Fluchtweg für Grundschule nicht in trockenen Tüchern

Erndtebrück: Ausschuss favorisierte günstigere Lösung

Erndtebrück. Die Schaffung eines zweiten Fluchtweges im Dachgeschoss der Grundschule beschäftigte den Erndtebrücker Bau- und Planungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung. An der Dringlichkeit der Maßnahme ließ Bürgermeister Heinz-Josef Linten keinen Zweifel: »Der Druck seitens der Bauaufsichtsbehörde ist enorm hoch. Wir spüren noch die Auswirkungen des Brandes im Düsseldorfer Flughafen.«

Ins Detail ging anschließend Architekt Hans-Georg Seifert und präsentierte dem Gremium das Ergebnis mehrerer Ortsbesichtigungen und intensiver Diskussionen. Demnach sollen die beiden Altbauten mit einer Brücke im oberen Bereich verbunden werden, um die Auflagen zu erfüllen. Der Architekt: »Diese Lösung erscheint uns sinnvoll und für das äußere Erscheinungsbild nicht ganz so gravierend.«

Bei den Ausschussmitgliedern stieß die von der Verwaltung favorisierte Variante auf wenig Gegenliebe. CDU-Fraktionsvorsitzender Fritz Hoffmann brachte einen möglichen Tausch von Hauptschule und Grundschule ins Gespräch, »denn bei den rückläufigen Schülerzahlen an der Hauptschule würde das Dachgeschoss überhaupt nicht mehr benötigt«. Eine Möglichkeit, die der Bürgermeister ausschloss, weil Kapazitäten in der Hauptschule an die Realschule vergeben seien.

Auch der Vorschlag von Heinrich Wilhelm Wörster (UWG), den Pavillon in die Planungen einzubeziehen, rief beim Verwaltungsleiter keine Begeisterung hervor. Das Gebäude sei der Musik- und Singeschule versprochen (die Siegener Zeitung berichtete), die in das Objekt investieren wolle. Insgesamt waren sich alle Fraktionen darüber einig, dass dennoch etwas passieren müsse, jedoch immer unter Berücksichtigung der knappen finanziellen Mittel der Edergemeinde im Hinterkopf. FDP-Fraktionssprecher Heinz-Georg Grebe: »Fest steht, dass Handlungsbedarf besteht. Wir sind jetzt schließlich Mitwisser.«

Jürgen Seuberlich (CDU) hinterfragte, ob der Filmraum an der Grundschule tatsächlich benötigt werde. Sollte dies nicht der Fall sein, so der Christdemokrat, sei die kostspielige Lösung mit der Verbindung zwischen den Altbauten nämlich hinfällig. Stattdessen könne man mit einer Notfalltreppe arbeiten. Die sei, so Heinrich-Wilhelm Wörster, bei rückläufigen Schülerzahlen auch wieder abzumontieren. Der Auftrag des Bauausschusses an die Verwaltung: Der Bürgermeister soll mit Schulleiter Klaus Dietermann erneut Gespräche führen, ob der Filmraum unbedingt notwendig sei oder nicht.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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