Ein sehr bemerkenswertes Kuriosum

GEW ehrte verdiente Mitglieder / Eine Mitgliedschaft überdauert die Gewerkschaft selbst

vg Erndtebrück. Bei den Vorstandwahlen des GEW-Ortsvereins Wittgenstein (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) gab es am Mittwoch in der Pulverwaldgaststätte einige Überraschungen. So nahm der langjährige Vorsitzende Horst Zepp zwar die einstimmige Wiederwahl dankend an, machte der Versammlung dann aber unmissverständlich klar: »Nach zwei Jahren ist Schluss.« Ruheständler Bernd Brömmeling trat seinerseits nach 25 Jahren Vorstandsarbeit von seinem Amt als Beisitzer zurück und erhielt von Karl-Ludwig Bade ein Präsent für die Anerkennung seiner Arbeit. Der ehemalige Leiter der Bad Berleburger Realschule versicherte: »Die GEW liegt mir trotzdem sehr am Herzen«, daher wolle er sich auch in Zukunft für deren Ziele einsetzen.

Barbara Thomas wurde durch Wiederwahl in ihrem Amt als Schriftführerin bestätigt. Jobst Brinkmann bleibt dem GEW Ortsverein Wittgenstein weiterhin als Beisitzer und Seniorenobmann erhalten. Als neuer Beisitzer wurde schließlich Günter Matthes von der Versammlung gewählt. Die beiden Kassenprüfer Susanne Lapschies und Günter Sonneborn wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Bei der Jahreshauptversammlung standen darüber hinaus Ehrungen verdienter Mitglieder auf dem Programm. Horst Zepp und der stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Norbert Müller beglückwünschten gemeinsam Horst Szubries, Volkmar Rothhaupt und Annegret Weiss-Knoche für ihre langjährige Mitgliedschaft. Horst Zepp machte dabei sogleich auf ein sehr bemerkenswertes Kuriosum aufmerksam: »Horst Szubries ist bereits seit 60 Jahren GEW Mitglied, länger als es die NRW-GEW überhaupt offiziell gibt, nämlich seit 1946«, sagte er und ging dann näher auf die Vita des GEW-Mitgliedes ein: Horst Szubries legte mit 18 Jahren im März 1943 seine Lehrerprüfung ab – »etwas, was in unserer Zeit nur Staunen hervorrufen kann«, so Horst Zepp. 1945 trat er endgültig in den Schuldienst ein. Aus dem ADLLV ging schließlich 1946 im Ruhrgebiet die heutige GEW hervor.

Horst Szubries verbrachte die letzten 24 Jahre seiner Lehrerlaufbahn von 1965 bis 1989 als Schulleiter der Grundschule Schüllar-Wemlighausen. Nach seiner Pensionierung zog es ihn in den hohen Norden, nach Krummhörn, wo er seinen wohlverdienten Ruhestand genießt.

Für 50-jährige Treue zur GEW wurde im Anschluss Volkmar Rothhaupt mit einer Urkunde ausgezeichnet. Horst Zepp und Norbert Müller beglückwünschten Annegret Weiss-Knoche für 25-jährige Treue zur Gewerkschaft. »Diese Jubilare spiegeln ein Stückchen Geschichte der GEW wieder«, lobte Norbert Müller abschließend, »sie sind unsere historische Wurzeln.«

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