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Neubaugebiet Roger-Drapie-Straße
Gemeinde bringt einen Wendehammer ins Spiel

Ein Wendehammer könnte am Ende der Roger-Drapie-Straße entstehen, um auf diese Weise den Durchgangsverkehr zu unterbinden. Dieser ist Ersatz für den nicht realisierbaren „verkehrsberuhigten Bereich“ respektive einer „Spielstraße“.
  • Ein Wendehammer könnte am Ende der Roger-Drapie-Straße entstehen, um auf diese Weise den Durchgangsverkehr zu unterbinden. Dieser ist Ersatz für den nicht realisierbaren „verkehrsberuhigten Bereich“ respektive einer „Spielstraße“.
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tika Erndtebrück. Möglichst sicher, möglichst komfortabel, möglichst ansehnlich – nach dem endgültigen Ausbau soll die Roger-Drapie-Straße in Erndtebrück nach dem Wunsch der Anwohner all diese Attribute auf sich vereinen. Im Rahmen einer Anwohnerversammlung vor Ausbruch der Corona-Pandemie hatten die Haus- und Grundstücksbesitzer aus dem Neubaugebiet in der Edergemeinde zuletzt über den Ausbau diskutiert und über mögliche Ausbauvarianten abgestimmt. Im Kern stand dabei der Wunsch nach einer „Spielstraße“ oder nach einem „verkehrsberuhigten Bereich“ – diesen allerdings hat die Verkehrsbehörde nicht zuletzt aufgrund der geplanten Ästhetik der Straße abgelehnt.

„Die Gemeindeverwaltung hat in einem Schreiben an die Anlieger eine weitere mögliche Variante vorgeschlagen.

tika Erndtebrück. Möglichst sicher, möglichst komfortabel, möglichst ansehnlich – nach dem endgültigen Ausbau soll die Roger-Drapie-Straße in Erndtebrück nach dem Wunsch der Anwohner all diese Attribute auf sich vereinen. Im Rahmen einer Anwohnerversammlung vor Ausbruch der Corona-Pandemie hatten die Haus- und Grundstücksbesitzer aus dem Neubaugebiet in der Edergemeinde zuletzt über den Ausbau diskutiert und über mögliche Ausbauvarianten abgestimmt. Im Kern stand dabei der Wunsch nach einer „Spielstraße“ oder nach einem „verkehrsberuhigten Bereich“ – diesen allerdings hat die Verkehrsbehörde nicht zuletzt aufgrund der geplanten Ästhetik der Straße abgelehnt.

„Die Gemeindeverwaltung hat in einem Schreiben an die Anlieger eine weitere mögliche Variante vorgeschlagen. Bei dieser Variante handelt es sich um eine Ergänzung der unter anderem zuvor besprochenen Pflanzbeete“, teilte die Pressestelle der Gemeinde Erndtebrück am Montag auf Anfrage der Siegener Zeitung mit. Will heißen: Käme es zur Umsetzung dieses Plans, wäre die Roger-Drapie-Straße künftig ausschließlich über die Grimbachstraße befahrbar – und würde mit einer Sackgasse enden. „Die Straße wird so ausgeführt werden, dass sie allen Ansprüchen der Rettungsdienste und Feuerwehr gerecht wird“, teilte die Pressestelle der Gemeinde Erndtebrück mit. Auf diese Weise wäre ein – wie von einigen Anwohnern befürchteter – Durchgangsverkehr nicht mehr möglich.

„In den Gesprächen mit den Anliegern wurde vor allem befürchtet, dass ein Durchgangsverkehr von Nicht-Anliegern erfolgt, weshalb dieses Argument in die weiteren Überlegungen eingeflossen ist. In Kombination mit den bereits abgestimmten Pflanzbeeten soll eine optimale Verkehrsberuhigung erreicht werden“, teilte die Gemeinde Erndtebrück mit.

Das Gros des Straßenverkehrs bilden bei dieser Variante die Bewohner der Häuser oder aber ihre Besucher – hinzu kommt vornehmlich Liefer- und Versorgungsverkehr, der unmittelbar oder zumindest mittelbar die Haushalte betrifft. Baulich käme es bei dieser Entwurfsplanung neben dem Wendehammer dennoch zu den vorgesehenen Pflanzbeeten, die baulich für eine Verringerung der Geschwindigkeit von Fahrzeugen sorgen sollen – und für die sich die Anwohner im Rahmen der finalen Versammlung laut Verwaltung einstimmig entschieden haben. Diese Variante – ergänzt um die Möglichkeit eines Wendehammers – will die Verwaltung nun den verantwortlichen politischen Gremien vorstellen. „Die Versammlungen haben somit das Ziel einer intensiven Abstimmung erreicht und münden nun in entsprechende Entwürfe für die politischen Gremien“, hieß es seitens der Pressestelle der Gemeinde Erndtebrück.

Der Grund dafür, dass die Verkehrsbehörde die Roger-Drapie-Straße nicht zur „Spielstraße“ erklärt, ist vor allem durch die geplante Ästhetik begründet. „Die Einrichtung einer Spielstraße ist an viele Voraussetzungen geknüpft: Eine davon ist, dass die Verkehrsfläche einheitlich gestaltet werden muss. Es darf also keinen Gehweg mit Randsteinen geben. Da das Konzept der Gemeinde Erndtebrück aber einen Gehweg vorsieht, kann dort keine Spielstraße eingerichtet werden. Auch ein verkehrsberuhigter Bereich muss ähnliche Voraussetzungen erfüllen, die nach dem Konzept ebenfalls nicht vorliegen“, erklärte Torsten Manges. Der Pressesprecher des Kreises Siegen-Wittgenstein verwies am Montag auf SZ-Anfrage darauf, dass die Straße bereits in ihren Grundzügen fertig gebaut und ein Rückbau – dieser würde dann eine „Spielstraße“ ermöglichen – „durch die Gemeinde nicht gewollt“ sei. „Die Einrichtung als Sackgasse liegt in der Zuständigkeit der Gemeinde Erndtebrück und kann von ihr umgesetzt werden. Ob es in dieser Straße weitere sinnvolle bauliche Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Kinder gibt und welche denkbar wären, möchten wir als Kreisverwaltung nicht beurteilen. Das müsste vor Ort besprochen werden, weil alle denkbaren Maßnahmen natürlich auch Einschränkungen für die Anwohner mit sich bringen“, erläuterte Torsten Manges weiterhin.

Da es wiederum in großem Interesse von Anwohnern und Gemeindeverwaltung sei, dass in einer Straße mit vielen Kindern langsam gefahren werde, seien alternative Möglichkeiten geprüft worden, erklärte die Verwaltung aus der Edergemeinde derweil: „Auf die nun vorgeschlagene Ergänzung der Wunsch-Variante haben wir bereits einige positive Rückmeldungen der Anlieger erhalten.“ Die Installation von Pflanzbeeten orientiert sich derweil an den bestehenden – und dort umstrittenen – Pflanzbeeten in der nahegelegenen Ederfeldstraße. Wie auch in dieser Straße, strebt die Gemeindeverwaltung in der Roger-Drapie-Straße nun eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h an. Diese Entscheidung trifft die Verkehrsbehörde.

Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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