SZ

Meilenstein für Floriansjünger
Freiwillige Feuerwehr erhält modernisiertes Gerätehaus

Das Feuerwehrgerätehaus in Schameder soll ab dem kommenden Jahr einen Um- und Anbau erhalten. Bereits seit über 15 Jahren liefen die Diskussionen darüber in der Gemeinde Erndtebrück – die Erweiterung ist dringend notwendig.
  • Das Feuerwehrgerätehaus in Schameder soll ab dem kommenden Jahr einen Um- und Anbau erhalten. Bereits seit über 15 Jahren liefen die Diskussionen darüber in der Gemeinde Erndtebrück – die Erweiterung ist dringend notwendig.
  • Foto: Timo Karl
  • hochgeladen von Timo Karl (Redakteur)

tika Erndtebrück/Schameder. Das Gros Zuschauerplätze nahmen die Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr mit Floriansjüngern aus Schameder ein. Mit dabei im Sitzungssaal des Rathauses in Erndtebrück war am Mittwoch allerdings auch die Spitze der Erndtebrücker Wehr – es ging im Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Erndtebrück um ein inzwischen über 15 Jahre lang diskutiertes Projekt; um nicht weniger als den An- und Umbau sowie die grundlegende Modernisierung des Feuerwehrgerätehauses in Schameder. Selten verläuft eine „Diskussion“ dabei so einhellig wie im Rahmen dieser Sitzung, deren öffentlicher Teil gerade einmal 16 Minuten dauerte.

„Das ist ein wichtiger Schritt für Schameder und für die Freiwillige Feuerwehr allgemein, den wir da gehen können.

tika Erndtebrück/Schameder. Das Gros Zuschauerplätze nahmen die Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr mit Floriansjüngern aus Schameder ein. Mit dabei im Sitzungssaal des Rathauses in Erndtebrück war am Mittwoch allerdings auch die Spitze der Erndtebrücker Wehr – es ging im Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Erndtebrück um ein inzwischen über 15 Jahre lang diskutiertes Projekt; um nicht weniger als den An- und Umbau sowie die grundlegende Modernisierung des Feuerwehrgerätehauses in Schameder. Selten verläuft eine „Diskussion“ dabei so einhellig wie im Rahmen dieser Sitzung, deren öffentlicher Teil gerade einmal 16 Minuten dauerte.

„Das ist ein wichtiger Schritt für Schameder und für die Freiwillige Feuerwehr allgemein, den wir da gehen können. Positiv ist, dass es dafür nun eine Förderkulisse des Landes Nordrhein-Westfalen gibt“, erklärte Bürgermeister Henning Gronau. Geplant ist im kommenden Jahr der Anbau einer neuen Fahrzeughalle, im Jahr 2022 der Umbau der vorhandenen Fahrzeughalle in Umkleide- und Sozialräume – und noch in diesem Jahr der Erwerb einer notwendigen Grundstücksfläche für den Anbau als solchen. Dieser zusätzliche Flächenbedarf liegt bei 1050 Quadratmetern. In einem späteren Schritt wollen die Verantwortlichen den Abriss des Zwischentraktes vollziehen.

Dieser Schritt soll auf Anraten von Tim Saßmannshausen zumindest kurzfristig noch nicht stattfinden. „Wir sollten mit dem Abriss noch etwas abwarten und ihn schieben. Im Mittelteil des Gebäudes befinden sich sanitäre Anlagen. Zudem müsste nach der Trennung der beiden Gebäude, die derzeit durch den Mittelteil verbunden sind, die Außenfassade wiederhergestellt werden“, betonte das SPD-Mitglied und der Ortsvorsteher von Schameder in Personalunion – ein Vorschlag, dem die Ausschussmitglieder in ihrer wegweisenden Empfehlung an den Rat folgten.

Dieses Gremium fällt in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch, 24. Juni, um 17.30 Uhr im Sitzungssaal des Erndtebrücker Rathauses die endgültige Entscheidung. Eine Zustimmung gilt dabei allerdings nur noch als reine Formsache. Die Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich laut Planungen auf 704 000 Euro, darin sind 75 000 Euro für Ingenieursleistungen berücksichtigt. Die Freiwillige Feuerwehr will allerdings Eigenleistungen in Höhe von rund 65 400 Euro beisteuern, sodass sich die Gesamtkosten auf 638 600 Euro reduzieren. Das Land NRW hat im Januar im Rahmen der Förderkulisse Dorferneuerung zudem einen „Sonderaufruf Feuerwehrhäuser in Dörfern“ erlassen und landesweit Gesamtmittel von drei Mill. Euro bereitgestellt – der Höchstfördersatz pro Projekt beträgt 250 000 Euro. Von diesen Mitteln will die Edergemeinde im Zuge der Maßnahme profitieren. „Ein bisschen was Gutes hat es, dass die Planungen solange gedauert haben – jetzt gibt es zumindest eine Förderung“, erklärte Tim Saßmannshausen.

Nicht nur er, sondern sämtliche Ausschussmitglieder hoben die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr, aber auch des ehrenamtlichen Einsatzes zur Erbringung der Eigenleistungen hervor. „In anderen Kommunen wird das immer groß gelobt, bei uns hingegen gilt das als selbstverständlich. Aber diese Eigenleistungen sind nicht selbstverständlich“, konstatierte Karl Ludwig Völkel. Das SPD-Mitglied lobte zugleich die „konstruktive Mitarbeit“ der Freiwilligen Feuerwehr im Arbeitskreis, der die Maßnahme geplant hatte.

„Wir haben eine gute Lösung gefunden. Durch die Planungen verlagern wir die Einfahrt künftig derart, dass kein Gegenverkehr mehr durch zufahrende Einsatzkräfte entsteht. Das sorgt für die Entzerrung eines Gefahrenpunktes“, erklärte der Sozialdemokrat, der den großen Aufgabenbereich der Einsatzkräfte aus Schameder hervorhob – ebenso wie Heinz-Josef Linten. „Die Feuerwehr in Schameder ist an dem wohl wichtigsten Punkt in der Gemeinde Erndtebrück gelegen – direkt an der B 62 und zugleich zuständig für ein großes Industriegebiet“, erklärte der Christdemokrat für die CDU-Fraktion. Heinz-Georg Grebe (FDP) sprach von einem „großen Tag für die Freiwillige Feuerwehr und für die Gemeinde Erndtebrück“. UWG-Vertreter Matthias Althaus fügte hinzu, dass er und seine Mitstreiter „zu 100 Prozent hinter dem Vorschlag“ stünden.

Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

Timo Karl (Redakteur) auf Facebook
Timo Karl (Redakteur) auf Instagram
following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil
Themenwelten
Die Siegener Zeitung begrüßt den Lenz mit einem Sonder-Abo: Sparen Sie drei Monate lang mit unserem Frühlings-Abo.

SZ+ informiert schnell und gut
Mit dem Frühlings-Abo drei Monate sparen

Der Frühling hat - kalendarisch- begonnen und die Siegener Zeitung begrüßt den Lenz mit einem Sonder-Abo: Sparen Sie drei Monate lang mit unserem Frühlings-Abo. Verlässliche Informationen trotz unruhiger Corona-LageIn diesem einmal mehr besonderen Jahr sehnen sich viele Menschen noch mehr nach den ersten Frühlingsboten. Ist doch mit den steigenden Temperaturen, den kräftiger werdenden Sonnenstrahlen und dem Aufblühen der Natur im zweiten Jahr der Corona-Pandemie noch mehr Hoffnung verbunden als...

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen