»Gott gebärdet gern«

Heimische Gehörlose feierten den Advent in Erndtebrück

JG Erndtebrück. »Gott gebärdet gern« – fast wie eine Selbstversicherung klang das erste Adventslied, das Gehörlosengemeinde und Gehörlosenverein Wittgenstein bei der gemeinsamen Weihnachtsfeier im Erndtebrücker Jugendheim gebärdeten. Für die Hörenden unter den Besuchern ein interessantes Bild, wie die Gehörlosen gleichsam synchron in Zeichen und Gesten ihre eigenen Lieder miteinander zelebrierten. Nachdem die Bäume auf dem Weg in die Edergemeinde erstmals richtig weißgefroren waren, hatten sich diesmal lediglich rund 40 Besucher eingefunden. Manche von denen, die normalerweise aus ganz Wittgenstein, Siegerland oder Hessen angereist kommen, hatten wohl den Weg gescheut.

Bericht über den eigenen Kirchentag

Trotzdem herrschte wieder die typische Familienfest-Stimmung bei der Traditionsveranstaltung, an der auch die stellvertretende Landrätin Änni Schmidt, Erndtebrücks Bürgermeister Heinz-Josef Linten und der katholische Ortspfarrer Karl-Heinz Böckelmann teilnahmen. Zur Feier gehörte auch wieder der Festgottesdienst des Siegener Pfarrers Benno Weiß in Gebärdensprache. Der gab unter anderem einen kurzen Rückblick auf den vierten Gehörlosenkirchentag in Hamm, den auch heimische Gläubige besuchten. Außerdem standen diesmal Ehrungen auf der Tagesordnung. Der Berghäuser Rudolf Dickel gehört seit 25 Jahren dem Wittgensteiner Gehörlosenverein an. Das Zeichen der Wertschätzung dafür heftete ihm der Vorsitzende Gerhard Göllner an die Brust. Und direkt darauf wurde dann aus dem Auszeichnenden ein Ausgezeichneter. Denn der Erndtebrücker gehört nicht nur seit über 30 Jahren dem Verein an, sondern ist mittlerweile seit 25 Jahren im Vorstand tätig. Einen Präsentkorb überreichte ihm sein Stellvertreter Otto Schmallenbach.

Und der dankte vor allem für die Tatkraft von Gerhard Göllner, aber auch dafür, dass der Vorsitzende immer für die richtige Stimmung sorge. Sichtlich gerührt von der Auszeichnung ging es dann zunächst einmal weiter an die Kaffeetafel, danach in die Adventszeit mit ihren süßen klingenden Glocken, die nicht jeder hören kann. Und dafür gab Benno Weiß den Besuchern seinen Segen mit auf den Weg, in Gebärden und in Worten: Schutz – heute – morgen – jeden Tag.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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