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Besonderes Wohnen: KoDorf in Erndtebrück
Gespräche mit ersten Interessenten laufen

Noch ist das Areal des ehemaligen Sägewerks Belz in Erndtebrück weitgehend verlassen. Wie sich die Fläche künftig als KoDorf gestalten soll, demonstriert diese Darstellung anschaulich.
  • Noch ist das Areal des ehemaligen Sägewerks Belz in Erndtebrück weitgehend verlassen. Wie sich die Fläche künftig als KoDorf gestalten soll, demonstriert diese Darstellung anschaulich.
  • Foto: agmm Architekten und Stadtplaner (Grafik)
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

bw/tika Erndtebrück. Im Sommer stellten die Initiatoren in Erndtebrück das KoDorf-Projekt öffentlichkeitswirksam vor, das in der Edergemeinde auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerks realisiert werden soll – falls es genügend Interessenten gibt, die in eines der Häuser ziehen möchten. Ein halbes Jahr nach dieser Auftaktveranstaltung erkundigte sich Lorenz Benfer (CDU) nun im Gemeinderat nach dem aktuellen Stand des Projekts. Bürgermeister Henning Gronau erklärte, dass „alles im stetigen Fluss“ sei. Leider seien durch Corona für November geplante Veranstaltungen zum Projekt ausgefallen. Grundsätzlich sei die Verwaltung im Gespräch mit den Initiatoren, mit Interessenten, mit der Familie als Eigentümer des Areals und mit den Fördermittelgebern.

bw/tika Erndtebrück. Im Sommer stellten die Initiatoren in Erndtebrück das KoDorf-Projekt öffentlichkeitswirksam vor, das in der Edergemeinde auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerks realisiert werden soll – falls es genügend Interessenten gibt, die in eines der Häuser ziehen möchten. Ein halbes Jahr nach dieser Auftaktveranstaltung erkundigte sich Lorenz Benfer (CDU) nun im Gemeinderat nach dem aktuellen Stand des Projekts. Bürgermeister Henning Gronau erklärte, dass „alles im stetigen Fluss“ sei. Leider seien durch Corona für November geplante Veranstaltungen zum Projekt ausgefallen. Grundsätzlich sei die Verwaltung im Gespräch mit den Initiatoren, mit Interessenten, mit der Familie als Eigentümer des Areals und mit den Fördermittelgebern. Auf Anfrage der SZ wurde die Gemeindeverwaltung noch etwas konkreter.

Einigung mit Grundstückseigentümern

„Die Bedingungen der Corona-Pandemie erschweren momentan viele Bereiche und nehmen natürlich ebenso auch Einfluss auf das Projekt rund um das KoDorf. Dennoch konnten bereits einige Entwicklungen auf den Weg gebracht werden“, teilte die Pressestelle der Gemeinde Erndtebrück mit.
So sei es zuletzt zur Einigung mit den Grundstückseigentümern und zur Unterzeichnung eines städtebaulichen Vertrages gekommen, der den grundsätzlichen Rahmen des Projekts regelt. „Ebenso konnten Gespräche bezüglich möglicher Förderquellen intensiviert werden und sind auf einem guten Weg.“ Dass es zu einer tatsächlichen Umsetzung des Projekts KoDorf kommt, daran glaubt die Gemeindeverwaltung fest. „Viele Schritte konnten bereits erfolgreich absolviert werden, weshalb wir das Projekt sehr positiv gestimmt begleiten. Es besteht auf allen Ebenen ein großes Interesse an einer Umsetzung, weil es sich um eine innovative Idee zum Leben im ländlichen Raum handelt“, erklärte die Pressestelle.

Einige interessiert am Leben im KoDorf

Demnach hat sich für das KoDorf, das das zweite seiner Art in der Bundesrepublik Deutschland wäre – das erste entsteht in Wiesenburg bei Berlin –, bereits „ein erster Interessentenkreis zusammengefunden, mit dem die Initiatoren bereits im Austausch stehen“. Nur wenn tatsächlich genügend Menschen ein Interesse daran haben, in dem geplanten KoDorf auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerks Belz in Erndtebrück in dieser besonderen Form zu leben und zu arbeiten, ist es letztlich auch tatsächlich realisierbar. Denn das Motto „Neues Leben und Arbeiten auf dem Land“ soll tatsächlich Programm sein.
Das Konzept beschreiben die Ideengeber so: „Wir glauben, dass es Zeit ist, Leben und Wohnen neu zu denken: Gemeinschaftlicher, reduzierter, aber mit allem bestückt, was es für ein gutes Leben braucht. Mit dem KoDorf möchten wir resiliente Lebensräume schaffen an lebenswerten Orten, die die Ruhe der Natur mit der für unseren heutigen Lebensstil notwendigen Infrastruktur vereinen. In guter, gesunder Architektur. In einer offenen Gemeinschaft, die Erlebnisse und Räume miteinander teilt und in der jeder seinen Rückzugsort hat. Denn wenig hat in unserer Zeit mehr Bestand als ein Ort, an dem man gut miteinander leben und arbeiten kann“, heißt es dazu konkret. KoDörfer bestehen dabei aus einer Ansammlung von kleinen Häusern zur Eigennutzung und großzügigen Gemeinschaftsflächen, darunter ein Co-Workingspace, eine Küche mit langer Tafel, Werkstätten und Gästeappartements – sie werden dabei genossenschaftlich betrieben und erworben.

Umsetzung frühestens Ende 2021

Aber: Nicht zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie ist mit einem kurzfristigen Baustart nicht zu rechnen. Die Gemeinde Erndtebrück rechnet mit einer Umsetzung „unter besten Bedingungen“ erst Ende 2021. „Bei einer realistischen Betrachtung des Projektes und unter den Einflüssen der Pandemie ist dies jedoch eher für 2022 zu erwarten“, hieß es. Die Entwicklung erschwere sich aber in einigen Bereichen, da aufgrund der Pandemie etwa die Durchführung von geplanten Veranstaltungen nicht möglich sei.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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