Gerlinde Diehlmann trifft in Zinse

Aus einer Kaiserin von Ehemanns Gnaden wurde die Königin aus eigener Treffsicherheit

schn Zinse. Königs- und Kaiserpaar in Personalunion, wo gibt es denn so etwas? In Zinse – ist hier die richtige Antwort. Beim Schießverein »Dreiherrenstein« wird die Kaiserwürde alle zehn Jahre ausgeschossen, bisher letztmals 1996. Damals war Armin Diehlmann der Glückliche. Er machte seine Frau Gerlinde Diehlmann zur Kaiserin an seiner Seite. Besagte Gerlinde hatte sich jetzt vorgenommen, neue Verhältnisse in der Familie zu schaffen und sich einen eigenen Titel zu holen. Gegen sieben Konkurrenten setzte sie sich am Samstag beim Königsschießen durch und holte den Vogel, oder besser das, was die Schützen vorher davon übrig gelassen hatten, von der Stange.

In der 48-jährigen Geschichte des Schießvereins ist sie die vierte Regentin des Schützenvolkes. Aber ihr Mann ist der erste Kaiser als Prinzregent. Und da ja aller guten Dinge drei sind, wurde die Kaiserin und Königin Gerlinde Diehlmann ganz nebenbei auch noch für 25 Jahre Vereinsmitgliedschaft geehrt. Die Diehlmanns sind eine typische Zinser Schützenfamilie – denn sie wohnen gar nicht in Zinse, sondern in Burbach. Aber das Elternhaus der Königin steht im Ort.

Zum Preisschießen waren 64 Schützen angetreten, sie brauchten 193 Schuss bis alle Preise gefallen waren. Die Krone ging an Lorenz Benfer, das Zepter an Guido Blankenstein, der Reichsapfel an Andreas Weiß. Den Preis des Ortsvorstehers erhielt Erich Schneider, den Preis des Festwirts Wilhelm Marburger. Den linken Flügel sicherte sich Eva Birkelbach, den rechten Flügel Christoph Weiß. Auch bei der Jugend setzten sich die Frauen durch, Cathleen Weiß heißt die neue Königin. Die Jugendkrone schoss Jan Birkelbach, das Jugendzepter Christian Bätzel und den Reichsapfel Lena Bätzel. Neben der Ehrung von Gerlinde Diehlmann für 25 Jahre Vereinsmitgliedschaft wurden einige andere Mitglieder für die gleiche Treue ausgezeichnet: Thomas Bode, Andreas Weiß, Anke Jurkovic, Heidrun Benfer, Peter Hoheisel, Wilfried Sprute, Bernd Limper, Jochen Müller, Hans-Jörg Müller, Stefan Müsse, Wolfgang Schneider, Michael Schneider und Jörg Schorge. Zehn Jahre weniger im Verein sind Rüdiger Lange, Wilhelm Marburger, Heinz-Josef Linten und Thomas Wollenberg.

In Zinse ist es üblich, dass zum Schützenfest mehr Menschen kommen als im Ort wohnen, was auch daran liegt, dass der Verein mehr Mitglieder hat als das Dorf Einwohner. Die besondere Stimmung tut ihr Übriges dazu, dass das Fest einen besonderen Stellenwert unter den Schützenfest genießt.

Nicht zuletzt die Liveband »Golden Gate« und das Tambourcorps Erndtebrück sorgten mit Musik für eben diese bekannt gute Stimmung.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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