Erndtebrücks Einzelhändler setzen auf Bauunternehmen

Kreisel Ende November fertig? / »Weihnachten vor der Tür«

Erndtebrück. Die Erndtebrücker Einzelhändlerschaft setzt wegen des bevorstehenden Weihnachtsgeschäftes darauf, dass die Arbeiten am Kreisverkehr in Ortsmitte bis Ende November abgeschlossen sind. Im Anschluss an eine Ortsbesichtigung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung appellierte Wilhelm Birkelbach vom Verein für Handel, Handwerk und Touristik gestern Abend an die Verwaltung, »alles dafür zu tun, dass der Termin eingehalten wird«. Die Händler in Ortsmitte seien aktuell stark beeinträchtigt und wenn sich die Baustelle über den Winter ziehe, werde es für einige Kollegen sehr hart.

Weihnachten stehe vor der Tür, ergänzte Wilhelm Birkelbach, und nicht zuletzt verspreche man sich durch das neue Konzept für den Adventmarkt (Siegener Zeitung berichtete) Impulse: »Das ist unser Versuch, den Markt wieder zu beleben.« Björn Fuhrmann vom Erndtebrücker Bauamt unterstrich das Bemühen des Bauunternehmens, die Maßnahme Ende November abgeschlossen zu haben, verriet allerdings zugleich, dass es unvorhersehbare Verzögerungen gegeben habe. Zum einen hätten sich Grundstücksverhandlungen als sehr schwierig erwiesen, zum anderen seien Versorgungsleitungen der Telekom nicht so tief in der Erde gewesen wie ursprünglich vermutet.

Der Ausschussvorsitzende Jürgen Henrich (CDU) meinte, dass das Verständnis der Bürger für die Maßnahme insgesamt ganz gut sei, »und wir eine Lösung bekommen, mit der Erndtebrück zufrieden sein kann«. Heinz-Georg Grebe (FDP) sprach von berechtigten Sorgen der Einzelhändler, man müsse an dieser Stelle aber einmal betonen, dass die Ampelanlagen ganz hervorragend geschaltet seien. Irmlind Laues (SPD) regte in Richtung Verwaltung an, dass man darauf achten solle, dass die Fußgängerüberwege im Kreisverkehr barrierefrei zu gestalten seien, um Rollstuhlfahrern das Überqueren der Straße leicht zu machen.

Schildertausch in Womelsdorf

Zum Thema Verkehrssicherheit in Womelsdorf erläuterte Beigeordneter Thomas Müsse, dass die Warnschilder »Viehtrieb, Tiere« gegen »Kinder« ausgetauscht würden – wie von der SPD-Fraktion gefordert (SZ berichtete). Einstimmig beauftragte der Gemeindeentwicklungsausschuss die Verwaltung, die finanzielle Realisierung eines Fußgängerüberweges vor dem Bahnhof zu überprüfen. Die Kosten hatte Thomas Müsse auf 8000 bis 10000 e geschätzt. Sowohl Heinz-Georg Grebe als auch Antje Laues-Oltersdorf (SPD) hatten betont, dass in diesem Bereich viel zu schnell gefahren werde und Fußgänger zu schützen seien. Richard Grebing (SPD) ergänzte, dass gerade der Fußgängerweg vom Mühlenweg zur Bahnhofstraße stark frequentiert werde und viele Leute die Straße in Richtung Bahnhof überquerten.

Zur touristischen Infrastruktur merkte Thomas Müsse an, dass der Mäanderweg als neue Wanderattraktion in trockenen Tüchern sei und sowohl zertifiziert als auch gefördert werde. Durch mehrere Ausschussmitglieder wurde die Entwicklung am Rothaarsteig ins Gespräch gebracht. Doris Benfer (FDP) und Matthias Althaus (UWG) fanden es bedauerlich, dass die Benfer Planungen für eine bewirtschaftete Hütte am Rothaarsteig in Arnsberg keine Zustimmung gefunden hätten. Andernorts, wie in Langewiese, würden Hütten eröffnet, erläuterte Doris Benfer. Matthias Althaus sagte, dass die Idee nicht vom Tisch sei, doch der damalige Initiator habe seines Wissens das Thema für sich erst einmal abngehakt.

SPD-Kritik am Rothaarsteigverein

Dies wiederum veranlasste Antje Laues-Oltersdorf zu der kritrischen Bemerkung, »dass wir als Gemeinde Erndtebrück zwar Mitglied des Rothaarsteigvereins sind, ich aber den Eindruck nicht los werde, dass wir dort sehr stiefmütterlich behandelt werden«. Dafür gebe es mehrere Beispiele. Fast folgerichtig kam in diesem Zusammenhang das Thema Wanderwegweisung zur Sprache. Allerdings betonte Thomas Müsse, dass dies Aufgabe des Zweckverbandes Region Wittgenstein sei und durch Kürzungen von Fördermitteln Reduzierungen der Schilderstandorte notwendig geworden seien.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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