Harter, purer und sehr lauter Rock

650 Freunde der härteren Gangart feierten in Birkelbach eine sensationelle Party

BW Birkelbach. Es ist sicher nichts für sanfte Gemüter – keine seichten Pop-Songs und kein noch so eintöniger Techno. Rock in Birkelbach bedeutet harter, purer und sehr lauter Hard-Rock. Fliegende Haare und nickende Köpfe gepaart mit der Gefahr einer Genickstarre. Klatschende Hände in der Luft, Körper im Pogo-Rausch und die Stimmbänder kurz vor der Zerreißprobe. Die bereits 34. Auflage erlebte das Birkelbacher Rockfestival am Samstagabend, und es wird mit Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen sein. Denn schließlich brachten die rund 650 Gäste die Mehrzweckhalle regelrecht zum Beben. Doch was blieb den Rock-Fans anderes übrig, beim Auftritt von drei der besten deutschen Coverbands? Den Anfang machten »Custard Pies«, zwar mit einiger Verspätung, doch das wurde den Münsteranern schnell verziehen. Die Band um Sänger und Gitarrist Pascal Cherouny, Drummer Marco Menzer und Alexander Ranft am Bass spielte die großen Klassiker der Rocklegenden von »Led Zeppelin«: »Kashmir", »The Song remains the same», »Dazed and Confused« und einige mehr.

Vor allem Pascal Cherouny überzeugte: nicht genug damit, dass er mit seiner Stimme dem Original Jimmy Page von Led Zeppelin außergewöhnlich nah kam. Auch das Gitarrenspiel mit den so eingängigen Passagen eines Robert Plant war nah am Original. Natürlich spielten »Custard Pies« zum Ende die größten Hits: »Whole Lotta Love« und »Stairway to heaven«. Bei letzterem Song – der übrigens schon einmal zum besten Lied aller Zeiten gewählt wurde – war der kleine, aber feine Unterschied zu Led Zeppelin jedoch schon zu erkennen. Überhaupt sind die größten Hits der Vorbilder wohl auch die am schwersten zu covernden Lieder.

Noch weit lauter als »Custard Pies« waren »Demon's Eye«, die als zweite Band des Abends die Stimmung anheizten. Als weltbeste Tribute-Band von Deep Purple gelten die fünf Siegener – gekrönt vom Deep-Purple-Bassisten Roger Glover. Der hatte Demon's Eye als beste Coverband von Deep Purple bezeichnet – »sie klingen sogar besser als das Original früher«. Kein Wunder also, dass die Rockfans bei »Child in Time«, »Highway Star« und natürlich »Smoke on the Water« schier ausrasteten. Darüber hinaus spielten Sänger Jens Kreikebaum, Gitarrist Stephan Krause, Bassist Maik Keller, Florian Pritsch an den Keyboards und Drummer Andree Schneider auch andere Klassiker wie »Since you've been gone«.

Der Abend neigte sich bereits gen Mitternacht, als Demon's Eye nach zwei Zugaben die Bühne räumten. Fast schien es nun so, dass viele der 650 Rocker nicht mehr den Auftritt des Top-Acts abwarteten. Doch pünktlich zu den ersten Klängen von »Hole Full Of Love« wurde die Halle wieder voll und der Platz direkt vor der Bühne und den Boxenwänden kleiner. Versprochen wurde die beste AC/DC-Coverband in Europa und genau als das präsentierten sich die fünf Frankfurter. Als echte Tribute-Band spielten Hole Full Of Love nicht nur die Lieder der australischen Legenden, sondern sie schlüpften auch in die Rollen der Großen. Ausgestattet mit der bekannten Schuluniform eines Angus Young eroberte Gitarrist Karsten Kutscher das Publikum, während Sänger Dario Djurinovac zu der Reinkarnation des 1980 verstorbenen AC/DC-Sängers Bon Scott wurde. So spielten Hole Full Of Love auch nur Lieder aus den 70er Jahren, vor dem Tod ihres ersten Sängers. Von »Highway to Hell« über »T.N.T.« bis hin zu »It's a long way to the top of Rock'n'Roll« oder »Dirty deeds done dirt cheap«.

Bis weit nach zwei Uhr feierten die Heavy-Metal-Fans eine Party der Extraklasse. Schon jetzt laufen erste Planungen vom Veranstalter DJB-Concerts für den nächsten Rock in Birkelbach. »Wir wollen mal wieder einen Top-Act einladen«, verriet Erich Dreisbach die ersten Gedankengänge. Zumal schon diesmal fast »Manowar« ihre Deutschland-Tour in Birkelbach eingeläutet hätten, was dann aber kurz vor dem Ziel scheiterte. Für den Top-Act würden zwar schon Namen gehandelt, druckreif sei jedoch noch nichts, so Erich Dreisbach im Gespräch mit der Siegener Zeitung.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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