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Umweltausschuss in Erndtebrück
Grünes Licht für das neue Abwasserkonzept

Eine Erfolgsgeschichte: Im vergangenen Jahr hat die Photovoltaik-Anlage im Klärwerk in Erndtebrück rund 153 867 Kilowattstunden Strom erzeugt. Die Abnahme beim Energieversorger konnte damit auf 596 456 kWh begrenzt werden. Foto: Björn Weyand
  • Eine Erfolgsgeschichte: Im vergangenen Jahr hat die Photovoltaik-Anlage im Klärwerk in Erndtebrück rund 153 867 Kilowattstunden Strom erzeugt. Die Abnahme beim Energieversorger konnte damit auf 596 456 kWh begrenzt werden. Foto: Björn Weyand
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bw Erndtebrück. Grünes Licht erteilte der Erndtebrücker Umweltausschuss am Montag für das Abwasserbeseitigungskonzept, das die Gemeindeverwaltung vorgelegt hatte. Wie unsere Zeitung berichtete, enthält das Papier eine Maßnahmenliste für die Zeit bis einschließlich 2023. Die Sanierungen summieren sich auf gut 7,8 Mill. Euro für den Zeitraum von 2018 bis 2023. Bauamtsleiter Björn Fuhrmann räumte ein, dass der Gemeinderat das Abwasserbeseitigungskonzept eigentlich bereits zum 1. Januar 2018 hätte beschließen müssen. „Noch sitzt uns die Bezirksregierung Arnsberg zwar nicht im Nacken“, stellte der Fachbereichsleiter fest, „aber sie hat uns zur Abgabe aufgefordert.“ Das dürfte dann nach der nächsten Ratssitzung am Mittwoch, 4. März, der Fall sein.

bw Erndtebrück. Grünes Licht erteilte der Erndtebrücker Umweltausschuss am Montag für das Abwasserbeseitigungskonzept, das die Gemeindeverwaltung vorgelegt hatte. Wie unsere Zeitung berichtete, enthält das Papier eine Maßnahmenliste für die Zeit bis einschließlich 2023. Die Sanierungen summieren sich auf gut 7,8 Mill. Euro für den Zeitraum von 2018 bis 2023. Bauamtsleiter Björn Fuhrmann räumte ein, dass der Gemeinderat das Abwasserbeseitigungskonzept eigentlich bereits zum 1. Januar 2018 hätte beschließen müssen. „Noch sitzt uns die Bezirksregierung Arnsberg zwar nicht im Nacken“, stellte der Fachbereichsleiter fest, „aber sie hat uns zur Abgabe aufgefordert.“ Das dürfte dann nach der nächsten Ratssitzung am Mittwoch, 4. März, der Fall sein. In der soll das Konzept dann final beschlossen werden.

CDU-Fraktionschef Heinz-Josef Linten erkundigte sich, ob die Kosten denn realistisch und von einem Fachbetrieb bestätigt worden seien. Dies bejahte der Bauamtsleiter und fügte auf eine Linten-Nachfrage hinzu, dass sich das Preisniveau im Tiefbau wieder entspannt habe, nachdem die Unternehmen die Preise bekanntlich vor zwei, drei Jahren erheblich angezogen hatten. Ein Teil dieses Abwasserbeseitigungskonzepts ist auch eine Prognose der Verwaltung zur Gebührenentwicklung durch die anstehenden Investitionen. Das Ergebnis: Die Schmutzwassergebühr bleibt weitgehend stabil, könnte sogar bei gleichbleibenden Bedingungen von momentan 3,83 Euro/m3 auf 3,79 Euro/m3 im Jahre 2023 sinken. Dagegen dürfte die Niederschlagswassergebühr von 0,61 Euro/m2 auf 0,72 Euro/m2 steigen. Allerdings dürfte sich an der Maßnahmenliste in den nächsten Jahren noch einiges ändern. Zum Beispiel ist ja völlig offen, wie es mit dem Straßenausbau in Erndtebrück künftig aussieht.

Eine Anfrage von FDP-Ausschussmitglied Detlef Rath drehte sich um die schon erreichten Erfolge bei der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes. Zur Beantwortung legte Bürgermeister Henning Gronau sogar einen Umweltbericht vor mit Maßnahmen, die entweder von der Gemeinde oder von anderen Akteuren aus Erndtebrück in den vergangenen Jahren realisiert wurden. Der Umweltbericht solle künftig weiter ergänzt werden, kündigte der Rathaus-Chef an. Detlef Rath wollte auch wissen, ob die 0,12 Stellenteile für den Klimaschutz, die es in der Gemeindeverwaltung gibt, denn eigentlich ausreichend seien. Bürgermeister Henning Gronau betonte, dass es kein Geheimnis sei, dass dieser Anteil durchaus knapp bemessen sei. „Wir verwenden für das Thema sicherlich mehr Zeit, als es die Stellenanteile erlauben. Wir machen faktisch mehr“, meinte der Verwaltungsleiter.

Es gebe sehr viele spannende Projekte im Gemeindegebiet, die dem Klimaschutz dienten. Henning Gronau nannte etwa das Biomasse-Heizkraftwerk oder die Nutzung von Wasserkraft der Eder zur Stromerzeugung in der Womelsdorfer Mühle. Im Jahr werden rund 42 Mill. kWh Strom regenerativ erzeugt – die Haushalte verbrauchen rund 9 Mill. kWh Strom, mit Gewerbe und Industrie hat Erndtebrück allerdings einen Strombedarf von 107 Mill. Kilowattstunden, heißt es im Umweltbericht. Die Gemeinde habe Klimaschutz aktiv betrieben durch die Umstellung auf LED in vielen Gebäuden sowie teilweise auch bei der Straßenbeleuchtung. Die Verwaltung führt als Errungenschaften auch die Photovoltaik-Anlage beim Klärwerk oder das Blockheizkraftwerk im Hallenbad an. Der Umweltbericht geht zudem auf die Initiativen Plant for the Planet, Wittgenstein im Wandel oder WeiterGedacht ein.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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