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Zehn Tonnen Technik am Haken
Firma Bäcker investiert in neue Spritzgießmaschinen

Der Kran musste die 9,7 Tonnen schwere Maschine präzise absetzen.
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  • Der Kran musste die 9,7 Tonnen schwere Maschine präzise absetzen.
  • Foto: Christian Völkel
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

vc Schameder. Sonnenschein, ein gut gelaunter Produktionsleiter und ein erleichterter Geschäftsführer – am Mittwochmorgen herrschte beste Stimmung bei der Firma Bäcker in Schameder. Gemeinsam mit den Mitarbeitern sahen Geschäftsführer Marco Dornseifer und Marketing-Leiterin Alena Wied dabei zu, wie ein Kran die ersten nagelneuen Maschinen bei dem florierenden Unternehmen im Industriegebiet Jägergrund I vorsichtig ablud. Energieeffizienz und eine schlankere Produktion waren die gesteckten Ziele der aktuellen Neuanschaffung.

Den Anfang machte gleich die größte Spritzgießmaschine der gelieferten sieben Exemplare. 9,7 Tonnen wuchtete der Kran allein bei dieser Maschine in die Luft. „Zum Glück haben wir Erfahrung im Aufstellen neuer Maschinen“, meinte Marco Dornseifer.

vc Schameder. Sonnenschein, ein gut gelaunter Produktionsleiter und ein erleichterter Geschäftsführer – am Mittwochmorgen herrschte beste Stimmung bei der Firma Bäcker in Schameder. Gemeinsam mit den Mitarbeitern sahen Geschäftsführer Marco Dornseifer und Marketing-Leiterin Alena Wied dabei zu, wie ein Kran die ersten nagelneuen Maschinen bei dem florierenden Unternehmen im Industriegebiet Jägergrund I vorsichtig ablud. Energieeffizienz und eine schlankere Produktion waren die gesteckten Ziele der aktuellen Neuanschaffung.

Den Anfang machte gleich die größte Spritzgießmaschine der gelieferten sieben Exemplare. 9,7 Tonnen wuchtete der Kran allein bei dieser Maschine in die Luft. „Zum Glück haben wir Erfahrung im Aufstellen neuer Maschinen“, meinte Marco Dornseifer.

Sieben auf einen Streich

Der Geschäftsführer beobachtete mit zahlreichen Angestellten des Betriebs, wie der Lkw vorfuhr und die freischwebende Maschine auf den Hallenboden abgesetzt wurde. Die Mitarbeiter der Firma Bäcker montierten dann Schwerlastrollen unter der Maschine und schoben alles vorsichtig an den Standort. „Dann werden Wasser, Strom und der Leit-Rechner angeschlossen. Es folgt die Installation des Roboters. Danach kommen Mitarbeiter der Firma Arburg und richten die Maschine ein. Werkzeuge werden eingesetzt und die Erst-Inbetriebnahme erfolgt“, sagte Thorsten Wickel, der all das als Produktionsleiter auf dem Zettel hatte. Sieben so genannte Allrounder Spritzgießmaschinen der Marke Arburg wurden am Mittwoch ausgepackt und in den Hallen des Wittgensteiner Unternehmens installiert. Ein Speditionsunternehmen lieferte die neuen Maschinen im Zwei-Stunden-Abstand an.

Modernisierung läuft seit drei Jahren

Seit drei Jahren läuft die Modernisierung des Maschinenparks in Schameder. Neu ist auch die Vakuumfördertechnik, mit der das Granulat staubfrei zu den Maschinen geleitet wird. Die Funktionalität und Produktionseffizienz sollten insgesamt gesteigert und schnelle und energiesparende Zyklen ermöglicht werden. Auch die Produktionsabläufe werden nun zeitsparender vonstatten gehen. Ziel ist am Ende eine Produktion, die unter weniger Störungen leidet und am Ende des Tages 20 bis 25 Prozent mehr Ausstoß ermöglicht, hieß es aus dem Unternehmen. Die neuen Maschinen seien bis zu 1,7 Sekunden pro Hub schneller, berichtete Marco Dornseifer.

Die Produktivität ist auch ein Grund dafür, dass die Auftragslage der Firma Bäcker von der Geschäftsleitung um Marco Dornseifer und Jolante Schafforz-Wilk als „sehr gut“ bezeichnet wird. Davon profitieren 50 Mitarbeiter, die einen sicheren Arbeitsplatz im Herzen von Wittgenstein haben. „2020 war bisher unser bestes Jahr“, betonte auch Alena Wied, die für die Firma Bäcker das Marketing leitet. Die Auftragslage ermögliche eben auch die Investition. „Wir profitieren von einem breit aufgestellten Produktionsprogramm“, so Marco Dornseifer.

Experten für Kunststoffteile

Die Firma Bäcker liefere in nahezu alle Branchen. Das Wittgensteiner Unternehmen ist Hersteller von Bedien- und Normteilen aus Kunststoff für die Industrie. Beispiele dafür sind etwa Kunststoffschrauben, -muttern und -scheiben sowie hochwertige Bedienteile wie Klemmhebel und Rastbolzen. Diverse Griffelemente aus Kunststoff und Kombinationen aus Kunststoff mit Metall verlassen regelmäßig die Hallen im Industriegebiet Jägersgrund I.

Verwendung finden diese Artikel zum Beispiel in der Elektrotechnik, im Maschinen- und Anlagenbau, in der Automobilindustrie, bei Sportgeräten oder in der Rehatechnik. Wenn Kunden Sonderartikel aus Kunststoff benötigen, ist das Team des Erndtebrücker Unternehmens auch gerne behilflich.
Geschäftsführer Marco Dornseifer: „Die Produktion von qualitativ hochwertigen Kunststoffartikeln erfordert auch eine kontinuierliche Investition in die Technologie.“ So verwundert es nicht, dass die Firma Bäcker plant, in absehbarer Zeit eine neue, mit 450 Tonnen Schließkraft ausgestattete Maschine zu kaufen. „Damit wären wir dann inklusive der aktuellen Maschinenlieferung bei einem Investitionsvolumen von 1,7 Millionen Euro.“

Der Kran musste die 9,7 Tonnen schwere Maschine präzise absetzen.
Hier befindet sich die 9,7 Tonnen schwere Maschine noch vor der Halle. Danach rollten die Mitarbeiter der Firma Bäcker dieses Exemplar an den endgültigen Standort. Dabei wurden Schwerlastrollen genutzt.
Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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