Großbrand zerstört Halle

Am Montagabend brannte die Produktionshalle der Firma Kaiser in Schameder ab. Foto: bw

bw/vö - Durch einen Großbrand ist am Montagabend die Firma Kaiser im Industriegebiet Jägersgrund in Schameder völlig zerstört worden. Um kurz nach 19 Uhr hatten nach SZ-Informationen einige Mitarbeiter das Feuer in der Produktionshalle entdeckt und sofort die Feuerwehr alarmiert. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete in dem betroffenen Gebäudeteil offenbar niemand. Deshalb konnten die Einsatzkräfte vor Ort schnell in einer Hinsicht Entwarnung geben: Niemand wurde durch den Brand verletzt, zumindest nicht unmittelbar. "Es gibt keine Erkenntnisse, dass noch jemand in der Halle sein könnte", meinte Kreisbrandmeister Bernd Schneider. Klar ist, dass der Schaden in die Millionenhöhe geht. Das machte Firmenchefin Anke Kaiser gegenüber der Polizei unmissverständlich deutlich.

Anwohner sollen Fenster geschlossen halten

Als die ersten Feuerwehrleute am Einsatzort eintrafen, brannte die
Firmenhalle bereits lichterloh. Die Wolke aus schwarzem Rauch war
kilometerweit in Wittgenstein zu sehen, rasch stieg daher auch die Zahl
der Schaulustigen. Dem Feuer, das sich längst in der gesamten Halle
ausgebreitet hatte, versuchten die Feuerwehrleute vergeblich, Herr zu
werden. Deshalb trafen die Führungskräfte der Feuerwehr mit
Kreisbrandmeister Bernd Schneider an der Spitze die Entscheidung, das
Firmengebäude abbrennen zu lassen und sich darauf zu konzentrieren, ein
Übergreifen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Ein Grund für die
Entscheidung, die Bernd Schneider der Presse erläuterte, sei auch die
Entwicklung möglicherweise giftiger Dämpfe. "Durch die Thermik zieht
der Rauch derzeit nach oben ab", dennoch sei die Bevölkerung von
Schameder und Birkefehl darum gebeten worden, zur Sicherheit die Türen
und Fenster ihrer Häuser geschlossen zu halten. "Wir führen bereits
Messungen durch", fügte der Kreisbrandmeister hinzu. Der strenge
Brandgeruch war bis in den späten Abend hinein auch im Raum Bad
Berleburg deutlich wahrnehmbar.

Feuerwehr ist bis in die tiefe Nacht im Einsatz

Stundenlang kämpfte
die Feuerwehr mit dem Brand, "ich gehe von einer längeren Nacht aus",
sagte Bernd Schneider, "wir haben schon die Lichtversorgung
angefordert". Von dem Vorhaben, zumindest einen Teil der Halle mit dem
Bagger einzureißen, nahmen die Einsatzkräfte Abstand. "Das wäre
lebensgefährlich", sagte Bauunternehmer Bernd Berge, der sich die
Situation vor Ort anschaute. Rund 200 Feuerwehrleute waren vor Ort im Einsatz, dazu noch
Rettungsdienst und Polizei.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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