Einsätze neuer Dimension erlebt

225 Vertreter des Kreisfeuerwehrverbands kamen am Samstag in Birkelbach zusammen

BW Birkelbach. Wäre am Samstag in Birkelbach ein Feuer ausgebrochen, dann hätte das Eingreifen nicht lange auf sich warten lassen. Schließlich tagten in der dortigen Mehrzweckhalle insgesamt 225 Vertreter des Kreisfeuerwehrverbands Siegen-Wittgenstein. Kreisbrandmeister Gerhard Müller begrüßte indes nicht nur Feuerwehrmänner und -frauen, sondern auch reichlich Prominenz aus Bund, Land und Kommunen: die heimischen Bundestagsabgeordneten Willi Brase, Paul Breuer und Helga Daub, dazu MdL Volkmar Klein sowie die Vertreter der Städte und Gemeinden im Kreisgebiet.

Als Gastgeber ergriff zunächst Heinz-Josef Linten das Wort. Erndtebrücks Bürgermeister dankte den Feuerwehrhelfern für ehrenamtliches Engagement. Dazu gehöre die bedingungslose Bereitschaft zu helfen, unter Einsatz des eigenen Lebens. In die gleiche Richtung ging das Grußwort von Beatrix Schwarz, die die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr als »wichtigen Eckpfeiler der Gesellschaft« lobte. Gleichzeitig betonte die stellvertretende Landrätin, dass der Kreis »besondere Aufmerksamkeit auf die Förderung des Feuerschutzes" richte. Auf die Freiwillige Feuerwehr könne Siegen-Wittgenstein schließlich nicht verzichten. Damit waren es der Reden genug, es folgten die Berichte des Kreisbrandmeisters aus Wilnsdorf.

Im vergangenen Jahr habe es Einsätze völlig neuer Dimensionen gegeben, so Gerhard Müller über die Flutkatastrophe in den neuen Bundesländern. Doch nicht nur dieses Hochwasser, auch Überflutungen in Siegen hätten gezeigt, dass es weitergehender Vorbereitungen für Unwetterfälle bedürfe. Im gleichen Atemzug forderte der Kreisbrandmeister aber auch, dass »die Bürger sich vorbereiten und selbst Hand anlegen« sollten. Gegen fünf Zentimeter Wasser im Keller helfe der Wasserschieber, keine Feuerwehrpumpe.

Doch auch ein anderer Punkt lag Gerhard Müller am Herzen: der Plan für den »Massenanfall von Verletzten« – kurz MANV. Er hoffe, betonte der Kreisbrandmeister angesichts der anwesenden Polit-Prominenz, dass der Plan von den zuständigen Gremien in Kürze verabschiedet werde. So könnten Feuerwehren, THW, Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst und Notärzte künftig Abläufe von Großeinsätzen besser trainieren. Anschließend präsentierte der Vorsitzende der Kreisfeuerwehr die aktuellen Zahlen des Verbands: Die elf Feuerwehren des Kreises Siegen-Wittgenstein haben insgesamt 5488 Mitglieder, davon sind 3457 Frauen und Männer aktive Feuerwehrhelfer. Dies sei ein leichter Rückgang, im vorangegangenen Jahr habe es noch 3603 Aktive gegeben. Die Zahl der Frauen blieb mit 114 Aktiven nahezu konstant, während die Jugendwehren einen großen Zuwachs verbuchten: Insgesamt waren hier 1085 Jungen – in 2001 waren es noch 981 – und 184 Mädchen Mitglied. Die elf Feuerwehren sind unterteilt in 119 Züge und Gruppen. Zudem stellte der Kreisbrandmeister eine Übersicht der Gesamteinsätze im vergangenen Jahr vor, deren Zahl von 12522 auf 13486 Einsätze gestiegen ist. Mehr Großbrände, die angewachse Zahl technischer Hilfeleistungen seien der Grund dafür, aber auch die Übernahme von Krankentransporten der Siegener Wache sowie nicht zuletzt ein Anstieg der Fehlalarme – verursacht von Brandmeldeanlagen. Die böswilligen Fehlalarme sind hingegen von 44 auf 37 Fälle gesunken, erläuterte Gerhard Müller, für den eine weitere Zahl erwähnenswert war: Die Feuerwehren des Kreises haben für Kameraden, die Opfer der Hochwasserkatastrophe wurden, 5339 e gespendet.

Nach all diesen Fakten und Zahlen gab es schließlich auch Ehrungen und Wahlen. Hauptbrandmeister Hermann Meinhardt von der Feuerwehr in Geisweid bekam das Feuerwehrehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes in Silber für aktive Mitgliedschaft seit 1969 und über zehnjährige Tätigkeit als Stadtjugendfeuerwehrwart. Mit einer Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbands wurde der Oberdielfener Walter Otterbach ausgezeichnet, für die 15-jährige Tätigkeit als Kreisjugendfeuerwehrwart. Der ehemalige Netpher Stadtbrandinspektor Horst Kühn stieg um Ehrenmitglied des Kreisfeuerwehrverbands auf. Da Horst Kühn als Beisitzer aus dem Vorstand ausschied, wurde sein Nachfolger als Stadtbrandinspektor, Karl-Heinz Born, auch hier sein Nachfolger. Dessen Stellvertreter bleibt Georg Dombai, neuer Kassenprüfer ist Klaus Hermes.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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