Erndtebrücker Tierhalter leben mit Einschränkungen

Folgen der Blauzungen-Krankheit / Viel Elektroschrott

Erndtebrück. Die Blauzungen-Krankheit, die in der vergangenen Woche das Siegerland erreicht hatte (Siegener Zeitung berichtete), tangiert auch die Tierhalter im Erndtebrücker Gemeindegebiet nicht unerheblich. Dies wurde in der Sitzung des Ausschusses für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Naturschutz bekannt. Der Ausschussvorsitzende Willi Flender (FDP) erklärte, dass die betroffenen Tierhalter am Mittwoch »ein etwas seltsames Schreiben« erhalten hätten, in dem die Maßnahmen erläutert seien, wie die Blauzungen-Krankheit in den Griff zu bekommen sei.

Er stelle sich allerdings die Frage, so Willi Flender, ob eine Verbreitung der Krankheit durch die Stechmücke Ende Oktober noch sehr realistisch sei. Fakt sei, dass die Viehhalter fortan mit erheblichen Einschränkungen leben müssten. Erndtebrücks Ortslandwirt Hartmut Scholl sagte ergänzend, dass ab sofort ein allgemeines Transportverbot für Tiere gelte, Ausnahmegenehmigungen seien nur mit großen Schwierigkeiten zu bekommen. Überdies seien alle gefährdeten Tiere von 18 bis 7 Uhr im Stall zu halten. Willi Flender betonte abschließend, dass die Blauzungen-Krankheit für den Menschen weder gefährlich noch ansteckend sei: »Für den Verbraucher spielt sie keine Rolle.«

Unter dem Tagesordnungspunkt Mitteilungen hatte Bürgermeister Karl-Ludwig Völkel ausgeführt, dass die Depot-Standorte für Altglas auf Gemeindegebiet von derzeit 26 auf 16 reduziert würden. Diesbezüglich sei eine Übereinkunft mit dem Entsorgungsunternehmen erzielt worden. Die Verwaltung werde die neuen Standorte rechtzeitig mitteilen. Zudem ließ der Bürgermeister das Fachgremium wissen, dass bei der Entsorgung von Elektroschrott durch die Firma Dirks in Schameder weit größere Mengen angefallen seien als zunächst angenommen. Es sei mit einer Pro-Kopf-Menge von vier Kilogramm jährlich kalkuliert worden, erörterte der Rathaus-Chef, Dies wären 175 Tonnen im Jahr gewesen.

Zum jetzigen Zeitpunkt gehe man davon aus, dass es über 300 Tonnen im Jahr sein könnten – verbunden mit höheren Kosten für die Gemeinde Erndtebrück. Bei der Elektroschrottentsorgung kooperiert die Edergemeinde mit den Nachbarkommunen Bad Berleburg und Bad Laasphe.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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