SZ

Unterstützung für Flutgebiet
Grandmamas Backside rocken an der Ahr

Abschied von der Ahr: Matthias Schneider, Jörg Hoffmann, Lisa Schatz, Peter Schatz, Thomas Göbel, Timm Althaus, Kai Knebel und Oliver Wahl (v.l.). Vorne sitzend: Matthias Schatz mit Tochter Lisa.
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  • Abschied von der Ahr: Matthias Schneider, Jörg Hoffmann, Lisa Schatz, Peter Schatz, Thomas Göbel, Timm Althaus, Kai Knebel und Oliver Wahl (v.l.). Vorne sitzend: Matthias Schatz mit Tochter Lisa.
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vc Erndtebrück/ Rech. Es gibt Einladungen, die freuen und ehren einen zugleich. So ist es der Erndtebrücker Band Grandmamas Backside ergangen, als die Bitte via Kurznachricht eintrudelte, auf einem Konzert zu spielen – und zwar im Ahrtal, fast ein Jahr nach der Flutkatastrophe. Inmitten des stark beschädigten Weinguts St. Nepomuk sollte musiziert werden. „Es war für uns Ehrensache, dort hinzufahren“, berichtet Thomas Göbel, Schlagzeuger der Kult-Band, im Gespräch mit der SZ. Die Wittgensteiner Band rockte an Himmelfahrt – immer in Sichtweite zur Ahr. Göbel: „Das Konzert hat wirklich Spaß gemacht. Zu diesem Vatertag kamen viele Wanderer, von denen die meisten im Weingut St. Nepomuk hängen blieben.

vc Erndtebrück/ Rech. Es gibt Einladungen, die freuen und ehren einen zugleich. So ist es der Erndtebrücker Band Grandmamas Backside ergangen, als die Bitte via Kurznachricht eintrudelte, auf einem Konzert zu spielen – und zwar im Ahrtal, fast ein Jahr nach der Flutkatastrophe. Inmitten des stark beschädigten Weinguts St. Nepomuk sollte musiziert werden. „Es war für uns Ehrensache, dort hinzufahren“, berichtet Thomas Göbel, Schlagzeuger der Kult-Band, im Gespräch mit der SZ. Die Wittgensteiner Band rockte an Himmelfahrt – immer in Sichtweite zur Ahr. Göbel: „Das Konzert hat wirklich Spaß gemacht. Zu diesem Vatertag kamen viele Wanderer, von denen die meisten im Weingut St. Nepomuk hängen blieben.“ Unterstützung gab es von Ton- und Technikexperte Matthias Schneider: Der Erndtebrücker sorgte inmitten der beschädigten Infrastruktur für den richtigen Klang, während Sänger Jörg Hoffmann gerne immer wieder erklärte, woher Grandmamas Backside angereist waren. Mit dabei waren natürlich auch Gitarrist und Sänger Timm Althaus, Bassist Kai Knebel und am Keyboard Oliver Wahl. 

Noch immer gebe es viel zu tun

Der Band ist die Unterstützung an der Ahr sehr wichtig. Thomas Göbel verbindet auch persönlich etwas mit der Familie Schatz, die die Gastronomie und das Weingut St. Nepomuk betreibt. „Wir waren mit einer Nachbarschaftstruppe aus Erndtebrück eine Woche nach der Flutkatastrophe hier und wurden auch im Weinkeller eingesetzt. Die Menschen haben mit einer Eimerkette den Schlamm und Unrat aus dem Weinkeller entfernt“, sagt Thomas Göbel. Die Zerstörung sei unglaublich gewesen, im Weingut und im ganzen Ort.  „Die Brücke über die Ahr wurde in Rech halb zerstört. Die Statue des Schutzpatrons, eben jener besagte St. Nepomuk, stand und steht aber noch immer."

Schlagzeuger-Perspektive: Die Menschen tanzen wieder an der Ahr.
  • Schlagzeuger-Perspektive: Die Menschen tanzen wieder an der Ahr.
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Am Telefon schildert der Erndtebrücker die aktuelle Lage vor Ort. Noch immer gebe es viel zu tun. „Und Wochenende für Wochenende kommen hier Handwerker hin, um zu helfen“, berichtet Thomas Göbel. Ein Trupp Handwerker aus Thüringen sei gerade da. „Die kümmern sich um die Fensterbänke in der Gastronomie, die erst im April öffnen konnte“, berichtet der Erndtebrücker, der nicht vergisst, seinen Nachbar aus Erndtebrück, Bastian Weber, zu erwähnen. „Er hat seinen ganzen Jahresurlaub geopfert und ist fast jedes Wochenende hier. Eine irre Leistung“, zollt der Schlagzeuger von Grandmamas Backside Bastian Weber Respekt. Wie die Erndtebrücker berichten, hat es sich die Familie Schatz nicht nehmen lassen, eine Führung durch den nun trockenen Weinkeller möglich zu machen.

,,Wir haben dort nicht das letzte Mal gespielt''

Peter Schatz zeigt sich für die Gastronomie, Matthias Schatz für den Weinbau verantwortlich. Vor einigen Jahren haben sie das Weingut von ihren Eltern übernommen. Doch dann kam Corona und dann die Flut. Bei all der Zerstörung und den damit verbundenen Aufgaben für die Familie kam gerade ein kleines, gerahmtes Geschenk aus Wittgenstein besonders gut an. Göbel: „Wir haben eine Kiste Bosch mitgebracht. Das stieß auf Begeisterung. Wir fahren mit unserer Bezahlung aber auch gerne nach Hause: Ein paar Flaschen trockener Riesling werden es wohl in den Proberaum in Erndtebrück schaffen.“ 

Für die Band steht auch nach ihrer Rückkehr an die sichere Eder fest. Jörg Hoffmann: „Wir haben dort nicht das letzte Mal gespielt. Zwei Einladungen haben wir bereits in der Tasche.“

Abschied von der Ahr: Matthias Schneider, Jörg Hoffmann, Lisa Schatz, Peter Schatz, Thomas Göbel, Timm Althaus, Kai Knebel und Oliver Wahl (v.l.). Vorne sitzend: Matthias Schatz mit Tochter Lisa.
Schlagzeuger-Perspektive: Die Menschen tanzen wieder an der Ahr.
Autor:

Christian Völkel

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