Gemeinderat Erndtebrück
Ein touristisches Konzept auf breiter Basis schaffen

Diese Informationssäule an der Bundesstraße 62 soll ankommenden Touristen erste Informationen über das Geschehen in der Gemeinde Erndtebrück liefern. Derzeit allerdings ist ein Blick darauf nur bedingt ertragreich.
  • Diese Informationssäule an der Bundesstraße 62 soll ankommenden Touristen erste Informationen über das Geschehen in der Gemeinde Erndtebrück liefern. Derzeit allerdings ist ein Blick darauf nur bedingt ertragreich.
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tika Erndtebrück. Einigkeit herrschte über den Handlungsbedarf. Die Marschroute allerdings wollten die Mitglieder des Rates mehrheitlich am Mittwochabend nicht festlegen, sondern es einem größeren Gesprächskreis überlassen, sich deutlich zu positionieren. Konsens herrschte im Sitzungssaal des Rathauses in Erndtebrück aber darüber, dass die Gremiumsmitglieder akuten Handlungsbedarf sahen, um die Gemeinde Erndtebrück in touristischer Hinsicht auf eine breitere Basis als bisher zu stellen – und damit wirtschaftlich Sicherheit für die Zukunft zu schaffen.

Die CDU-Fraktion hatte beantragt, dass die Gemeindeverwaltung Gespräche mit der BLB-Tourismus GmbH aufnimmt – mit der Zielsetzung einer Kooperation. Derzeit verfügt die Gemeinde Erndtebrück lediglich über einen Sitz im Beirat der GmbH. Mit im Boot sollte dabei auch der Verein für Handel, Handwerk und Tourismus sein: „Wir sehen seit langer Zeit, dass die BLB-Tourismus GmbH sehr segensreich in Wittgenstein arbeitet. Wir wollen, dass jetzt etwas in Erndtebrück passiert. Wir müssen Gespräche führen und die notwendigen Dinge anschieben, um zu sehen, ob sich eine Zusammenarbeit auch für uns lohnt. Aus unserer Sicht läuft hinsichtlich des Tourismus zu wenig“, konstatierte der Fraktionsvorsitzende Heinz-Josef Linten.

Ein Ansinnen, dass Michael Schnell begrüßte: „Andreas Bernshausen von der BLB-Tourismus GmbH hat deutlich gemacht, dass er uns keinen Tourismus erarbeiten kann. Wir müssen erst unsere Hausaufgaben machen, dann kann die GmbH uns unterstützen. Es ist jetzt zügiges Handeln gefragt“, forderte der Vorsitzende des Vereins Handel, Handwerk und Tourismus ein Treffen der Beteiligten „noch vor der Sommerpause“. Am Tisch mit dabei sein müssten die Gemeindeverwaltung, aber auch die Gewerbetreibenden von vor Ort. „Wir können als Verein und ehrenamtlich Tätige nicht alles alleine leisten, wir benötigen Unterstützung, um das zu schaffen“, erklärte Michael Schnell.

Eine Diskussion entbrannte dann nicht darüber, ob Gespräche notwendig sind, sondern ob Andreas Bernshausen als BLB-Tourismus-Geschäftsführer direkt mit an diesem Tisch sitzen sollte oder es zunächst zu einem gemeinde-internen Treffen kommen soll. Ergebnis nach einigen Wortbeiträgen: Es soll zunächst ein internes Treffen der Erndtebrücker Akteure stattfinden, die dann im Verbund darüber entscheiden sollen, ob sie in Gespräche mit Andreas Bernshausen über Möglichkeiten der Kooperation einsteigen.

Vor allem die CDU hatte dafür plädiert, den Bad Berleburger Touristiker direkt einzuladen, rückte dann aber kurz vor Beschlussfassung von dieser Maximalforderung ab. Hintergrund dieses zweistufigen Verfahrens: „Wir müssen eine konkrete Zielsetzung definieren, vorher ist kein Treffen mit der BLB-Tourismus GmbH notwendig“, konstatierte Matthias Althaus als stellvertretender Vorsitzender der UWG-Fraktion. Denn mit einer möglichen Kooperation wären auch finanzielle Aufwendungen verbunden, um den Stein überhaupt ins Rollen zu bringen – eine langfristige Investition letztlich. „Das finanzielle Engagement der Gemeinde muss nachhaltig sein“, forderte der FDP-Fraktionsvorsitzende Heinz-Georg Grebe.

Ähnlich sah dies Tim Saßmannshausen: „Die Frage ist, was wir uns leisten können, wir sollten eine mögliche Kooperation aber auch nicht von Vornherein abschreiben. Wir müssen uns an einen Tisch setzen und schauen, was darstellbar ist – auch finanziell“, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende. Für seinen Parteikollegen Lothar Menn war klar: „Uns fehlen Betten und Gastronomie. Und ohne können wir uns anstrengen wie wir wollen: Wenn wir das nicht bieten, dann wird es schwierig ein Konzept umzusetzen“, war sich der Sozialdemokrat sicher.

Auch die Verwaltungsspitze machte keinen Hehl um den Handlungsbedarf. Allerdings verteidigte Henning Gronau die bisherigen Bemühungen. „Es gibt Mitarbeiter im Rathaus, die bereits jetzt für den Tourismus verantwortlich sind. Wir haben zudem bereits die Zusammenarbeit mit Bad Berleburg und Bad Laasphe optimiert. Alle drei Monate finden Treffen statt, hinzu kommt ein reger Austausch per Telefon und per E-Mail“, erklärte der Bürgermeister.

Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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