Schließlich sprachen sich alle für den Luftwaffenstandort aus, wenngleich Doris Benfer (FDP) anmerkte, ihr einzig logischer Vorschlag sei bei den vier Varianten überhaupt nicht dabei. Sie hätte ja persönlich „Bundeswehrstandort“ am besten gefunden, wolle aber hier kein Fass aufmachen. Karl-Ludwig Völkel (SPD) bezeichnete „Luftwaffenstandort“ als den Begriff, „der am besten passt“. Der Sozialdemokrat: „Das hört sich doch gut an.“ Garnison dagegen passe gar nicht. CDU-Fraktionschef Markus Killer sprach von einem einstimmigen Votum seiner Fraktion, „dass wir das umsetzen möchten“. Und dann verwies er auf die exklusive Berichterstattung der Siegener Zeitung. Da habe es im Vorfeld eine Befragung gegeben, aus der sich ein ganz eindeutiges Meinungsbild herauskristallisiert habe.

Titel für Ortsschild: Erndtebrücker haben Favoriten

Auch Matthias Althaus (UWG) pflichtete seinen Vorrednern bei und konstatierte bereits vor der Abstimmung scherzhaft, dass mit den vorliegenden Meinungsäußerungen die Dreiviertel-Mehrheit ja schon erreicht sei. Steffen Haschke (CDU) beschrieb die Situation, was geschehe, wenn jemand in den Ort hineinfahre. Dann erscheine der Begriff als derjenige, der eben im Vorbeifahren am schnellsten aufgenommen werde. Und das sei mit Sicherheit nicht das Wort „Garnison“ in den drei anderen Vorschlägen „Luftwaffengarnison“, „Garnisonsgemeinde“ oder „Garnisonsstandort“. Garnison sei der Begriff, der nicht jedem gleich geläufig sei. „Bis zum Ortsausgang hat den niemand verstanden.“ Aber „Luftwaffenstandort“ spiegele das wider, was Erndtebrück tatsächlich darstelle.

Radwegekonzept ist ebenfalls ein Thema

Das Radwegekonzept zieht aktuell seine Kreise in den Fachausschüssen und Räten des Kreises Siegen-Wittgenstein, so auch am Donnerstag in Erndtebrück. Allerdings wollte der Rat der Gemeinde das Konzept nicht ganz unkommentiert und auch nicht unkritisch hinnehmen. 330 Millionen Euro Kosten – die Zahl kursierte unlängst in den Medien. Da setzte Matthias Althaus (UWG) an, da gebe es sicher Fördergelder, andererseits handele es sich bei dem Batzen Geld um Steuergelder. Und wie das mit den Grundstücksverhandlungen in Wittgenstein sei, das müsse man erst einmal wissen. In hiesigen Gefilden sei das sehr schwierig. Guido Schneider (FDP) sah das Potenzial in Erndtebrück, Rad- und Schienenverkehr miteinander zu verquicken. Allerdings, so der Freidemokrat, vermisse er Planungen zu Radwegen entlang der Bahntrassen. Die bewegten sich von den Steigungen her im Promillebereich. „Da sollten wir konzeptionell weiterdenken“, forderte Guido Schneider und wandte sich damit auch an das Planungsbüro aus Dortmund. Einen Radweg direkt an der Bundesstraße 62 halte er für „sehr gefährlich“. „Dann fahre ich lieber parallel die Feldwege.“

Ihm sei wichtig, konsequent Alternativrouten zu suchen. „Wir müssen das vorhandene, abseitige Wegenetz nutzen, um schnell Ergebnisse zu bekommen.“ Das, was am Ende tatsächlich bei dem Radwegekonzept herumkommt – das lag auch Markus Killer (CDU) am Herzen. „Die Bürger müssen was davon merken.“ Was die Zielgruppen anbetreffe, so könne Erndtebrück sicher profitieren. Mit einem Gegenstück zu Winterberg werde bei Hilchenbach etwas mit Mountainbiken entstehen können. „Aber wir sollten das sanfte Radfahren suchen und die Verbindungswege herstellen.“ Ein guter Weg sei auch, so Markus Killer, die Dörfer mit Radwegen zu erschließen.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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