„GickelBergues-Tour“ hat begonnen
Eine Spendentour in die französische Partnerstadt

Aufbruch nach Bergues: Von der Skihütte auf dem Gickelsberg in Erndtebrück setzte sich der Tross in Bewegung gen Frankreich.
2Bilder
  • Aufbruch nach Bergues: Von der Skihütte auf dem Gickelsberg in Erndtebrück setzte sich der Tross in Bewegung gen Frankreich.
  • hochgeladen von Timo Karl (Redakteur)

tika Erndtebrück. Die ersten Sonnenstrahlen des Tages bahnten sich peu à peu ihren Weg und verdrängten die Kälte der Nacht. „Frieren werden wir ganz sicher nicht“, wusste Ralf Hauke. Der Cheforganisator und seine Mitstreiter brannten am Mittwochmorgen regelrecht auf den Start der „GickelBergues-Tour“ – die dritte ihrer Art nach der „GickelPils-Tour“ und der „GickelAlps-Tour“. Die dritte Auflage des karitativen Projekts allerdings war die bislang größte: Insgesamt 19 Teilnehmer starteten mit dem Fahrrad an der Skihütte auf dem Gickelsberg in Erndtebrück, um die Spendentour in die französische Partnerstadt Bergues zu bewältigen – so viele wie noch nie. Unter den Teilnehmern waren zahlreiche aus der Gemeinde Erndtebrück, aber auch aus Hannover, Fulda und Frankfurt am Main. Die Touren haben sich herumgesprochen, Ralf Hauke hat sich mit seiner Idee einen Namen gemacht.

Noch am Vorabend hat das Gros der Teilnehmer in der Skihütte die Filmkomödie „Willkommen bei den Sch’tis“ gschaut. „Das war eine schöne Einstimmung für uns, der Film spielt schließlich in Bergues“, berichtete Ralf Hauke. Der Filmabend war das i-Tüpfelchen auf eine durchaus aufwendige Vorbereitung. „Bisher war das Ganze eher familiär, inzwischen sind wir aber gewachsen. Das merkt man auch im Hinblick auf das Spendenaufkommen – und dies verpflichtet natürlich mehr denn je“, konstatierte der Erndtebrücker. Mit ihrer 600-Kilometer-Tour, die der Tross bis Samstag zurücklegt, wollen die Starter die „Besi-and-friends“-Stiftung unterstützen.

Diese wiederum hat es sich zum Ziel gesetzt, Betroffene von neurologischen und Autoimmunerkrankungen zu unterstützen. Seit Mai besteht die noch junge Stiftung (weiterhin ist es möglich, die Radtour für den guten Zweck finanziell zu unterstützen – weitere Informationen gibt es per E-Mail unter gickelbergues@haukenet.de). Mit der Aktion unterstützen die Radfahrer allerdings nicht nur die Stiftung, sondern auch die deutsch-französische Partnerschaft zwischen Erndtebrück und Bergues – die Verantwortlichen sind seit einiger Zeit bemüht, diese wieder verstärkt aufleben zu lassen.

Die Tour ist also gewissermaßen ein Schwitzen für die guten Zwecke. „Der Förderverein aus Erndtebrück war froh darüber, dass auch auf diese Weise noch einmal Schwung in die Partnerschaft kommt. Und auch auf französischer Seite haben die Menschen die Aktion wirklich sehr unterstützt“, verriet Ralf Hauke. Es ist schließlich eine Aktion, für die man positiv verrückt sein muss: 600 Kilometer von Mittwoch bis Samstag – in vier Etappen. Die erste Nacht haben die Teilnehmer in einem Hotel in Düren verbracht, am Donnerstag übernachten sie nun auf einem Hof im belgischen Huy, am Freitag in einem Hotel im französischen Valenciennes.

In Ypern – etwa 45 Kilometer von Bergues entfernt – wartet dann am Samstag eine zehnköpfige Delegation aus der Partnerstadt, um die Tour-Teilnehmer auf den letzten Kilometern zu begleiten. Im Ziel selbst wartet dann ein großer Empfang auf die Starter – mit dabei sind dann auch Mitglieder des Fördervereins aus Erndtebrück, mit denen die Radfahrer am Sonntag gemeinsam die Heimreise antreten. Bis dahin allerdings ist es noch ein weiter Weg. Ständiger Begleiter bis nach Bergues ist ein Versorgungsbus mit Anhänger, der die Fahrräder nicht nur wieder zurück nach Deutschland transportiert, sondern im Notfall auch Plätze bereithält, sollten unterwegs Verletzungen bei den Tourteilnehmern auftreten. Zudem stehen täglich zwei Verpflegungsstopps – das Equipment dazu ist im Bus, die Insassen bereiten jeweils alles vor. Im Zweiradtross selbst sind zwei Guides mit dabei, die die Gruppe sicher nach Bergues navigieren sollen. Denn inzwischen hat die Tour nicht nur einen deutlich größeren Rahmen als bisher gewonnen, sondern auch einen deutlich professionelleren.

Im Fokus aber stehen zwei Faktoren: der Spaß an der Sache und der gute Zweck – diesmal im doppelten Sinne. „Um hier mitzufahren, muss man vor allem Spaß am Radsport haben. In der Gruppe macht dies aber ohnehin mehr Spaß. Und der Tag ist ja nicht vorbei, wenn wir an unseren Etappenzielen ankommen – wir haben auch abends Spaß“, schmunzelte Ralf Hauke, der aber nicht verkennen wollte, dass die Tour durchaus anstrengend ist. Die Teilnehmer dürften auf ihrem Weg jedenfalls nicht frieren – und dafür ist nicht nur der Gedanke an einen warmen Empfang in Bergues verantwortlich, sondern vor allem die schweißtreibende Tour dahin.

Aufbruch nach Bergues: Von der Skihütte auf dem Gickelsberg in Erndtebrück setzte sich der Tross in Bewegung gen Frankreich.
Insgesamt 19 Fahrer brachen am frühen Mittwochmorgen zur „GickelBergues-Tour“ in die französische Partnerstadt von Erndtebrück auf. Am Samstag wollen sie nach 600 absolvierten Kilometern mit dem Rad dort gemeinsam ankommen. Fotos: Timo Karl
Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

Timo Karl (Redakteur) auf Facebook
Timo Karl (Redakteur) auf Instagram
following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.