Gäste brachten Frühstück gleich mit

Raumländer Frauenkreis intensiviert die Kontakte zur Werkstatt für Behinderte in Schameder

Schameder. Normalerweise funktioniert es folgendermaßen: Wenn sich Besucher angesagt haben, dann kümmert sich der Gastgeber um Kaffee und Kuchen, um das Mittagessen oder auch um das Abendbrot. Gestern Morgen gab es jedoch die umgekehrte Variante: Der Frauenfrühstückskreis Raumland hatte sich zu einem Besuch in der Werkstatt für Behinderte in Schameder angesagt. Klar, Gäste sind in der AWo-Einrichtung im Industriegebiet Jägersgrund keine Seltenheit, doch dass die Raumländerinnen bei dieser Gelegenheit gleich das Frühstück für über 180 Mitarbeiter mitbrachten, dies ist sicher nicht unbedingt an der Tagesordnung.

Folglich wurde um 9.30 Uhr im Speiseraum alles serviert, worüber sich ein kurrender Magen freut: belegte Brötchen, Teilchen und frischer Kuchen. Die Raumländer Frauen hatten sich fest vorgenommen, das Leben und den Alltag behinderter Menschen in der Werkstatt kennenzulernen und waren für einige Stunden in den Arbeitsgruppen mit von der Partie. »Der soziale Gedanke spielt in dem Frauenkreis eine wichtige Rolle«, sagte gestern Ingrid Kroh, die gemeinsam mit Hiltraud Grebe und Ulrike Spornhauer für die Leitung des 25-köpfigen Treffs verantwortlich ist. Der Kontakt zu den Raumländerinnen sei vor rund zwei Jahren zustande gekommen, so Werkstattleiter Jörg Michael Bald, als man bei den Frauen angefragt habe, ob es möglich sei, für das Sommerfest den ein oder anderen Kuchen zu spenden. »Das war überhaupt kein Problem. Seitdem dürfen wir zum Sommerfest und zum Tag der offenen Tür immer mit 20 Torten und mehr rechnen«, so Bald. Der Kontakt habe sich schließlich intensiviert, er selbst habe bereits bei einer Zusammenkunft des Frühstückskreises über die Arbeit in der Werkstatt berichtet. Der Kontakt zur evangelischen Kirchengemeinde Raumland sei auf eine langfristige Basis gestellt worden.

Beispielsweise stattete Raumlands Pfarrer Dr. Dirk Spornhauer der AWo-Einrichtung mit seiner Konfirmandengruppe unlängst einen Besuch ab (die Siegener Zeitung berichtete). Ingeborg Kroh stellte bei dem gestrigen Treffen nicht zuletzt fest, »dass wir hier oben bereits einige Raumländer getroffen haben, die in der Werkstatt beschäftigt sind«. Dass die Kontakte keineswegs nur einseitiger Natur sind, sondern eine beidseitige Angelegenheit, dass stellten Mitarbeiter und Betreuer der Werkstatt eindrucksvoll unter Beweis: Zum einen gab es für das leckere Frühstück großen Applaus, zum anderen erhielten alle Raumländer Frauen aus der Kreativabteilung der Werkstatt ein dekoratives Geschenk – passend zur Osterzeit.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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